In der 1. Klasse Ost hat SC Höflein am Sonntag SV Zwölfaxing mit 4:0 bezwungen und die Partie schon vor der Pause entschieden. Trainer Ernst Horvath sprach hinterher von einer „sehr, sehr guten ersten Halbzeit“, in der seine Mannschaft das Kommando übernahm, früh traf und den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 4:0 ausbaute. Nach dem Wechsel blieb Höflein kontrolliert und ließ nichts mehr anbrennen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Ernst Horvath musste nach diesem Nachmittag nicht lange nach dem Grund für den klaren Heimsieg suchen. „Wir hatten von Anfang an das Kommando übernommen“, sagte der Höflein-Trainer und beschrieb damit ziemlich genau, wie diese Partie anlief. Schon in der 12. Minute brachte Tarik Yildiz die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur acht Minuten später legte Lukas Brkic das 2:0 nach. Höflein blieb das aktivere Team und zog das Tempo in der Offensive weiter an. In der 36. Minute erhöhte erneut Tarik Yildiz mit seinem zweiten Treffer auf 3:0, ehe Jonathan Hallatschek in der 44. Minute noch vor dem Seitenwechsel das 4:0 folgen ließ. Für Horvath war damit früh klar, wohin das Spiel gehen würde: „Das war eine sehr, sehr gute erste Halbzeit und das war eigentlich schon der Knackpunkt für das Spiel.“
In dieser ersten Hälfte ging es aus Sicht des Trainers nicht nur um die Tore, sondern auch um die Art und Weise. Horvath sprach von einer laufstarken und zielstrebigen Vorstellung nach vorne. „Meine Mannschaft hat dort angeknüpft, wo wir letzte Woche aufgehört haben“, sagte er und meinte damit vor allem die Intensität im Offensivspiel. Vor allem über die Seiten setzte Höflein den Gegner immer wieder unter Druck. „Wir haben Zwölfaxing immer wieder über die Seite bespielt und sind da ziemlich oft durchgekommen“, erklärte Horvath. Speziell Tarik Yildiz und Arif Kilicaslan hob er dabei hervor, durchs Zentrum kamen Andrej Nemec und Jonathan Hallatschek immer wieder zu guten Möglichkeiten. Ganz ohne weitere Chancen blieb es trotz des klaren Pausenstands nicht, denn laut Horvath musste der Zwölfaxinger Tormann noch zwei oder drei gute Situationen entschärfen.
Dass Zwölfaxing nur selten in gefährliche Räume kam, führte der Höflein-Coach vor allem auf das Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball zurück. „Gut funktioniert haben die Phasen nach Ballverlusten. Da haben wir den Gegner sehr schnell unter Druck gesetzt“, sagte Horvath. Nach seiner Einschätzung verzeichneten die Gäste über die gesamte Spielzeit nur eine echte Torchance, die der Höfleiner Tormann hielt. Nach dem Seitenwechsel zog sich Zwölfaxing noch weiter zurück, doch auch das änderte am Verlauf nichts mehr. Höflein blieb ruhig, hatte das Spiel im Griff und ließ den Gegner nicht mehr aufkommen. „Wir haben das die ganze zweite Halbzeit kontrolliert, ohne eine Torchance zuzulassen“, meinte Horvath. So wurde aus dem klaren Pausenstand auch ein ebenso klarer Endstand, ohne dass die Gastgeber noch einmal in Schwierigkeiten gerieten.
Auch den Unterschied zwischen beiden Mannschaften benannte Horvath sehr deutlich. Nach seiner Einschätzung trat Zwölfaxing ersatzgeschwächt an, was sich im Spiel klar bemerkbar machte. „Sie konnten uns nie wirklich gefährden“, sagte der Trainer und fügte noch an: „Wir hatten heute über alle Positionen viel mehr Qualität.“ Diskussionen rund um die Leitung der Partie gab es für ihn kaum. Horvath sprach nur von zwei oder drei unnötig harten Fouls der Gäste, ansonsten sei „alles in Ordnung“ gewesen. Unterm Strich blieb für Höflein ein souveräner 4:0-Heimsieg, der schon in der ersten Halbzeit vorbereitet wurde. Mit zwölf Punkten aus sechs Spielen bleiben die Höfleiner damit vorne dabei, und genau diese erste Hälfte dürfte für Horvath der Maßstab sein, an den seine Mannschaft in den nächsten Runden anknüpfen soll.