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USV Niederleis, Trainer Markus Wolf: „Wir genießen den Moment“ – mit Teamgeist auf Rang zwei

USV Niederleis

In der 1. Klasse Nordwest hat Markus Wolf, Trainer des USV Niederleis, seine Mannschaft auf Rang zwei geführt. Nach einer beeindruckenden Herbstserie mit nur einer Niederlage und 34 Punkten aus 14 Spielen spricht Wolf über die positive Stimmung im Team, den intensiven Konkurrenzkampf im Kader und seine Erwartungen für die Rückrunde. In den letzten Partien ging Niederleis zumeist als Sieger vom Platz, einzig einmal gab es ein Remis. Der Trainer betont, dass das Team die gesteckten Ziele übertroffen habe – ohne in Selbstzufriedenheit zu verfallen.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Eine stabile Hinrunde mit klarer Linie

Wolf zeigt sich mit dem Verlauf der ersten Saisonhälfte äußerst zufrieden. Seine Elf habe, so sagt er, „eine saubere Hinrunde gespielt“ und profitiere von einer weitgehend unveränderten Mannschaftsstruktur. Entscheidende Faktoren waren vor allem die defensive Stabilität und die Disziplin in allen Mannschaftsteilen. Besonders freue ihn, dass sich der Plan des Trainerteams bezahlt gemacht habe: weniger Gegentore als im Vorjahr und eine deutlich reifere Spielanlage. Auch die jüngeren Spieler hätten in dieser ersten Saisonhälfte den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Im Vordergrund stehe aber das Kollektiv: „Wenn man 34 Punkte hat, kann es nicht nur an Einzelleistungen liegen“, so Wolf.

Veränderungen und Wachstumsprozess

Im Winter gab es nur punktuelle Anpassungen im Kader. Ein slowakischer Flügelspieler hat den Verein verlassen, dafür kamen zwei neue Gesichter hinzu; zusätzlich steht ein flexibler Backup bereit. „Wir haben einen großen, guten Kader, auf den ich zurückgreifen kann“, sagt Wolf. Besonders erfreulich sei, dass Meris Poturovic nach seiner Knieoperation zur Rückrunde wieder zur Verfügung steht. Mit dieser personellen Breite wächst der Konkurrenzkampf um die Startplätze – eine Situation, die der Trainer ausdrücklich begrüßt: „Es darf sich keiner Ausrutscher erlauben, weil der Nächste schon dahinter ist. Der Kampf um das Leibchen ist da und das ist der schönste Luxus.“

Motivation, Teamgeist und Anspruch

Die interne Zusammenarbeit im Verein beschreibt Wolf als vorbildlich. Mit Sektionsleiter Harald Ulbinger bestehe „eine sehr gut funktionierende Verbindung“. Das gemeinsame Ziel sei es, die bestehenden Strukturen beizubehalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wolf lobt zudem die Mentalität seiner Mannschaft, die Leistung und Bescheidenheit vereine. Besonders hebt er die Fortschritte der jungen Spieler Dustin Hofmann und Pavel Valent hervor, die „den nächsten Step gemacht“ hätten. Auch Frantisek Lörinczi habe in der Offensive wieder zu alter Spielfreude gefunden.

Trotz der positiven Bilanz bleibt der Coach realistisch: „Natürlich müssen wir bescheiden bleiben, keinen Höhenflug bekommen, sondern einfach den Moment genießen.“ Beeindruckt zeigt er sich vom ungeschlagenen Tabellenführer, räumt aber ein, dass Niederleis im direkten Duell nicht das gewünschte Niveau erreicht habe.

Dennoch blickt Wolf optimistisch nach vorne: Nach einer intensiven Vorbereitung im Winter soll das Team an die starken Leistungen der Hinrunde anknüpfen und weiterhin um die vorderen Plätze mitspielen. „Jetzt freuen wir uns einfach, dass es wieder losgeht“, betont er – mit spürbarem Enthusiasmus und klarem Blick auf die nächsten drei Punkte.