Spielberichte

Gerhard Sturm (SV Leobendorf II): „Klare Angelegenheit“ – 9:0 in Hollabrunn

ATSV Hollabrunn
SV Leobendorf II

Deutlich, geschlossen, respektvoll – so lässt sich der Tenor nach dem Duell zwischen dem ATSV Hollabrunn und SV Leobendorf II in der 1. Klasse Nordwest zusammenfassen. Co-Trainer Gerhard Sturm sprach von einer klaren Angelegenheit und hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor, ohne Einzelne in den Vordergrund zu stellen. Gleichzeitig fand er deutliche Worte des Respekts für Hollabrunns schwierige Lage – und richtete den Blick bereits auf die kommende Aufgabe, die seiner Einschätzung nach „wieder ein ganz anderes Spiel“ werden wird. Zum Ballbesitz merkte er an, gefühlt habe sein Team rund 80 Prozent der Spielanteile gehabt.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Klarer Verlauf nach zähem Beginn

Die Gäste brauchten etwas Anlaufzeit. In den ersten 20 bis 30 Minuten ließ Leobendorf II einige Chancen liegen, ehe der Knoten platzte. Den Anfang machte Thomas Klaus, der in der 34. Minute zur 1:0-Führung traf – der Dosenöffner. Zuvor hatte es bereits gekracht: Marco Weidener traf einmal die Stange, legte dann aber in der 38. (zum 0:2) und 42. Minute (zum 0:3) eiskalt nach. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Lorenz Hafner in der 44. Minute auf 4:0. „Im Grunde genommen war das Ergebnis zu Recht, auch in der Höhe“, erklärte Sturm. Man sei spielerisch stärker gewesen, körperlich top und habe das Tempo diktiert.

Standardgefahr, breite Bank und kollektive Verantwortung

Nach dem Seitenwechsel blieb Leobendorf II am Drücker und schraubte das Ergebnis weiter nach oben: Phillip Jaksic stellte in der 55. Minute auf 5:0, nur zwei Minuten später war Stefan Hold (57., zum 6:0) zur Stelle. Tobias Frühwirth traf in der 66. Minute (zum 7:0) und erneut in der 84. Minute (zum 9:0), dazwischen setzte Luca Marschler in der 70. Minute (zum 8:0) den nächsten Nadelstich. Auch bei ruhenden Bällen, so Sturm, habe man sich sichtbar verbessert und Tore nach Ecken nachgelegt. Zudem nutzten die Gäste die Tiefe des Kaders: Rund um die 58. Minute kam praktisch die komplette Bank – und auch die Einwechselspieler zeigten, dass sie im Verbund voll Fuß fassen können. Einzelne Akteure wollte Sturm bewusst nicht herausheben: Die Mannschaftsleistung habe insgesamt überzeugt. Zugleich bleibe der Anspruch, weiter an Details zu arbeiten: „Es gibt noch genug Arbeit. Wir werden auch dieses Spiel analysieren und in den kommenden Wochen an unseren Schwächen feilen.“

Respekt für Hollabrunn und der Blick nach vorn

Bei aller Eindeutigkeit fand Sturm klare und wertschätzende Worte für den Gegner: Man müsse den Hut vor Hollabrunn ziehen, dass die Mannschaft Woche für Woche antrete und versuche, die Meisterschaft geordnet zu Ende zu bringen – gerade in einer schwierigen Tabellensituation. Dass der ATSV tief stehen würde, sei erwartet worden. Trotz eigener Ausfälle blieb Leobendorf stabil: Krankheitsbedingt fehlte Marco Schwarz, Stürmer Tarik Klicic war gesperrt, zudem war ein Spieler in der KM eins im Einsatz. Der Blick richtet sich nun nach vorne: „Nächste Woche kommt Ernstbrunn – das wird schwer genug und wieder ein ganz anderes Spiel.“ Das 9:0 soll rasch aus den Köpfen, um die Vorbereitung auf die nächste, anspruchsvolle Aufgabe ohne Ballast anzugehen. Sturms Fazit: „Grundsätzlich bin ich mit dem Abend zufrieden – aufgrund des Ergebnisses. Der Weg bleibt aber derselbe: analysieren, nachschärfen und gemeinsam die nächsten Schritte gehen.“

1. Klasse Nordwest: Hollabrunn : Leobendorf II - 0:9 (0:4)

  • 84
    Tobias Frühwirth 0:9
  • 70
    Luca Marschler 0:8
  • 66
    Tobias Frühwirth 0:7
  • 57
    Stefan Hold 0:6
  • 55
    Phillip Jaksic 0:5
  • 44
    Lorenz Hafner 0:4
  • 42
    Marco Weidener 0:3
  • 38
    Marco Weidener 0:2
  • 34
    Thomas Klaus 0:1