In Göllersdorf ordnet Markus Wolf das Auswärtsspiel seines USV Niederleis beim SV Göllersdorf in der 1. Klasse Nordwest als Abend zwischen Aufbäumen und Ernüchterung ein. „Göllersdorf hatte etwas mehr Ballbesitz. Wir sind schlecht gestartet, nach dem 1:1 spielten wir sehr gut – dann bekamen wir aus dem Nichts das 1:2, ab da riss der Faden“, sagt der Trainer. Verletzungspech, ein ausgedünnter Kader und deutliche Selbstkritik prägen seine Analyse. Gleichzeitig richtet er den Blick nach vorn: Disziplin und Konzentration über 90 Minuten sollen die Trendwende bringen.

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Bereits in der 3. Minute geriet Niederleis 0:1 in Rückstand: Tobias Eder traf für die Gastgeber. Der USV antwortete über einen Standard: Nach kurz ausgeführter Ecke stellte Samuel Hesko in Minute 25 auf 1:1 – genau der Impuls, den Wolf hervorhob. In der Folge fand Niederleis besser ins Spiel, ehe Eder in der 36. Minute wieder auf 1:2 stellte. „Wir haben das 1:2 aus dem Nichts bekommen“, so Wolf. Zur Pause stand es 1:2 – das Gefühl, phasenweise Zugriff gehabt zu haben, ohne daraus nachhaltige Kontrolle zu entwickeln.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Dynamik erneut. Philipp Zieger erhöhte in der 56. Minute auf 1:3. Niederleis blieb dran: Frantisek Lörinczi verkürzte in der 61. Minute auf 2:3 und weckte neue Zuversicht, doch Göllersdorf antwortete postwendend – erneut Zieger stellte in der 63. Minute den 2:4-Endstand her. Wolf betonte die Bedeutung ruhender Bälle: „Unser 1:1 entstand nach kurz abgespielter Ecke. Ein Gegentor fiel nach einem Freistoß, der in den Strafraum geschlagen wurde – auf beiden Seiten ein Standardtor. Bitter für uns.“
Erschwerte Rahmenbedingungen begleiteten den USV durch den Abend. Besonders schmerzhaft: Bereits in der Anfangsphase musste Stanislav Skuta verletzt vom Feld. „Wir haben mehrere Ausfälle, pfeifen aus dem Letzten, wollten aber unbedingt etwas mitnehmen – es hat leider nicht gereicht“, erklärte Wolf, ohne Ausreden gelten zu lassen. Seine Forderung für die nächste Aufgabe ist klar: „Wir müssen von der ersten Minute an 90 Minuten lang konzentriert und diszipliniert durchziehen. Phasenweise gut zu spielen reicht nicht. Wir werden darauf hinarbeiten, über 90 Minuten eine gute Performance von vorne bis hinten zu liefern – nur so kann man gewinnen.“