Spielberichte

Herbert Bidlo (Sektionsleiter FSV Velm): „Der Elfmeter war der Knackpunkt“

FSV Velm
Siebenhirten/Wien

Der FSV Velm hat in der 19. Runde der 1. Klasse Ost ein Lebenszeichen gesetzt: Gegen den SC Siebenhirten/Wien drehte FSV Velm nach Rot und Rückstand noch ein 3:1 (0:0). Sektionsleiter Herbert Bidlo sprach von einem Sieg des Willens und nannte einen Elfmeter als Knackpunkt. Die Torschützen: Marcel Ebinger, Julian Meister und Serkan Ciftci auf Seiten der Gastgeber, für die Gäste traf Ibrahim Ekinci.

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Unterzahl, Rückstand – und drei Tore: Velm dreht nach der Pause auf

Über 45 Minuten blieb die Partie torlos, zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent: In der 68. Minute sah Stefan Gleich Rot, Velm war plötzlich in Unterzahl. Nur eine Minute später nutzte Ibrahim Ekinci die Situation und brachte Siebenhirten/Wien mit 0:1 voran. Die Antwort der Heimischen ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Marcel Ebinger stellte in Minute 72 auf 1:1, ehe Julian Meister in der 79. Minute das 2:1 nachlegte. Kurz vor Schluss sorgte Serkan Ciftci in der 88. Minute mit dem 3:1 für klare Verhältnisse. Für Sektionsleiter Herbert Bidlo war das Comeback eng mit der Mentalität verbunden: „Unser Kampfgeist war heute mehr als hundert Prozent.“ So holte Velm sich nach dem Nackenschlag und in Unterzahl den Heimsieg.

„Der Elfmeter war der Knackpunkt“ – Bidlo über die Schlüsselszenen

Nach dem Spiel blieb Herbert Bidlo bei einer klaren Deutung der Wendepunkte: „Der Elfmeter war der Knackpunkt.“ Mehr wollte der Sektionsleiter zu dieser Szene nicht nachtragen, hielt aber fest: „Der Elfmeter ist gekommen und später ein weiter Einwurf.“ Für ihn waren es genau diese Momente, die seiner Mannschaft den nötigen Schub gaben, um in Unterzahl nicht nur zurückzukommen, sondern die Partie endgültig auf ihre Seite zu ziehen.

Auch mit dem Unparteiischen war Bidlo zufrieden und vermied jede Schiedsrichterdiskussion: „Der Schiedsrichter war sehr in Ordnung, er hat es auf beiden Seiten fair gehalten.“ Die Botschaft war klar: Schlüsselaktionen genutzt, Haltung bewahrt, Ruhe behalten.

Ballsichere Gäste, starker Wille bei Velm – Bedeutung des 3:1

Im Fazit würdigte Bidlo auch den Gegner: „Siebenhirten war sehr ballsicher, technisch sehr gut.“ Genau deshalb wog der Dreier für Velm doppelt schwer, denn gegen einen spielstarken, sicheren Gegner drehte man das Match trotz Unterzahl und des Schocks nach der Roten Karte für Stefan Gleich.

Der Blick auf die Tabelle zeigt den Rahmen: Laut vorliegenden Tabellenständen nach 19 Spielen hält Siebenhirten/Wien bei 12 Punkten (Rang 13), Velm bei 5 Punkten (Rang 14). Sportlich war es also ein Erfolg gegen einen unmittelbaren Nachbarn im unteren Drittel. Für Velm zählt neben den Toren von Ebinger, Meister und Ciftci vor allem das Gefühl, auch in schwieriger Lage Antworten zu finden – ein Sieg, der Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben kann.

1. Klasse Ost: Velm : Siebenhirten/Wien - 3:1 (0:0)

  • 88
    Serkan Ciftci 3:1
  • 79
    Julian Meister 2:1
  • 72
    Marcel Ebinger 1:1
  • 69
    Ibrahim Ekinci 0:1