In der 1. Klasse Ost hat der ASK Kaltenleutgeben das Heimspiel gegen ASC Götzendorf Oranjezz mit 1:3 verloren. Nach einem schwachen Beginn glich Michael Krutsch zwar noch vor der Pause aus, doch für Trainer Andreas Schön war das 1:2 der entscheidende Moment. Danach lief Kaltenleutgeben lange an, fand gegen den auf Konter ausgerichteten Gegner aber keinen Weg mehr zurück und kassierte in der Nachspielzeit noch das dritte Gegentor.

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Schön machte nach dem Schlusspfiff keinen Bogen um die Anfangsphase seiner Mannschaft. „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben sehr schlecht begonnen“, sagte der Trainer. In dieser Phase geriet Kaltenleutgeben in der 19. Minute in Rückstand, als Zalan Barna Nagy das 0:1 erzielte. Besonders ärgerlich war für Schön, dass diesem Treffer laut seiner Schilderung ein weiter Einwurf vorausging und seine Defensive dabei nicht aufmerksam genug war. Erst nach rund 20 bis 25 Minuten wurde es aus Sicht der Gastgeber besser. Dann fand Kaltenleutgeben mehr ins Spiel, kam zu einer gelungenen Kombination und belohnte sich in der 28. Minute durch Michael Krutsch mit dem 1:1. Damit war die Partie zur Pause wieder offen, auch wenn der Trainer den ersten Abschnitt insgesamt deutlich kritischer beurteilte, als es der Zwischenstand vermuten ließ.
Für Schön lag der Knackpunkt dann unmittelbar nach Wiederbeginn. „Das Gegentor zum 2:1 war der Knackpunkt“, stellte er klar. In der 51. Minute traf erneut Zalan Barna Nagy für Götzendorf, und auch bei diesem Tor ärgerte sich der Kaltenleutgeben-Coach über die Entstehung. Wieder sei ein weiter Einwurf vorausgegangen, dazu sei das Stellungsspiel schlecht gewesen, ehe der Ball platziert im langen Eck landete. Danach änderte sich das Bild. Götzendorf verlegte sich laut Schön aufs Kontern, schlug viele hohe Bälle nach vorne und schaute in erster Linie darauf, kein Gegentor mehr zu bekommen. Kaltenleutgeben war nach einigen Wechseln in der zweiten Halbzeit zwar feldüberlegen und drückte auf das 2:2, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Stattdessen machte Emre Erkus in der 93. Minute mit dem 1:3 alles klar, nachdem die Heimischen bis zuletzt auf ihre Chance gehofft hatten.
Am deutlichsten wurde Schön in seiner Analyse der eigenen Leistung. „Es hat die Kompaktheit gefehlt. Wir waren lauter Einzelkämpfer“, sagte er, und damit war die Richtung seiner Bewertung klar. Der Trainer war überzeugt, dass gegen diesen Gegner mehr möglich gewesen wäre. „Götzendorf wäre schlagbar gewesen. Es war sicher mehr drinnen als eine Niederlage“, meinte er, verwies dabei aber auch auf die ausgelassenen Möglichkeiten vor und nach der Pause. Trotzdem wollte er nichts beschönigen. „In der Summe war es eine verdiente Niederlage, weil wir kämpferisch zu wenig gebracht haben. Die erste Halbzeit war grottenschlecht.“ Den Gegner überraschte Kaltenleutgeben nicht, vielmehr machte man es ihm nach Schöns Ansicht in den entscheidenden Situationen selbst zu leicht. Entlastung von außen suchte der Trainer nicht. „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen in Ordnung. Wir sind selbst schuld an der Niederlage, sie war absolut vermeidbar.“ Für Kaltenleutgeben geht es nach dieser 1:3-Heimniederlage also vor allem darum, wieder geschlossener aufzutreten und die eigenen guten Phasen konsequenter zu nützen.