In der 1. Klasse Ost hat SC Höflein das Heimspiel gegen SC Reisenberg mit 2:0 gewonnen und damit auch im zweiten Saisonspiel voll angeschrieben. Trainer Ernst Horvath sprach nach der Partie von klaren Spielanteilen über die gesamten neunzig Minuten, ärgerte sich aber gleichzeitig darüber, dass seine Mannschaft den Aufwand lange nicht in Tore ummünzen konnte und sich erst nach der Pause belohnte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Für Horvath war der Spielverlauf von Anfang an klar erkennbar. „Wie auf einer schiefen Ebene eigentlich“, sagte der Trainer und meinte damit, dass der SC Höflein vom Anpfiff weg das aktivere Team war. Er erklärte auch, warum seine Mannschaft die Partie sofort an sich ziehen wollte: „Wir wussten, dass Reisenberg einige Ausfälle hat und dadurch ziemlich geschwächt war. Deshalb haben wir versucht, sie sofort unter Druck zu setzen, und das haben wir über neunzig Minuten durchgezogen.“ Genau dieses Bild bestätigte sich laut Horvath schon in den ersten Minuten. Bereits in der dritten Minute gab es einen Stangenschuss, kurz darauf setzte Andrej Nemec einen Abschluss knapp daneben. Der SC Höflein hatte also früh gute Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht über die Linie. SC Reisenberg stellte sich laut Horvath mit einer stabilen Defensivtaktik dagegen, verteidigte eng und suchte nur phasenweise über Nadelstiche und Konter den Weg nach vorne. So blieb es trotz Überlegenheit und mehrerer Chancen bis zur Pause beim 0:0.
Dass das Spiel nach dem Seitenwechsel noch einmal hätte kippen können, verschwieg Horvath nicht. Er berichtete von einer Großchance des SC Reisenberg kurz nach Wiederbeginn und ordnete diese Szene als wichtigsten Moment des Gegners ein: „Da hätten sie in Führung gehen können. Das haben sie nicht genützt, aber das war ihre einzige Großchance.“ Danach blieb aus seiner Sicht wieder der SC Höflein am Drücker. In der 64. Minute fiel dann endlich das 1:0 durch Andrej Nemec, und genau dieser Treffer war für Horvath der Schlüssel zur Partie. „Ausschlaggebend war das erste Tor“, sagte er, weil der SC Reisenberg danach nicht mehr zulegen konnte. Nur eine Minute später legte Jonathan Hallatschek das 2:0 nach, und damit war das Spiel praktisch entschieden. Horvath formulierte es deutlich: „Das zweite Tor kurz darauf war dann die Entscheidung.“ Aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft die Begegnung da längst im Griff, nur das Ergebnis war davor zu knapp gewesen.
In der Analyse des Trainers lag der stärkste Punkt seiner Mannschaft klar im spielerischen Bereich. „Reisenberg konnte uns spielerisch nicht wirklich fordern“, sagte Horvath. Dadurch sei der SC Höflein sehr ordentlich von hinten herausgekommen und habe den Ball leicht aus der eigenen Hälfte in die gegnerische Hälfte tragen können. Erst im letzten Drittel sei es schwieriger geworden, weil der SC Reisenberg dort sehr eng verteidigte. Trotzdem sieht Horvath auch genau an dieser Stelle noch Luft nach oben. „Das letzte Drittel hätten wir etwas besser bespielen müssen oder können. Das ist uns leider nicht so ganz gelungen“, meinte er. Noch deutlicher wurde er beim Thema Verwertung: „Verbesserungspotenzial gibt es immer, aber heute war eklatant unsere Abschlussschwäche.“ Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil trotz des verdienten Sieges nicht euphorisch, sondern nüchtern aus. Der 2:0-Erfolg gehe „vollkommen in Ordnung“, ein höheres Ergebnis wäre aus seiner Sicht aber möglich gewesen. Positiv strich Horvath abschließend noch hervor, dass es aus seiner Sicht keinerlei Aufregung rund um die Spielleitung gab: „Das war souverän. Ich habe überhaupt keine einzige strittige Szene gesehen.“ Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel steht der SC Höflein nach Runde zwei bei sechs Punkten und hat den Saisonstart damit sauber hingebracht.