Spielberichte

Niederleis schießt Leitzersdorf mit 6:0 vom Platz: Gäste zeigen sich sehr unsportlich

Am 21. Spieltag kam es in der 1. Klasse Nordwest zum Duell zwischen dem USV Niederleis und dem USV Leitzersdorf. Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar, die Favoritenrolle hatten eindeutig die Gastgeber inne und Niederleis war auch die klar bessere Mannschaft und siegte am Ende verdient mit 6:0. Die Gäste aus Leitzersdorf machten sich gestern nicht gerade viele neue Fans, denn das Verhalten mancher Spieler war sehr unsportlich. Auch wenn man als Letzter in der Tabelle kämpfen muss und Einsatzbereitschaft zeigt, so muss dennoch eine gewisse Portion Respekt gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter an den Tag gelegt werden. Jetzt Torwandschießen bei Nissan!

 

Niederleis genügt Durchschnittsleistung für Kantersieg

 

Rund 80 Zuschauer fanden sich am Freitag in der Niederleiser Buschberg Arena ein, um die Partie gegen den Letzten der Tabelle, dem USV Leitzersdorf, mitzuverfolgen. Die Hausherren galten in dieser Begegnung natürlich als Favorit und bereits in der zehnten Minuten wurden sie dieser Rolle gerecht, denn Patrik Juhos brachte Niederleis mit einem Kopfballtreffer mit 1:0 in Führung. Knapp vor der Halbzeitpause schlug Juhos nochmal zu und erhöhte in der 43. Spielminute auf 2:0 für die Gastgeber. Die Niederleiser dominierten das Spielgeschehen und Leitzersdorf fiel vorallem durch viel Einsatz auf. Prinzipiell ja nicht schlecht, aber gestern übertrieben es manche Spieler der Gäste etwas. „In den ersten 20 Minuten war das Spiel noch relativ normal, Leitzersdorf spielte halt mit viel Einsatz, was ja verständlich ist wenn man als Letzter da unten drin hängt.“, erzählt uns Klaus Oberndorfer, Trainer des USV Niederleis. „Aber mit der Zeit übertrieben es die Leitzersdorfer, jede Schiedsrichterentscheidung wurde von den Spielern massiv kritisiert und bei jedem Zweikampf musste man ein brutales Foul befürchten.“

 

Vier Ausschlüsse gegen Leitzersdorf: „Respektloses Verhalten“

 

Auch in der zweiten Hälfte ging es in der selben Tonart weiter, Niederleis spielte Fußball, während Leitzersdorf jetzt ausschließlich nur mehr den Kampf suchte und übertriebene Härte an den Tag legte. Die Niederleiser trafen nach Belieben ins gegnerische Tor: Harald Ulbinger erzielte inder 53. Minute das 3:0, Patrick Göstl verwandelte in der 76. Minute einen Elfmeter zum 4:0, Daniel Vogelsang war in der 84. Minute zur Stelle und erhöhte auf 4:0 und den Schlußpunkt setzte der junge Phillip Patoczka mit seinem Treffer zum 5:0. Aber leider stand in der zweiten Halbzeit nicht mehr der Fußball und die Tore der Niederleiser im Vordergrund, sondern das Verhalten der Gastmannschaft, denn das sorgte für Verwunderung und Kopfschütteln. Kam der Schiedsrichter in der ersten Hälfte noch mit zwei gelben Karten aus, hagelte es in den zweiten 45 Minuten dann Verwarnungen und Ausschlüsse für die Gäste. „Der Schiedsrichter machte seine Sache nicht schlecht, teilweise zeigte er sogar noch Fingerspitzengefühl, denn es hätte eigentlich schon früher zu Ausschlüssen kommen müssen.“, so Oberndorfer. Insgesamt schloss der Schiedsrichter bis zum Ende der Partie vier Leitzersdorfer aus, zweimal nach Gelb-Rot und zweimal sahen Leitzersdorfer glatt die rote Karte. „Ich habe wirklich schon sehr lange nicht mehr so eine derart undisziplinierte Mannschaft gesehen.“, ist Oberndorfer verärgert. „Ein paar Fans aus Leitzersdorf waren mit und die haben ständig auf den Schiedsrichter hereingeschimpft. So hat das Alles angefangen, die Leitzersdorfer Spieler ließen sich dann im Laufe des Spiels immer mehr davon anstecken und in der zweiten Hälfte war es dann nur mehr schlimm. Ich hatte Angst wegen Verletzungen meiner Spieler. Schlimm fand ich, dass der Spielertrainer der Leitzersdorfer, der ja selber am Platz steht, nicht versucht hat, wieder Alles in geordnete Bahnen zu lenken sondern im Gegenteil, der hat noch Öl ins Feuer gegossen. Bei jedem Pfiff vom Schiri waren immer sofort vier, fünf Leitzersdorfer rund um den Unparteiischen und haben kritisiert. Ehrlich gesagt, mich wundert nicht, dass die in der Tabelle da ganz unten stehen, so wie die sich heute präsentiert haben. Bei allem Verständnis für die Situation wenn man Letzter ist: Abstiegskampf mit Emotionen und ein letztes Aufbäumen... Alles keine Frage, aber trotzdem, wir sind alle Sportler und was Leitzersdorf da heute gemacht hat, war respektlos gegenüber allen Beteiligten und dem Sport.“ Der Niederleiser Coach fand nach dem Spiel also deutliche Worte über die Vorstellung der Leitzersdorfer gestern. Nach dieser Niederlage sieht es für den USV Leitzersdorf auf jeden Fall trostlos aus, denn mit neun Punkten liegt man nun schon sechs Zähler hinter Nappersdorf von einem – möglicherweise – rettenden Nichtabstiegsplatz entfernt.