In der 1. Klasse Ost lieferte der SC Höflein dem SK Breitenfurt ein intensives Duell, das die Gäste mit 2:1 für sich entschieden. Nach torloser erster Hälfte brachte Arif Kilicaslan Höflein in Führung, ehe Florian Germ und Halil Erbay die Partie spät drehten. Trainer Ernst Horvath sprach von einem starken Auftritt seiner Elf, haderte aber mit der Chancenverwertung – und lobte den Breitenfurt-Goalie als Matchwinner dieses Abends.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Schon in den ersten Minuten nahm Höflein das Heft in die Hand und blieb bis zur Pause das aktivere Team. Ernst Horvath brachte es unmittelbar nach Abpfiff auf den Punkt: „Wir waren in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, haben Breitenfurt unter Druck gesetzt und drei, vier Großchancen, darunter zwei Stangenschüsse, herausgespielt.“ Es blieb dennoch beim 0:0, weil die Hausherren sich nicht belohnten und der Gäste-Tormann einen bärenstarken Tag erwischte. „Leider gelang es uns nicht, den Tormann zu überwinden. Er war heute der Matchwinner für Breitenfurt“, betonte Horvath. Damit war zur Pause vieles gesagt: Höflein hatte mehr vom Spiel, Breitenfurt hielt mit Einsatz und starken Paraden dagegen und wartete auf seine Momente – die sollten später kommen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Höflein am Drücker und bekam in Minute 69 endlich das ersehnte Tor: Arif Kilicaslan stellte auf 1:0. Der Treffer passte zum Bild eines Spiels, in dem die Heimischen viel investierten. Doch die Freude währte nur kurz. Drei Minuten später glich Florian Germ zum 1:1 aus – Breitenfurt antwortete sofort. Horvath rang um Erklärungen und blieb bei seiner Linie: „Entscheidend war, dass wir sieben, acht Hochkaräter vernebelt haben. Im Grunde genommen waren wir die eindeutig bessere Mannschaft, aber wenn man keine Tore schießt, gewinnt man kein Spiel.“ Höflein suchte weiter die Entscheidung, doch die Gäste wirkten ab diesem Zeitpunkt effizienter und warteten eiskalt auf die nächste Gelegenheit.
Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, traf Halil Erbay in der 90. Minute zum 1:2 – der späte K.o. aus Höfleiner Sicht. Für Horvath lag die Wurzel des Übels klar in ruhenden Bällen: „Breitenfurt hat aus zwei Standardsituationen, bei denen wir zweimal unachtsam waren, zwei Tore erzielt.“ Damit meinte er auch den Ausgleich durch Florian Germ. Bitter, weil die Gastgeber über weite Strecken mehr Spielanteile hatten und Chancen im Überfluss vorfanden. „Wille und Ehrgeiz kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen. Sie haben alles gegeben und ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, sagte Horvath, der die Leistung lobte, aber die Kaltschnäuzigkeit vermisste. So stand am Ende ein Ergebnis, das aus Höfleiner Sicht schwer zu schlucken war.
Auch zum Referee fand der Höflein-Trainer klare Worte – überwiegend positive: „Der Schiedsrichter war grundsätzlich sehr gut, sehr souverän.“ Einen Kritikpunkt hatte er dennoch parat: „Einmal ließ er den Vorteil für uns nicht laufen, da war Kissak schon alleine Richtung Tor. Da hätten wir mit Vorteil eine hundertprozentige Chance bekommen.“ Es blieb beim Ärger über diese Szene, mehr wollte Horvath nicht nachtreten. Die Leistung gegen einen direkten Tabellennachbarn taugt trotz der Niederlage als Mutmacher. Horvath will den Auftritt als Maßstab nehmen: Chancen weiter sauber herausspielen, vor dem Tor entschlossener werden – dann werden sich die Ergebnisse wieder drehen.