In der 1. Klasse Nordwest kämpft Christoph Jordan mit seinem Verein SG Obritz / Hadres-M. um den Klassenerhalt. Nach einer herausfordernden Hinrunde mit fünf Niederlagen in Folge – unter anderem beim 1:5 gegen SK Ernstbrunn und beim 0:2 gegen USV Niederleis – befindet sich das Team aktuell am Tabellenende. Im Gespräch spricht der Obmann offen über die schwierige sportliche Situation, den Optimismus im Verein und die Hoffnung, mit einem neuen Trainer und frischem Personal den Abstieg noch verhindern zu können. Die letzten Wochen waren geprägt von Enttäuschungen auf dem Platz, aber auch von Veränderungen, die neuen Schwung bringen sollen.

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Die jüngsten Ergebnisse zeigen, wie turbulent die Saison verläuft: Bei Eintracht Pulkautal kam die Mannschaft mit 1:4 unter die Räder, gegen USV Nappersdorf stand am Ende ein 3:4, und auch die Partien gegen Unterstinkenbrunn (1:3) sowie USV Niederleis (0:2) wurden verloren.
Eine Serie, die Obritz / Hadres-M. tief in die Abstiegszone gedrängt hat. Christoph Jordan betont: „Die Stimmung ist okay, aber natürlich verbesserungswürdig.“ Sie hänge stark mit dem Tabellenstand zusammen, doch im Verein gebe es trotz allem Optimismus, die Wende zu schaffen. Besonders die Defensivarbeit soll unter dem neuen Trainer stabilisiert werden – eine Notwendigkeit, nachdem das Team in fünf Spielen 18 Gegentore hinnehmen musste.
Nach dem Winter hat der Verein personell nachgelegt. Jordan berichtet von drei tschechischen Neuzugängen, die das Spiel beleben und für mehr Wettbewerbsdruck im Kader sorgen sollen. Gleichzeitig hat sich die Mannschaft von mehreren Spielern getrennt. Auch in der sportlichen Leitung hat sich etwas bewegt: „Seit dem Frühjahr haben wir einen neuen Trainer“, erklärt Jordan – ein Wechsel, der neue Reize setzen und die Mannschaft vor allem taktisch weiterentwickeln soll.
Im Umfeld sind laut dem Obmann ansonsten keine größeren Veränderungen erfolgt. Die Verletztenliste bleibt ein Thema: „Die kleineren Wehwehchen werden wir bis zum Meisterschaftsstart ausmerzen, die längeren Verletzungen sind bekannt – das wird noch dauern.“ Geduld ist also gefragt, bevor die Mannschaft wieder in Bestbesetzung antreten kann.
Auf die Frage nach besonders beeindruckenden Gegnern nennt Jordan vor allem SK Ernstbrunn als das wohl stärkste Team, gegen das man in dieser Saison gespielt habe. Deren Entwicklung sei bemerkenswert – von anfänglichen Problemen hin zu einer dominanten Phase, die sich im direkten Duell beim 1:5 deutlich gezeigt habe. Auch vom Tabellenführer Großrußbach, der nach 14 Spielen noch ungeschlagen ist, zeigt er sich beeindruckt.
Trotz der klaren Ausgangslage bleibt Jordans Fokus auf dem eigenen Team: Die Rückrunde soll zeigen, dass Obritz / Hadres-M. noch fighten kann. Mit einem neuen Trainer an der Linie, einem breiteren Kader und starkem Zusammenhalt will der Verein den Abstieg noch verhindern. Der Obmann gibt sich zuversichtlich: „Wir sind optimistisch.“ Ein Satz, der in Obritz und Hadres derzeit mehr ist als eine Floskel – er steht für den Glauben an ein Team, das nach einem schwierigen Herbst endlich wieder punkten will.