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USC Schweiggers – Sportlicher Leiter Thomas Reif: „Unsere Defensive war sehr stabil – vorne müssen wir jedoch zulegen“

USC Schweiggers

In der 1. Klasse Waldviertel blickt Thomas Reif, sportlicher Leiter von USC Schweiggers, auf eine durchwachsene Saisonhälfte zurück, die sowohl Stärken als auch Defizite offenlegte. Das Team präsentierte sich über weite Strecken defensiv stabil, hatte jedoch mit der Torausbeute zu kämpfen. Nach fünf Siegen, sechs Niederlagen und zwei Remis belegt Schweiggers aktuell den achten Tabellenplatz. Reif spricht im Liga-Interview über defensive Konstanz, Verletzungssorgen, Transferaktivitäten und optimistische Aussichten auf den Rückrundenstart.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Defensive Stabilität, Offensivprobleme und Formkurve

Reif zeigte sich zufrieden mit dem Defensivverhalten seines Teams: „Gut funktioniert hat eindeutig unsere Defensive. Wir haben einer der wenigsten Gegentore kassiert.“ Gleichzeitig sah er Handlungsbedarf im Angriff: „Leider haben wir aus den Chancen zu wenig Tore gemacht. Was besser funktionieren muss, ist eindeutig die Offensive. Wir haben die wenigsten Tore geschossen und da müssen wir uns steigern.“

In den vergangenen Begegnungen war das Bild ausgeglichen – nach einem torlosen Remis und zwei Siegen zeigte sich das Team kämpferisch stabil, blieb jedoch in der Chancenverwertung zu oft glücklos. Trotz gelegentlicher Rückschläge spricht Reif von einer „insgesamt guten Stimmung in der Mannschaft“, die bereits wieder im Training steht.

Transfers bringen neue Impulse

Zurück auf dem Platz, bereitet Schweiggers die Rückrunde mit personellen Veränderungen vor. Drei Spieler verließen den Verein. (Tomas Labik, Michal Petran (SK Nemosice/CZE) und Adrian Balutsch (Zwettl II)). Als Zugänge nannte Reif folgende Spieler: Jaromir Mytocka (Neusiedl/Zaya), Josef Duris (CZE), Felix Rozliwka (Weitra) und Elias Dorr (Horn II). „Mit den Zugängen haben wir unsere Offensive definitiv verstärkt. Wir erwarten uns dadurch mehr Power nach vorne und allgemeine eine qualitative Verbesserung.“

Auch die Integration der Neuen ist für Reif ein zentraler Punkt der Wintervorbereitung, die mit vier Einheiten pro Woche läuft und von positiver Atmosphäre begleitet wird. Im Betreuerstab setzt der Verein weiterhin auf Kontinuität: Unter dem Cheftrainer bleibt das Trainerteam unverändert.

Verletzungssorgen um Führungsspieler

Reif sprach offen über die personellen Rückschläge: „Grundsätzlich gibt es Verletzte, die schon länger ausfallen.“ Betroffen ist unter anderem Julian Strohmayer, bei dem eine Rückkehr ins Mannschaftstraining noch offen ist. Auch einer der Tormänner laboriert weiter an einer Knieverletzung.

Besonders schmerzlich ist der Ausfall von Kapitän Christopher Kurz, der nach einem Kreuzbandriss weiterhin pausieren muss. „Wir müssen ihn langsam wieder ans Team heranführen, aber das wird noch seine Zeit dauern“, so Reif. Trotz der Ausfälle blickt der sportliche Leiter zuversichtlich nach vorn und sieht die Mannschaft aufgrund der Verstärkungen gut gerüstet. Zum Auftakt wartet mit dem Tabellenführer ein echter Gradmesser – „Wir können sie schlagen, wenn alles zusammenpasst“.

Optimismus vor dem Rückrundenstart

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben betont Reif die erfolgreiche Transferperiode und die Kontinuität im Umfeld: Kein personeller Wechsel im Trainer- oder Vorstandsteam, dazu ein motivierter Kader und neue Kräfte sollen die Mannschaft im Frühjahr antreiben. „Wir arbeiten konzentriert an der Verbesserung unserer Schwächen und wollen die gute Defensive beibehalten“, erklärt er.

Nach Platz acht in der Tabelle und zuletzt wechselhaften Ergebnissen soll ein Aufwärtstrend erkennbar werden. Der Rückrundenauftakt gegen den Tabellenführer wird zum Härtetest für die neuformierte Mannschaft. Reif bleibt dennoch realistisch optimistisch: „Wir haben gesehen, was wir können. Jetzt geht es darum, das Spielglück wieder auf unsere Seite zu ziehen.“