In der 1. Klasse Nordwest blickt Christoph Rahming, Co-Trainer des UFC Wildendürnbach, optimistisch auf die Frühjahrssaison. Sein Team schloss die Herbstserie auf Rang acht ab und zeigte als Aufsteiger beachtliche Leistungen. Gegen etablierte Ligakonkurrenten hat die Mannschaft bewiesen, dass sie in der Liga voll mithalten kann. Im Interview spricht Rahming über die gelungene Hinrunde, gezielte Kaderanpassungen, die Bedeutung junger Rückkehrer und die Ziele für die nächsten Monate.

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Rahming sieht die erste Saisonhälfte klar positiv: „Wir haben für einen Aufsteiger eine sehr gute Hinrunde gespielt, haben uns gut an das Tempo angepasst und offensiv unsere Akzente gesetzt.“ Gleichzeitig bleibt der Fokus deutlich: Im Frühjahr soll die Defensive zulegen. Die jüngste Bilanz – drei Niederlagen, ein Remis und ein Sieg – zeigt das Potenzial, macht aber auch klar, dass die Stabilität gegen den Ball weiter geschärft werden muss.
In der Winterpause hat der Verein gezielt am Kader gearbeitet. Besonders erfreulich ist die Rückkehr junger Eigengewächse, zudem stießen weitere Verstärkungen dazu – unter ihnen ein tschechischer Angreifer, der im ersten Test und Trainings bereits überzeugte.
Schwer wiegt allerdings der einzige Abgang: Der Abwehrchef Simon Žalud wechselte in die dritte tschechische Liga. „Das wird defensiv ein Loch reißen, aber ich habe Vertrauen, dass wir das intern auffangen können“, betont Rahming – unter anderem mit jungen Kräften wie Niklas Harrach und Manuel Madner sowie mit erfahrenen Spielern wie Matthias Madner und Benjamin Antoni.
Eine bittere Personalnachricht betrifft Andreas Graf, der aufgrund einer anstehenden Operation voraussichtlich das gesamte Kalenderjahr verpassen wird. Rahming zeigt sich dennoch kämpferisch: „Ich wünsche ihm gute Besserung und hoffe auf einen schnellen OP-Termin.“ Im Betreuerteam herrscht Kontinuität – das bewährte Trainerteam um Jan Schulmeister und Christoph Rahming bleibt an Bord; auch der Torwarttrainer Gerald Stiebitz leistet laut Rahming „hervorragende Arbeit“.
Die Stimmung im Verein beschreibt er als „super“, das Mannschaftsgefüge als geschlossen und entwicklungsorientiert: „Jeder will sich verbessern, jeder möchte den nächsten Schritt gehen.“
Als besonders stark hebt Rahming Teams mit klarem Spielplan und großer Erfahrung hervor; andere Konkurrenten überzeugen durch druckvolles Auftreten, Leidenschaft und vor allem sauberes Positionsspiel. In der ausgeglichenen Liga könne jedoch „an einem guten Tag jeder jeden schlagen“.
Für das Frühjahr formuliert er klare Ziele: mehr defensive Stabilität, wertvolle Einsatzzeit für junge Spieler, einen weiteren Entwicklungsschritt der vielen Einheimischen Spieler und eine Platzverbesserung. „Wenn alles funktioniert, wie wir uns das vornehmen, ist natürlich auch eine Rangverbesserung das Ziel. Ich habe sehr großes Vertrauen in die Mannschaft und den Verein – die ganze Mannschaft brennt auf das Frühjahr.“