In der 1. Klasse Ost musste sich der SC Achau dem SK Breitenfurt mit 1:5 geschlagen geben. Aus Sicht von Achau-Trainer Helmut Vogel lag der Knackpunkt ganz früh in der Partie. Seine Mannschaft verschlief die Anfangsphase, lag sofort 0:2 zurück und machte es dem Tabellenführer in vielen Situationen zu leicht, auch wenn Achau danach phasenweise besser ins Spiel fand.

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Der Spielverlauf war aus Achaus Sicht schnell erklärt, weil Breitenfurt von Beginn an da war und die Gastgeber sofort unter Druck setzte. Michael Germ brachte die Gäste bereits in der 5. Minute mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Florian Germ auf 2:0. Für Vogel war genau das der Punkt, an dem seine Mannschaft die Partie aus der Hand gab. „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Aber wir haben die ersten zwei Tore oder die ersten zehn Minuten verschlafen. Dann ist es gleich 2:0 gestanden“, sagte der Achau-Trainer. Danach habe seine Elf allerdings reagiert. „Dann sind wir munter geworden, sind besser ins Spiel gekommen“, so Vogel, der auch darauf verwies, dass seine Mannschaft vor der Pause noch zu Möglichkeiten kam. Besonders eine Aktion blieb ihm dabei hängen: „Einmal durch Stefan Hackl kurz vor der Pause, das wäre vielleicht der Anschlusstreffer gewesen.“ Weil diese Chance ungenutzt blieb, ging es mit dem 0:2 in die Halbzeit.
Dass Achau am Ende gleich fünf Gegentreffer hinnehmen musste, war für Vogel nicht nur eine Frage der Klasse des Gegners, sondern vor allem eine Frage des eigenen Defensivverhaltens. Seine Aussagen dazu waren deutlich. „Wir machen es dem Gegner einfach viel zu leicht“, meinte er und führte aus, dass seine Mannschaft gerade mit bestimmten Situationen Probleme habe. Vor allem dann, wenn der Gegner mit langen Bällen komme und dabei seine Qualität ausspiele, fehle Achau im Moment die nötige Stabilität. „Das können wir nicht gut genug wegverteidigen. Da sind wir einfach zu billig. So bekommen wir zurzeit die Tore und das müssen wir abstellen“, sagte Vogel. Er schlug dabei auch den Bogen zur neuen Liga und machte keinen Hehl daraus, dass in der 1. Klasse vieles härter bestraft wird als noch davor. „Das ist halt ein Unterschied zwischen zweiter und erster Klasse. So billige Tore und dem Gegner die Tore so einfach zu ermöglichen, das geht einfach nicht.“
Nach der Pause bekam Achau den nächsten Rückschlag, weil Valentin Rumetshofer in der 58. Minute auf 3:0 für Breitenfurt stellte. Auch diese Phase sprach Vogel an, weil seine Mannschaft damit wieder sofort unter Druck geriet. „Wir haben nach der Halbzeit dann gleich wieder das 3:0 bekommen und dann ist es schwierig“, sagte er. Ganz weg war Achau trotzdem noch nicht, denn durch ein Eigentor von Felix Höpler kam der SC in der 67. Minute auf 1:3 heran. Viel Zeit, um daraus noch einmal Hoffnung zu schöpfen, blieb aber nicht. Jakob Stach stellte in der 72. Minute den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, nur zwei Minuten später traf Valentin Rumetshofer mit seinem zweiten Tor des Nachmittags auch noch zum 1:5-Endstand. Vogel hielt seiner Mannschaft zwar zugute, dass sie „eigentlich gekämpft“ habe und nach dem frühen 0:2 besser im Spiel gewesen sei, verwies aber ebenso auf das Problem vor dem gegnerischen Tor: „Wir haben gewisse Situationen, wo wir das eine oder andere Tor machen können. Das machen wir nicht. Und auf dem Niveau ist es dann schon so: Wenn du die Tore nicht machst, ist es gegen so eine kompakte Mannschaft schwierig.“
Dass Breitenfurt nach fünf Runden ganz oben steht, kam für Vogel nach diesem Auftritt nicht überraschend. „Nicht umsonst spielt Breitenfurt ganz oben mit, und das jährlich. Das ist eine gute, kompakte Erste-Klasse-Mannschaft“, sagte er. Den Unterschied sah er in der Qualität und in der Reife des Gegners. „Die individuelle Klasse, die Breitenfurt hat, und dass sie einfach eine kompakte, fertige Mannschaft für die Erste Klasse Ost sind, das war heute klar zu sehen.“ Gleichzeitig stellte der Achau-Coach auch klar, dass es keine Nebenschauplätze gab. „Die Schiedsrichterleistung war gut. Kritische Situationen gab es nicht“, sagte Vogel. Viel wichtiger ist für ihn jetzt ohnehin, wie seine Mannschaft auf diese Niederlage reagiert. Schon die nächste Aufgabe gegen Sportfreunde Berg rückt in den Mittelpunkt. „Da wollen wir wieder punkten“, betonte Vogel. Er verwies darauf, dass Achau gegen direkte Konkurrenten wie Kaltenleutgeben und Zwölfaxing schon angeschrieben habe und nun rasch wieder nach vorne schauen müsse. „Wir haben nicht viel Zeit zum Grübeln. Ich muss schauen, dass die Mannschaft weiterhin alles gibt und dass Ruhe im Verein ist. Das ist jetzt meine Aufgabe, dass ich die Mannschaft wieder nach vorne richte.“