In der 1. Klasse Ost kamen die ASC Götzendorf Oranjezz gegen die Sportfreunde Berg früh auf Kurs und setzten sich am Ende klar mit 7:1 durch. Berg-Trainer Horst Winkler machte nach dem Schlusspfiff vor allem die Anfangsphase für die deutliche Niederlage verantwortlich. „Die ersten zehn Minuten“, sagte er, „damit war der Matchplan für den heutigen Tag erledigt.“

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Schon in der 4. Minute brachte Soma Lörinczy die Gastgeber mit 1:0 in Führung, in der 12. Minute legte Marcel Lücke das 2:0 nach. Aus Sicht von Berg war das der denkbar schlechteste Start in einen ohnehin schwierigen Auswärtsabend. Winkler ließ nach dem Spiel keinen Zweifel daran, wo für ihn der Knackpunkt lag. „Die ersten zehn Minuten. Vierte Minute 1:0, kurz danach das 2:0. Damit ist der Matchplan, den du vor dem Spiel ausgibst, in taktischer Hinsicht über den Haufen geworfen worden“, sagte der Trainer. Entsprechend deutlich fiel auch seine Gesamtbewertung aus. „Schlechtes Spiel von uns. Defensiv gar keine Ordnung, defensiv zu löchrig. Alles war einfach zu wenig.“ Zwar verkürzte Sebastian Neufelner in der 26. Minute auf 2:1 und brachte Berg damit zumindest kurz wieder heran, wirklich Ruhe kam damit aber nicht ins Spiel der Gäste. Noch vor der Pause erhöhten Martin Damhoesl in der 40. Minute und Nikola Vucetic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 4:1. Für Winkler war die Partie damit schon zur Halbzeit praktisch entschieden: „Mit dem 4:1 zur Halbzeit war das Spiel schon erledigt.“
Die vier Gegentreffer vor der Pause ordnete Winkler nicht als unglückliche Einzelmomente ein, sondern als wiederkehrendes Muster über weite Strecken der Partie. „Die ersten vier Tore in der ersten Halbzeit waren alle vier gleich zu einfach, hinten nicht konsequent genug“, erklärte er. Vor allem der Raum, den seine Mannschaft dem Gegner ließ, störte ihn. „Der Gegner hat zu viel Raum, zu viel Platz gehabt und die Tore einfach billig bekommen.“ Dass Götzendorf an diesem Abend offensiv stark auftrat, sprach der Berg-Coach dabei ausdrücklich an. „Der Gegner war in der Offensive sehr präsent, sehr beweglich, gut“, sagte Winkler. Nach dem Seitenwechsel zog Götzendorf dann endgültig davon. Lörinczy traf in der 55. und 64. Minute noch zweimal und schnürte damit seinen Dreierpack, ehe Zalan Barna Nagy in der 74. Minute den 7:1-Endstand herstellte. Ganz ohne Möglichkeiten blieb Berg laut Winkler dennoch nicht. Er erinnerte an „zwei, drei gute Chancen“ und sprach in der zweiten Halbzeit sogar von „zwei Tausendprozentigen“. Auch nach dem 2:1 habe es noch die eine oder andere Möglichkeit gegeben. Nur half das alles nichts, weil die Gäste hinten nie stabil wurden. „Wenn du hinten so billige Tore kriegst, dann wird’s schwer“, brachte es Winkler auf den Punkt.
Winkler suchte nach dem Spiel keine billigen Erklärungen außerhalb der eigenen Leistung, auch wenn er mit zwei Entscheidungen in der Anfangsphase nicht einverstanden war. Beim ersten und zweiten Gegentor habe er Abseitsstellungen gesehen. „Da habe ich schon mit dem Schiedsrichter gehadert“, sagte er. Gleichzeitig wollte er daraus aber ausdrücklich keinen Hauptgrund machen. „Bei 7:1 auf den Schiedsrichter auszureden, ist zu einfach.“ Genau dieser nüchterne Ton zog sich durch sein gesamtes Fazit. Viel Positives wollte er nach so einem Abend gar nicht erst konstruieren. „An dem Tag hat es nicht viel Positives gegeben. Wenn du 7:1 verlierst, ist es schwer, etwas Positives zu finden“, meinte der Trainer offen. Damit bleibt für Berg vor allem die Erkenntnis, dass die Partie in Götzendorf sehr früh aus der Hand glitt und die fehlende Ordnung in der Defensive den Ausschlag gab. In der Tabelle stehen die Sportfreunde nach zwölf Spielen weiter bei neun Punkten auf Rang 13, während Götzendorf mit nun 20 Zählern auf Platz sechs klettert.