Spielberichte

David Witteveen (Trainer SK Raika Wiesmath): „Das sind zwei verlorene Punkte“

SK Wiesmath
SC Zöbern

Ein intensives Remis in der 1. Klasse Süd: Der SK Raika Wiesmath und der SIVAG SC Zöbern trennten sich 1:1. Die Gäste lagen durch Bence Jozsef Reizinger früh voran (10.), ehe Andras Stieber in Minute 90 ausglich – zur Pause hatte es 0:1 gestanden. Für Wiesmath-Coach David Witteveen fühlte sich das Ergebnis trotz später Erlösung unbefriedigend an: „Wir haben klar dominiert – das sind zwei verlorene Punkte.“ Seine Mannschaft haderte einmal mehr mit der Chancenverwertung und ließ zahlreiche Gelegenheiten ungenützt.

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

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Früher Stich von Zöbern, Wiesmath bestimmt das Geschehen

Es war ein Start nach Maß für die Gäste: Schon in der 10. Minute traf Bence Jozsef Reizinger zum 0:1. Am Grundmuster der Partie änderte das wenig. Wiesmath hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest und suchte geduldig den Weg in den Strafraum. David Witteveen brachte es auf den Punkt: „Das war von uns ein gutes Spiel. Wir haben das Spiel klar dominiert und uns viele Chancen herausgespielt. Der Gegner hatte eine Torchance und macht daraus das Tor.“ Dass es zur Pause dennoch 0:1 stand (45.), passte zur Gemütslage der Heimischen: Viele Ansätze, viel Druck – aber kein zählbarer Ertrag bis zum Seitenwechsel.

Viele Chancen, wenig Ertrag – und Ärger über den Standard

Nach der Pause blieb Wiesmath am Drücker. „Wir waren klar feldüberlegen, haben uns Chancen für zwei, drei Spiele erarbeitet“, sagte Witteveen und ärgerte sich über das bekannte Manko: „Unsere Chancenauswertung ist noch immer zu schlecht. Zwei Stangenschüsse und mehrere Kopfbälle – der Ball wollte einfach nicht ins Tor.“

Den Gegentreffer sah er kritisch: „Hinten waren wir nicht kompromisslos genug. Statt den Ball wegzuschießen, konnten sie nach einem Standard noch einmal in den Sechzehner bringen und treffen.“ Vorausgegangen sei aus seiner Sicht ein nicht gegebenes Foul, gleichzeitig betonte er: „Es gab keine strittige Szenen, insgesamt war die Schiedsrichterleistung in Ordnung.“ Auffällig war für ihn zudem der Ansatz der Gäste: „Überrascht hat mich, wie defensiv sie gespielt haben.“ Sein Team antwortete mit viel Tempo und Druck, suchte konsequent den Abschluss – nur der Lohn ließ lange auf sich warten.

Später Stieber-Ausgleich und ein selbstbewusster Ausblick

Die ersehnte Belohnung kam ganz spät. In der 90. Minute erzielte Andras Stieber den Ausgleich zum 1:1 und rettete Wiesmath zumindest einen Punkt. Am grundsätzlichen Fazit änderte das für den Trainer wenig: „Nach diesem Spielverlauf sind das zwei verlorene Punkte – wir hätten uns den Sieg verdient.“

Gleichzeitig hob Witteveen den Auftritt seiner Mannschaft hervor: „Der Teamgeist war top. Wir haben mit viel Herz gespielt und phasenweise richtiges Powerplay gezeigt.“ In der Tabelle liegt Wiesmath aktuell auf Rang 7, Zöbern hält Platz 13 – das Remis hilft den Gästen im Kampf um wichtige Zähler, während Wiesmath das obere Mittelfeld festigt. Der Blick des Coaches geht nach vorne: „Wenn wir so auftreten, werden wir über kurz oder lang die drei Punkte holen.“

1. Klasse Süd: Wiesmath : Zöbern - 1:1 (0:1)

  • 90
    Andras Stieber 1:1
  • 10
    Bence Jozsef Reizinger 0:1