In der 1. Klasse Ost hat der SV Hundsheim gegen den SC Leopoldsdorf mit 1:4 verloren, und aus Sicht von Leopoldsdorf-Trainer Kurt Jusits war der Grund für den klaren Auswärtssieg schnell zu erkennen. Leopoldsdorf habe die Partie von Beginn an in den Griff bekommen, sehr konzentriert gespielt und sich mit präzisen Abschlüssen früh abgesetzt. Schon zur Pause stand es 0:2, am Ende wurde aus dieser Überlegenheit ein klarer Auswärtssieg, den Jusits als eine der besseren Leistungen seines Teams in diesem Herbst einordnete.

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Für Jusits war der Grundstein schon in der Anfangsphase gelegt. "Wir waren heute sehr konzentriert und fokussiert, haben das Kommando von Start weg übernommen", sagte der Trainer. Auf dem Platz war das früh zu sehen. Philip Sikora brachte Leopoldsdorf in der 12. Minute mit 1:0 in Führung, drei Minuten später legte derselbe Spieler schon das 2:0 nach. Damit hatten die Gäste genau den Start, den sie sich vorgestellt hatten. Jusits sprach von einer verdienten Pausenführung und machte auch klar, dass aus seiner Sicht noch mehr möglich gewesen wäre: "Wir haben den Gegner eingeschnürt, unter Druck gesetzt und uns eine 2:0-Pausenführung herausgespielt, die sogar hätte höher ausfallen können." Dass Hundsheim laut Jusits mehrere Ausfälle zu verkraften hatte, erwähnte er zwar, noch wichtiger war ihm aber die eigene Leistung. Gerade in der ersten Hälfte habe seine Mannschaft sehr klar gespielt, den Gegner früh unter Stress gesetzt und kaum etwas zugelassen.
Nach der Pause blieb das Bild zunächst ähnlich, und Leopoldsdorf ließ nicht nach. In der 55. Minute erhöhte wieder Philip Sikora auf 3:0 und schnürte damit seinen Dreierpack. Genau diese Konsequenz vor dem Tor hob Jusits nach dem Spiel besonders hervor. "Wir haben vorne sehr präzise gespielt und waren im Abschluss sehr genau", sagte er. Hundsheim kam durch Mario Kopsa in der 59. Minute zwar noch auf 1:3 heran, doch wirklich Spannung kam aus Sicht des Leopoldsdorf-Trainers nicht mehr auf. Er hatte schon deutlich früher gespürt, dass das Spiel in die richtige Richtung läuft: "Nach dem 2:0 haben wir total vor Selbstvertrauen gestrotzt." Weil die Gastgeber danach offensiver werden mussten, boten sich mehr Räume. Diese nutzte Leopoldsdorf in der 72. Minute durch Dino Ribic zum 4:1 und brachte den Auswärtssieg damit endgültig sicher ins Ziel. Jusits sprach danach von einem "ungefährdeten 4:1-Auswärtssieg" und lobte ausdrücklich auch den Dreifach-Torschützen Sikora.
So klar das Ergebnis am Ende war, Jusits legte nach dem Schlusspfiff großen Wert darauf, den Sieg nicht nur an den vier Treffern festzumachen. Aus seiner Sicht lag die größte Stärke seiner Mannschaft im gemeinsamen Arbeiten gegen den Ball. "Wir haben gemeinsam sehr strukturiert gepresst, den Gegner in Stress versetzt und schnelle Balleroberungen gehabt", erklärte er. Dazu kam eine Defensive, die er besonders hervorhob. "Schwarz, Ribic und Schekulin, das war eine Bombenabwehr heute", sagte der Trainer und verteilte damit ein Sonderlob an Lukas Schwarz, Dino Ribic und Julian Schekulin. Hundsheim habe laut Jusits in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff gefunden und sich keine Torchance herausgespielt, weil Leopoldsdorf sehr aggressiv, laufstark und klar nach vorne gespielt habe. Der Coach wollte den Auftritt deshalb ausdrücklich als Mannschaftsleistung verstanden wissen. "Das große Lob gehört der ganzen Mannschaft, weil sie als Team und als Einheit aufgetreten ist", sagte er.
Trotz des deutlichen Sieges beließ es der Leopoldsdorf-Trainer nicht bei Schulterklopfern. Er sieht in mehreren Bereichen noch Verbesserungsbedarf, gerade mit Blick auf stärkere Gegner in den kommenden Runden. "Beim Herausspielen der Torchancen müssen wir präziser sein und schneller in die Tiefe kommen", sagte Jusits. Vor allem das Pressing müsse noch konsequenter als Verbund funktionieren. "Es reicht schon, wenn einer nicht mitpresst, dann hat der Gegner die Möglichkeit, sich aus diesem Pressing zu befreien", erklärte er. Zum Gesamtbild des Nachmittags gehörte für ihn aber auch, dass die Partie fair blieb und ohne strittige Szenen auskam. Den Schiedsrichter bezeichnete Jusits als "mehr als souverän" und sprach sogar von der besten Schiedsrichterleistung, die er in dieser Saison bisher gesehen habe. Unter dem Strich steht für Leopoldsdorf nicht nur ein klarer 4:1-Erfolg, sondern auch die Fortsetzung einer guten Phase. "Es ist eine schöne Serie", sagte Jusits, der seiner gesamten Mannschaft am Ende noch einmal ausdrücklich Respekt und Anerkennung aussprach.