In der 1. Klasse Süd feierte der SC Berndorf gegen den SK Raika Wiesmath einen 2:0-Heimsieg. Doppeltorschütze Abdullah Dzafo traf in Minute 25 und 69, zur Pause stand es 1:0. Wiesmath-Coach David Witteveen sprach anschließend von einer verdienten Niederlage: „Berndorf war dynamischer und wollte den Sieg mehr.“ Die Gäste verpassten damit den erhofften ersten Frühjahrssieg und mussten anerkennen, dass der Gegner an diesem Tag mehr Durchschlagskraft und Willen zeigte.

Foto von Mick Haupt auf Unsplash
Berndorf kam besser in die Partie und hatte früh mehr vom Spiel – so schilderte es zumindest Gästecoach David Witteveen. „Berndorf war von Anfang an besser als wir. Sie waren dynamischer, hatten mehr Ehrgeiz und mehr Siegeswillen“, sagte der Wiesmath-Trainer und fügte nüchtern an: „Deshalb haben sie klar gewonnen.“ In der 25. Minute stellte Abdullah Dzafo auf 1:0, ein Vorsprung, der dem Spielverlauf entsprach und bis zur Pause hielt. „Es gab keinen entscheidenden Moment, es war verdient“, so Witteveen weiter. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Berndorf das aktivere Team, während Wiesmath lange auf den einen Befreiungsschlag hoffte, der an diesem Nachmittag einfach nicht gelingen wollte.
Die beiden Treffer konnte Witteveen präzise einordnen. Zum 1:0 sagte er: „Das erste Tor war gut gemacht. Nach einem Abpraller nimmt er den Volley – den trifft nicht jeder so.“ Das 2:0 fiel in der 69. Minute, als Wiesmath alles auf den Anschlusstreffer setzte. „Das zweite Tor entstand aus einem Konter, weil wir auf das 1:1 gegangen sind. Da war die Verteidigung dann nicht mehr so vorhanden“, erklärte der Coach. Es passte zu einem Nachmittag, an dem der Plan der Gäste nicht griff. „Wir wollten selbstbewusst auftreten, das Spiel in die Hand nehmen und den Ton angeben. Es war aber das Gegenteil. Berndorf hat den Ton angegeben und uns dominiert. Mehr Ballbesitz wollten wir – den hatte am Ende der Gegner“, sagte Witteveen selbstkritisch.
Aus Sicht des Wiesmath-Trainers lag der größte Unterschied in der Haltung und im Arbeitspensum. „Sie wollten den Sieg eindeutig mehr. Sie waren viel lauffreudiger und kampffreudiger“, fasste Witteveen zusammen. Diskussionsstoff gab es kaum: „Es gab keine Situationen, und der Schiedsrichter war in Ordnung.“ In der Tabelle hält Wiesmath nach 17 Spielen bei 25 Punkten, Berndorf nach 18 Runden bei 23. Der Frust beim Coach war dennoch greifbar: „Ich bin sehr enttäuscht über dieses Spiel. Wir wollten uns wirklich den ersten Sieg in diesem Frühjahr holen, und es hat nichts funktioniert.“ Für Wiesmath geht es nun darum, die Lehren aus diesem Auswärtsspiel zu ziehen und im nächsten Auftritt wieder mutiger und griffiger aufzutreten.