In der 1. Klasse Süd hat sich der USC Wampersdorf am Sonntag mit dem SV Weikersdorf 1:1 getrennt. Die Gäste liefen früh einem Rückstand hinterher, steigerten sich nach der Pause deutlich und kamen durch Michael Kneißl noch zum Ausgleich. Trainer Wolfgang Hatzl fand danach einen klaren Grund dafür, warum es trotz klar besserer zweiter Hälfte nicht mehr wurde: „Nach vorne hat uns ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt.“

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Genau diese fehlende Durchschlagskraft war für Hatzl aber nicht das einzige Thema. Vielmehr sah der Weikersdorf-Trainer die Wurzel des zähen Nachmittags schon in der Anfangsphase. „Wir haben die erste Viertelstunde nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte er. Seine Mannschaft wollte aktiv auftreten und vorne Druck machen, bekam das in den ersten Minuten aber nicht auf den Platz. In der 11. Minute nutzte Wampersdorf das aus und ging durch Marcel Mottl 1:0 in Führung. Hatzl sprach von einer „denkbar schlechten“ Arbeit gegen den Ball und davon, dass auch die Kette hinten nicht gut gestanden sei. Danach gab es zwar ein kurzes Aufflackern, als zunächst ein Stanglpass von Marco Dominkus nicht verwertet wurde und wenig später ein Kopfball von Maximilian Rottensteiner daneben ging. Insgesamt tat sich Weikersdorf aber schwer und musste bei Kontern sogar aufpassen, dass der Rückstand nicht noch höher wurde.
Zur Pause stellte Weikersdorf etwas um, und dieser Eingriff war im Spiel deutlich zu sehen. Die Gäste kamen besser hinein, hatten nun mehr vom Spiel und drückten Wampersdorf über weite Strecken in die eigene Hälfte. Hatzl sprach davon, dass seine Mannschaft die zweite Halbzeit „eigentlich eindeutig dominiert“ habe. Was fehlte, war aber die letzte Konsequenz vor dem Tor. In der 61. Minute ging ein Kopfball von Marco Feyertag nach einem Eckball daneben. Drei Minuten später setzte sich Marco Dominkus in einer schönen Einzelaktion durch, scheiterte aber am Wampersdorfer Tormann, und auch der Abpraller brachte nichts ein, weil Maximilian Rottensteiner noch einen Gegenspieler anschoss. Erst in der 78. Minute fiel der verdiente Ausgleich: Rottensteiner brachte den Ball von rechts zur Mitte, Michael Kneißl setzte den Kopfball überlegt zum 1:1 ins Tor. In der Schlussphase blieb Weikersdorf am Drücker, kam aber nur noch zu einer richtig guten Möglichkeit, als Dominkus rechts durch war und aus spitzem Winkel am Tormann scheiterte.
Dass es am Ende bei diesem 1:1 blieb, ordnete Hatzl nüchtern ein. „In Summe gesehen denke ich, dass das Unentschieden in Ordnung geht“, meinte der Trainer, weil auch Wampersdorf mit seinem Konterspiel immer wieder gefährlich blieb und Weikersdorf nach vorne zu wenig Ideen und Wucht hatte. Den Ausgleich habe sich seine Mannschaft verdient, mehr aber nicht zwingend. Positiv hob Hatzl hervor, dass sein Team trotz eines schwachen Tages bis zum Schluss gearbeitet habe: „Obwohl uns wirklich nicht viel gelungen ist und wir keinen guten Tag hatten, haben wir trotzdem bis zum Schluss versucht, erst den Ausgleich und dann vielleicht noch den Siegestreffer zu erzielen.“ Über den Gegner sagte er, Wampersdorf habe sehr kampfkräftig gespielt, nach dem frühen 1:0 gut verteidigt und nur wenige Räume zugelassen. Eine strittige Handspielszene in der Schlussphase sah Hatzl zwar als „klare Elfmetersituation“, insgesamt bezeichnete er den Schiedsrichter aber als relativ unauffällig. Für Weikersdorf steht damit nach fünf Runden ein weiterer Punkt zu Buche, auch wenn nach der starken zweiten Hälfte mehr drin schien.