Spielberichte

"Wenn wir da das 1:1 machen, kann das Spiel kippen" – Pfaffstätten lässt gegen Trumau die große Chance liegen

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Pfaffstätten
ASK Trumau

In der 1. Klasse Süd musste sich der SC Pfaffstätten dem ASK Trumau mit 1:2 geschlagen geben. Für Trainer Thomas Markytan lag der Knackpunkt nicht nur im frühen Rückstand, sondern vor allem in der Phase direkt nach der Pause, als der mögliche Ausgleich ausblieb. Weil Trumau seine spielerische Qualität in den entscheidenden Momenten besser einbrachte, blieb Pfaffstätten trotz später Reaktion ohne Zählbares.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Trumau kommt besser hinein, Pfaffstätten bleibt aber im Spiel

Thomas Markytan ordnete die Partie sehr klar ein und begann dabei mit den ersten Minuten, in denen seine Mannschaft aus seiner Sicht große Probleme hatte. "In den ersten 20 Minuten war Trumau klar stärker und hätte höher führen müssen", sagte der Pfaffstätten-Trainer. Dass es trotzdem lange nur beim knappen Rückstand blieb, wertete er als glücklichen Umstand für seine Mannschaft. "Da hatten wir Glück, dass sie die klaren Torchancen nicht verwertet haben. Damit sind wir noch im Spiel gewesen." Tatsächlich lag Pfaffstätten schon in der 9. Minute zurück, als Fabio Zimmermann das 0:1 für die Gäste erzielte. Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber: Markytan sah in diesem Treffer bereits eine richtungsweisende Szene, weil Trumau nach einem Pfaffstättner Corner den Ball abfing und den Konter laut Trainer "mit drei Pässen" sauber zu Ende spielte. Danach kam der SC zwar besser hinein, doch im Abschluss fehlte die nötige Konsequenz. "Wir sind dann besser in das Spiel zurückgekommen und hätten durchaus den einen oder anderen Treffer erzielen können, aber haben leider das Tor nicht gemacht", so Markytan über eine Phase, in der sich seine Mannschaft zwar stabilisierte, den 0:1-Pausenstand aber nicht mehr korrigieren konnte.

Die Szene nach der Pause bleibt hängen

Nach dem Seitenwechsel wollte Pfaffstätten spürbar mehr, und auch das bestätigte der Trainer im Rückblick. "Nach der Pause wollten wir mehr und haben das auch besser auf den Platz gebracht", sagte Markytan. Gerade deshalb ärgerte ihn die Schlüsselszene kurz nach Wiederbeginn besonders. Martin Staudinger kam am Elfmeterpunkt völlig frei zum Ball, setzte diese große Möglichkeit aber über das Tor. Für den Pfaffstätten-Coach war das der Moment, an dem die Partie hätte kippen können. "Wenn wir da das 1:1 machen, bin ich mir sicher, dass das Spiel auch in eine andere Richtung kippen kann." Statt des Ausgleichs folgte wenig später der nächste Rückschlag. In der 59. Minute erhöhte Moritz Neumahr auf 0:2, wobei Markytan von "Abstimmungsproblemen in der Abwehr" nach einem Corner sprach. Pfaffstätten gab sich damit aber noch nicht geschlagen. Daniel Nagy verkürzte in der 63. Minute auf 1:2 und brachte die Gastgeber noch einmal heran. Mehr war an diesem Tag aus Sicht des Trainers aber nicht drinnen, weil Trumau den Vorsprung danach abgeklärt verteidigte und kaum Unruhe aufkommen ließ.

Pfaffstätten kämpft weiter, spielerisch sieht Markytan klare Unterschiede

In seiner Analyse wurde Markytan danach noch deutlicher und sprach jene Punkte an, die seiner Mannschaft aus seiner Sicht zum Punktgewinn gefehlt haben. Auf die Frage, was Pfaffstätten gefehlt habe, antwortete er knapp, aber unmissverständlich: "Spielintelligenz, Spielantizipation und Zweikampfverhalten." Gleichzeitig wollte er seiner Elf den Einsatz nicht absprechen. "Positiv ist, dass die Mannschaft bis zum Schluss an ein besseres Ergebnis glaubt und immer mit vollem Tempo versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Sie geben nie auf, sie kämpfen, sie laufen." Im selben Atemzug schob er aber nach: "Momentan ist es für diese Liga zu wenig." Auch über den Gegner verlor er deutliche Worte. Trumau habe sich "sehr gut bewegt", immer eine Anspielstation angeboten und das Spiel von hinten mit Ruhe aufgebaut. "Sie waren spielerisch auf alle Fälle extrem stark", sagte Markytan, der auch festhielt, dass der Schiedsrichter unauffällig blieb und es keine strittige Szene gab. Für Pfaffstätten bedeutet die Niederlage nach sechs Runden weiter fünf Punkte und Rang elf, während Trumau auf zehn Zähler kommt. Viel Schönreden wollte der Trainer nicht, aber ebenso wenig war bei ihm Resignation zu hören: Einsatz und Wille stimmen, spielerisch muss seine Mannschaft aber rasch zulegen.

1. Klasse Süd: Pfaffstätten : Trumau - 1:2 (0:1)

  • 63
    Daniel Nagy 1:2
  • 59
    Moritz Neumahr 0:2
  • 9
    Fabio Zimmermann 0:1