Spielberichte

Nach einer Stunde kippte das Spiel: "Das 1:1 war leider der Knackpunkt"

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Sportfreunde Berg
Göttlesbrunn - Arbesthal

In der 1. Klasse Ost sahen die Sportfreunde Berg gegen SC Göttlesbrunn - Arbesthal lange wie ein möglicher Punktgewinner aus, standen am Ende aber mit einer 1:3-Heimniederlage da. Berg verteidigte laut Trainer Horst Winkler rund eine Stunde sehr ordentlich und führte zur Pause sogar 1:0. Für den Coach lag der Wendepunkt klar im Ausgleich, danach drehte der spielerisch stärkere Gast die Partie doch noch.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bergs Plan geht lange auf

Dass Berg am Ende leer ausging, war aus Sicht der Gastgeber vor allem deshalb bitter, weil der Matchplan zunächst genau so aussah, wie ihn sich Horst Winkler vorgestellt hatte. Nach zuletzt acht Gegentoren in zwei Spielen wollte seine Mannschaft vor allem hinten sicher stehen, und das gelang über weite Strecken auch. "Wir waren in der Abwehr eine Stunde sehr gut, haben gut verteidigt und den Gegner zu nicht vielen Chancen kommen lassen", sagte der Berg-Trainer. Nach 28 Minuten gingen die Hausherren sogar in Führung, als Marian Timm das 1:0 erzielte. Winkler ordnete diesen Treffer ehrlich ein: "Wir sind in der ersten Halbzeit glücklich in Führung gegangen, durch einen Tormannfehler von Göttlesbrunn." Weil Berg bis zur Pause kompakt blieb und wenig zuließ, nahm die Heimelf diesen Vorsprung auch mit in die Kabine.

Der Ausgleich bringt das Spiel zum Kippen

Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Gäste aber immer größer, und genau diese Phase sprach Winkler nach dem Schlusspfiff deutlich an. "Bis zur 60. Minute haben wir das ganz gut gemacht. Der Druck ist immer größer geworden von Göttlesbrunn", so der Trainer. Kurz vor der Stundenmarke fiel dann das 1:1 durch Moritz Messermayer, und genau dieses Tor sah Winkler als entscheidenden Moment. "Das 1:1 war leider der Knackpunkt. Wir waren nicht aufmerksam genug in der Abwehr, ein Pass in die Mitte ist durchgekommen, und bei der zweiten Stange waren wir nicht aufmerksam genug." Trotz der Gegentore wollte der Coach seiner Mannschaft dabei nicht jede Gegenwehr absprechen, zumal auch Bergs Tormann stark hielt. "Unser Tormann hat wirklich gut gehalten und zwei, drei Top-Chancen von ihnen gehalten", betonte Winkler, räumte aber gleichzeitig ein: "Göttlesbrunn war spielerisch besser und hatte auch mehr Torchancen."

Fehler in den entscheidenden Momenten werden bestraft

In der Schlussphase brachte Berg den möglichen Punkt dann nicht mehr über die Zeit, obwohl lange zumindest ein Zähler in Reichweite schien. In der 84. Minute traf Tobias Puchinger zum 1:2, nachdem Berg laut Winkler bei einem Ball in die Tiefe nicht gut gestanden war. "Das war ein Stellungsfehler", sagte der Trainer klar. Weil die Heimelf danach alles nach vorne warf, fiel in der Nachspielzeit auch noch das 1:3 durch Manuel Brunnthaler. Für Winkler änderte dieses Tor am Gesamteindruck aber wenig: "Das dritte Tor war eigentlich egal, weil wir schon alles nach vorne geschmissen haben." Noch mehr beschäftigte ihn, warum Berg nach vorne zu wenig Durchschlagskraft entwickelte. "Die Umschaltmomente waren nicht sehr gut, da waren wir sehr fehleranfällig. Die Passgenauigkeit war nicht gut, und nach vorne waren wir nicht durchschlagskräftig genug." So bleibt für Berg nach der neunten Runde in erster Linie die Erkenntnis, dass die Ordnung über 60 Minuten ordentlich war, die Fehler danach aber zu viel kosteten. Göttlesbrunn festigte mit dem Auswärtssieg den Platz im oberen Bereich, während Berg weiter bei sechs Punkten bleibt.

1. Klasse Ost: Berg : Göttlesbrunn - Arbesthal - 1:3 (1:0)

  • 94
    Manuel Brunnthaler 1:3
  • 84
    Tobias Puchinger 1:2
  • 57
    Moritz Messermayer 1:1
  • 28
    Marian Timm 1:0