In der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II am Freitag bei SV Spillern mit 2:0 gewonnen und sich für einen geduldigen Auftritt belohnt. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Tobias Frühwirth nach Seitenwechsel doppelt traf. Co-Trainer Gerhard Sturm sprach von einer sehr dominanten Leistung, bei der seine Mannschaft ruhig blieb und auf die entscheidenden Chancen wartete.

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Gerhard Sturm musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die 90 Minuten einordnet. „Wir waren von Anfang an klar überlegen, hatten viel Ballbesitz und haben Spillern eigentlich nie ins Spiel kommen lassen“, sagte der Co-Trainer von SV Leobendorf II. Nach seinem Eindruck lag das Ballbesitzverhältnis sogar bei „achtzig zu zwanzig“. Damit war die Richtung der Partie aus seiner Sicht früh vorgegeben. Seine Mannschaft hatte mehr vom Spiel, blieb in den Abläufen ruhig und ließ hinten wenig zu. Was vor der Pause noch fehlte, war allerdings der letzte Zug nach vorne. Sturm sprach davon, dass sein Team in der ersten Halbzeit noch nicht wirklich in die gefährliche Zone gekommen sei. Trotzdem war für ihn schon da erkennbar, dass die Gäste die Partie kontrollierten. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, änderte aus seiner Sicht nichts daran, wer das aktivere und dominantere Team war.
Auch im zweiten Durchgang sah Sturm keinen Bruch im Spiel seiner Mannschaft, eher im Gegenteil. „Wir haben in der zweiten Halbzeit noch mehr Druck gemacht, obwohl wir gegen den Wind gespielt haben“, sagte er. Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft trotz des langen Wartens auf den ersten Treffer nicht ungeduldig geworden sei. „Wir sind geduldig geblieben, dominant aufgetreten und haben gewartet, bis wir zu unseren Chancen kommen.“ Diese Chancen kamen in der Schlussviertelstunde dann tatsächlich. In der 75. Minute sah Michael Gihl von SV Spillern die Rote Karte, und fast unmittelbar danach schlug SV Leobendorf II auch auf der Anzeigetafel zu. Das 0:1 in der 76. Minute erzielte Tobias Frühwirth. Nur zwei Minuten später legte derselbe Spieler nach und stellte auf 0:2.
Für Sturm lag der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Mannschaften vor allem im spielerischen Bereich. „Man hat gesehen, dass wir spielerisch zum Erfolg kommen wollen. Wir haben unsere Stärke ausgespielt und waren über neunzig Minuten dominant“, sagte er. Besonders zufrieden war er mit dem Ballbesitzspiel und dem Passspiel seiner Mannschaft. Dazu kam für ihn, dass sein Team auch dann ruhig blieb, als sich der Aufwand vor der Pause noch nicht in Toren zeigte. Genau darin sah er eine der großen Stärken dieses Auftritts. Einen kleinen Punkt sprach er dennoch an: Trotz der klaren Überlegenheit sei SV Leobendorf II in der ersten Halbzeit zu selten wirklich gefährlich geworden. Den Gegner erlebte Sturm vor allem defensiv. SV Spillern habe versucht, die Räume dicht zu machen und den schnellen Spielern der Gäste wenig Platz zu geben. Dass die Heimischen im Vergleich zum Vorjahr nicht so aggressiv zum Ball gegangen seien, habe ihn zwar überrascht, könne aber auch mit dem eigenen dominanten Auftreten zusammengehangen haben.
Viel wichtiger war Sturm nach dem Schlusspfiff ohnehin das Gesamtbild seiner Mannschaft. „Das war eines unserer besten Spiele von der Dominanz her, vom Spielerischen her, von der Spielfreude her. Das war wirklich eine Topleistung“, meinte Sturm. Mit dem 2:0 nimmt SV Leobendorf II nach zwei Runden vier Punkte mit und steht damit an der Spitze. Für den Co-Trainer ist die Richtung nach diesem Auftritt klar: „Jetzt heißt es weitermachen und nächste Woche wieder Gas geben.“