Nach dem 1:0 bei SG Obritz / Hadres-M. ordnete Bernd Zinser die Lage seines SC Stronsdorf in der 1. Klasse Nordwest ein. Aus seiner Sicht war der Ausgang über 90 Minuten gerecht; prägend war das schöne Freistoßtor von Mark Liskowetz (67.), das den Unterschied herstellte. In der Anfangsphase sah er Vorteile beim Gastgeber, doch je länger die Partie dauerte, desto mehr Kontrolle und Chancen verbuchte Stronsdorf. Bei einer knappen 1:0-Führung bleibt eine Partie aber stets offen. Gleichzeitig zollte Zinser dem Gegner Respekt für die robuste Zweikampfführung und den unermüdlichen Einsatz im Abstiegskampf. Die anstehende spielfreie Woche will Stronsdorf nutzen, um kleinere Blessuren auszukurieren und gezielt an Feinheiten zu arbeiten.

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Zinser beschrieb einen zähen Beginn mit klaren Vorteilen für den Gastgeber, bevor sein Team das Spiel mehr und mehr auf seine Seite zog. Wörtlich sagte er: „Wir hatten schon mehr Ballbesitz. Die ersten 20 Minuten war SG Obritz / Hadres-M. besser, wir haben uns sehr schwergetan, aber je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr Ballbesitz hatten wir und auch die besseren Chancen. Aber bei 1:0 kann immer wieder was passieren.“ Aus dieser Entwicklung leitete er sowohl Selbstvertrauen als auch Vorsicht ab: Trotz wachsender Kontrolle dürfe man bei einem 1:0 nie nachlassen.
Als Schlüsselszene hob der Trainer den ruhenden Ball hervor: „In Erinnerung blieb natürlich das schöne Freistoßtor von Mark Liskowetz, das zum entscheidenden Sieg geführt hat. Sonst hatten wir mehr Chancen. Der Gegner hat stark über Zweikampfstärke, Umschaltspiel und Bälle in die Tiefe agiert – das haben sie gut gemacht. Man sieht, sie kämpfen gegen den Abstieg, und das hat man gemerkt. Aber sie haben wirklich gut gekämpft. Das muss man ihnen anerkennen.“ Darüber hinaus adelte er Liskowetz ausdrücklich: „Man of the Match war ganz klar Mark Liskowetz – erstens mit dem schönen Freistoßtor und zudem durch sein enormes Laufpensum und seine Zweikampfstärke. Da können sich andere Spieler wirklich eine Scheibe abschneiden.“
Die Balance zwischen Zufriedenheit und Anspruch prägte Zinsers Analyse: Defensiv stand sein Team stabil und kassierte kein Gegentor, zugleich sieht er im Umschaltspiel, in der Chancenverwertung und beim letzten Pass konkrete Ansatzpunkte. Dieses Spannungsfeld brachte er bereits auf den Punkt – verbunden mit dem Hinweis, dass solche Auftritte Rückenwind geben. Für die unmittelbare Zukunft zählen Regeneration und Feinschliff: „Nächste Woche ist spielfrei, also können wir die kleinen Wehwehchen gut auskurieren.“ Parallel dazu betonte er den Respekt vor dem Gegner: Dessen Plan sei über 90 Minuten erkennbar gewesen, mit viel Härte in den Zweikämpfen und dem kompromisslosen Blick nach vorne – Qualitäten, die in einer engen Partie bei 1:0 jederzeit für Gefahr sorgen können.