Spielberichte

Mario Heissenberger (Sektionsleiter SC Zöbern): Das 1:0 und 3:1 waren entscheidend

SC Zöbern
Oberwaltersdorf

Ein Start nach Maß und ein kühler Kopf in der Schlussphase: In der 1. Klasse Süd feierte der SIVAG SC Zöbern gegen den ASK Oberwaltersdorf einen klaren 4:1-Heimsieg. Sektionsleiter Mario Heissenberger sprach von einem verdienten Erfolg, auch wenn das Ergebnis „vielleicht um ein Tor zu hoch“ ausgefallen sei. Der frühe Führungstreffer und das späte 3:1 waren die Schlüsselmomente eines Abends, an dem Zöbern hinten stabil blieb, vorne öfter zielstrebig wurde und sich für die besseren Chancen belohnte.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

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Blitzstart und Zöberner Effizienz vor der Pause

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Bereits in Minute 1 nutzte Bence Jozsef Reizinger einen Fehlpass der Gäste, setzte sich durch und schob aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 1:0 ein. „Wir konnten gleich den ersten Fehler der Oberwaltersdorfer ausnützen und sind in der ersten Minute in Führung gegangen“, schilderte Heissenberger den Auftakt. Danach hatte Oberwaltersdorf phasenweise mehr Ballbesitz, Zöbern blieb aber gefährlicher. „Die größeren Chancen haben wir gehabt“, meinte der Sektionsleiter. Kurz vor der Pause legte Reizinger nach: In der 39. Minute fiel das 2:0, nachdem der Torhüter einen Ball nicht festhalten konnte und Zöbern eiskalt abstaubte. „Das war eine schöne Aktion“, so Heissenberger. Der Anschluss kam prompt: Nikola Frljuzec traf in der 43. Minute zum 2:1. „Kurz vor der Pause ein Tor zu bekommen, ist natürlich nicht gut“, ärgerte sich Heissenberger, „aber insgesamt sind wir ruhig geblieben.“

Mehr Ballbesitz für die Gäste – Zöbern verteidigt hoch diszipliniert

Nach dem Seitenwechsel schob Oberwaltersdorf an und suchte konsequent den Ausgleich. „Sie hatten um einiges mehr Ballbesitz als wir“, bestätigte Heissenberger. Die Gäste versuchten es oft mit hohen Bällen, doch Zöbern stand kompakt. „Oberwaltersdorf hat fast nur mit hohen Bällen agiert, die wir hinten sehr gut wegverteidigen konnten“, erklärte er und hielt fest: „Insgesamt hatten sie keine wirklich klare Chance auf den Ausgleich.“ Offensiv eröffnete sich den Hausherren immer wieder Raum zum Kontern, doch der letzte Pass saß nicht immer. „Wir haben die eine oder andere Kontermöglichkeit nicht ausgenützt und durch Fehler im Abspiel gute Chancen vergeben. Da müssen wir konsequenter werden“, so der Sektionsleiter selbstkritisch. Als die Partie zu kippen drohte, setzten die Zöberner den entscheidenden Stich.

Standard entscheidet: Reizinger schnürt den Dreierpack, Spanring setzt das Finale

Die Vorentscheidung fiel in der 83. Minute – und wieder hieß der Torschütze Bence Jozsef Reizinger. „Das 3:1 war nach einem Eckball, den sie nicht klären konnten. Bence konnte aus kurzer Distanz einschießen“, beschrieb Heissenberger die Szene, die laut ihm „mehr oder weniger den Deckel drauf“ machte. Das passte zu seiner Einschätzung vom Spielverlauf: „Das 1:0 in der ersten Minute hat uns in die Karten gespielt, und das 3:1 war entscheidend.“ Zöbern blieb am Drücker, spielte die Schlussphase abgeklärt und legte noch einmal nach. Christopher Spanring traf in der 88. Minute zum 4:1 und machte den Heimsieg endgültig deutlich. Damit war der Heimsieg klar: Der Gastgeber nutzte seine besten Momente, die Gäste blieben trotz viel Ballbesitz zu harmlos.

Defensive als Basis, Lob für Luef – und ein nüchterner Blick auf den Schiri

In seiner Analyse hob Heissenberger vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor: „Sehr gut funktioniert hat die Defensivarbeit des gesamten Teams.“ Auch nach vorne fand Zöbern häufig den Weg über das Mittelfeld in die Spitze: „Das Zusammenspiel vom Mittelfeld auf unseren Stürmer hat sehr gut funktioniert.“ Personell gab es ein Sonderlob: „Ich möchte unseren Stürmer und die Defensivabteilung hervorheben. Besonders Patrick Luef zeigt in den letzten Wochen sehr gute Leistungen.“ Luft nach oben sah er bei der Chancenverwertung und der Genauigkeit im Umschalten: „In manchen Situationen waren wir zu hektisch und haben Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung gemacht.“ Zum Gegner meinte er: „Spielerisch konnten sie mich nicht überzeugen. Wir haben sie zu hohen Bällen gezwungen.“ Und zum Referee fiel das Fazit sachlich aus: „Es gab ein paar knappe Abseitsentscheidungen gegen uns, aber insgesamt war die Leistung in Ordnung. Ohne zwei Linienrichter ist das oft schwer zu sehen.“

Wichtiger Dreier für Zöbern – Ausblick nach dem Befreiungsschlag

Unterm Strich stand ein klarer 4:1-Erfolg, den Heissenberger einordnet: „Aus meiner Sicht ist der Sieg verdient. Vielleicht ist er um ein Tor zu hoch ausgefallen, aber insgesamt ein wichtiger Sieg für den SC Zöbern.“ Laut der aktuellen Ligaportal-Tabelle hält Zöbern nach 18 Runden bei 15 Punkten und rangiert auf Platz 13, Oberwaltersdorf hält bei 23 Zählern. Die Marschroute für die kommenden Wochen ist damit gesetzt: defensiv weiter so stabil auftreten, die Umschaltsituationen sauberer ausspielen und die Effizienz aus den Standardmomenten bewahren. Gelingt das, dürfte der Schwung aus diesem Abend nachhallen – und die nötigen Punkte bringen.

1. Klasse Süd: Zöbern : Oberwaltersdorf - 4:1 (2:1)

  • 88
    Christopher Spanring 4:1
  • 83
    Bence Jozsef Reizinger 3:1
  • 43
    Nikola Frljuzec 2:1
  • 39
    Bence Jozsef Reizinger 2:0
  • 1
    Bence Jozsef Reizinger 1:0