Spielberichte

„Die Offensive war unser größtes Problem“: Martin Haselmayr über USV Leitzersdorfs Hinrunde

USV Leitzersdorf

In der 1. Klasse Nordwest zieht Martin Haselmayr, Trainer des USV Leitzersdorf, zur Saisonhalbzeit eine offene Bilanz. Nach einem schwierigen Start mit zahlreichen Ausfällen in der Offensive fand seine Mannschaft zunehmend in die Spur. Rückblickend auf die vergangenen Partien – darunter eine Niederlage gegen Eintr. Pulkautal, Siege gegen USV Nappersdorf und Unterstinkenbrunn, eine knappe Pleite gegen USV Niederleis sowie ein Remis gegen SV Spillern – rangiert Leitzersdorf aktuell auf Platz zwölf mit 16 Punkten aus 14 Spielen. Im Gespräch macht Haselmayr deutlich, dass der Fokus in Leitzersdorf auf Kontinuität, Teamgeist und nachhaltiger Entwicklung liegt.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Eine solide Hinrunde mit Luft nach oben

„Am Anfang haben wir uns relativ schwer getan“, erklärt Haselmayr rückblickend. „Wir hatten viele Ausfälle, vor allem im Offensivbereich. Die Offensive war unser größtes Problem.“ Erst im Verlauf der Hinrunde stabilisierte sich die Mannschaft, fand besser in ihr Spiel und sammelte wichtige Punkte. Nach dem 0:0 zum Abschluss der Herbstrunde gegen SV Spillern überwog im Verein der Optimismus.

Haselmayr bewertet die bisherige Saison als „brave Hinrunde“, in der Leitzersdorf trotz Rückschlägen seine Struktur gefunden habe.

Kaderanpassungen in der Winterpause

In der laufenden Vorbereitung nahm das Team punktuelle Veränderungen vor. „Wir haben zwei Neuzugänge“, sagt der Trainer. „Vinicius Leite Teles hat sich sehr gut eingefügt und im ersten Testspiel auch gleich getroffen. Lukas Hafner wird im Laufe der Vorbereitung dazustoßen.“ Der Kader sei zwar etwas kleiner geworden, doch die Stimmung im Team ist positiv.

Neben den Neuzugängen gibt es auch bittere Ausfälle: „Wir haben einen Kreuzbandriss im Kader, Christoph Fasching wird diese Saison nicht mehr spielen. Jakob Bachl wurde am Knie operiert, er fällt ebenfalls länger aus.“ Ansonsten seien nur leichte Blessuren zu verzeichnen, die aus der intensiven Vorbereitung resultieren.

Familiäres Umfeld und positiver Ausblick

Das Umfeld des Vereins bleibt stabil. „Im Betreuerteam hat sich nichts verändert, wir haben lediglich den Kader etwas verschlankt“, betont Haselmayr. Der Teamgedanke stehe klar im Vordergrund: „Wir haben uns als Mannschaft an die Liga gewöhnt, jeder hat sich angepasst. Es gibt immer wieder Spieler, die einen Schritt machen, aber hervorheben will ich keinen. Wir sind als Kollektiv stark.“

Besonders beeindruckt habe in der bisherigen Saison Tabellenführer Großrußbach, der bislang jedes Spiel gewonnen hat, sowie SV Leobendorf II, das spielerisch stark aufgetreten sei. Dennoch sieht der Leitzersdorfer Coach seine Elf konkurrenzfähig: „Wir haben gezeigt, dass wir mit jeder Mannschaft mithalten können.“ Für das Frühjahr peilt Haselmayr an, die positive Entwicklung zu bestätigen und auf den soliden Leistungen der Hinrunde aufzubauen. „Wir versuchen immer wieder, uns punktuell zu verstärken, aber gleichzeitig auch unsere eigenen Jungen einzubauen. Der Verein zieht da an einem Strang – vom Obmann über den Sportleiter bis zu den Trainern. Das funktioniert sehr gut, und ich bin froh, Trainer in so einem familiären Verein zu sein.“