Der SC Perchtoldsdorf, neu formierter Absteiger aus der Gebietsliga Süd/Südost, landet zum Auftakt der 1. Klasse Ost einen Dreier gegen den ATSV Fischamend. Mit dem 2:0-Sieg durchbrach das Team um Neo-Trainer Andreas Babicky einen beispiellosen Negativ-Lauf von 15 sieglosen Meisterschaftsspielen in Folge.
"Dass die Mannschaft in der Vorsaison kaum Siege verbuchen konnte, war vor allem in der Anfangsphase deutlich zu spüren. Wir hatten sprichwörtlich die Hosen voll", so SC Perchtoldsdorf Neo-Coach Andreas Babicky. Doch Fischamend konnte aus der anfänglichen Verunsicherung kein Kapital schlagen. Ohne den Neuzugang Offensiv-Hoffnung Dalibor Stokic (Urlaub), den verletzten Michael Jusits, Alexander Frimmel und den urlaubenden Luciano Pizzonia hatten die Hausherren ihr Visier viel zu ungenau eingestellt.
Christoph Murr und Damir Milatasevic vergaben gute Möglichkeiten. Dennoch Zwingendes sei nicht dabei gewesen: "Die echten Hochkaräter haben über die ganze Spielzeit gefehlt", bestätigt Fischamend-Coach Horst Winkler. Mit einem gerechten Remis ging es in die Kabine.
Ein Pausentee, der vor allem bei Perchtoldsdorf Wunder bewirkte. Die Pausenansprache von Balicky machte dem Absteiger Beine. Plötzlich spielten die Gäste nach vorne und schrieben nach einem Freistoß von Daniel Glowacki und einem Franz Krankl-Schlenzer prompt zum 0:1 an. Jetzt hatten die Gäste Blut geleckt, ein Steilpass aus der massierten Abwehr heraus und Roman Dolesal stellt nur zehn Minuten später auf 0:2. Fischamend hing nach dem Doppelschlag in den Seilen. Der ATSV kreierte in der Folge nur noch Halbchancen, die der eingewechselte Marko Markovic und wiederum Milatasevic ausließen.
"Perchtoldsdorf hat sehr aggressiv agiert und unseren Spielrythmus gestört. Aber es waren die zehn, 15 Minuten nach der Pause, die uns das Genick gebrochen haben. Ein misslungener Start in die Saison, aber wir werden jetzt nicht gleich wieder alles schlecht reden. Es sind noch einige Punkte zu vergeben", so Coach Winkler. Für Balicky war es der gewünschte Einstand nach Maß: "Es war eine Verunsicherung zu Beginn spürbar. Zudem haben wir in Hälfte eins auch Glück gebraucht. Doch nach dem Seitenwechsel ging ein Rück durch die Mannschaft."