Ein Derby mit viel Kampf und wenig Ertrag im Abschluss: In der 1. Klasse Waldviertel trennten sich 1. SV Appel Vitis und ESV Schwarzenau 0:0. Co-Trainer Kevin Fasching ordnete den Abend als intensiv, fair und hart umkämpft ein. Aus seiner Sicht hatte Vitis über weite Strecken mehr Zugriff und die besseren Möglichkeiten, verpasste aber vor allem vor der Pause die Führung. Schwarzenau blieb vornehmlich nach Standards gefährlich, ohne dauerhaft zwingend zu werden. Auch die Rahmenbedingungen passten zum Derby-Charakter: schwieriger Rasen, hohe Intensität, aber respektvoller Umgang auf dem Feld und auf den Rängen. Trotz drei Ausfällen lieferte jeder – ein Signal, auf das die Mannschaft in der kommenden Woche aufbauen will.

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"Meiner Meinung nach war es das klassische Derby: nicht massenhaft Torchancen, fair, aber trotzdem umkämpft." Über 90 Minuten sah Fasching keine langen, klaren Druckphasen einer Mannschaft. Vitis erwischte den etwas besseren Start und hätte in dieser Phase das Tor machen müssen, insgesamt blieb es jedoch ein faires, enges Spiel ohne große Höhepunkte.
"Insgesamt hatten wir mehr Chancen und mehr Zugriff auf das Spiel. In der 1. Halbzeit hätten wir aufgrund unserer hochkarätigen Möglichkeiten in Führung gehen müssen", bilanzierte Fasching. Besonders in Erinnerung blieben ihm ein Stangenschuss und eine gefährliche Kopfballchance – beide ungenutzt. Nach der Pause ergaben sich nochmals ein, zwei ordentliche Möglichkeiten als jeweils Dominik Sibal und Gregor Weinstabl vor dem gegnerischen Torwart an den Ball kamen aber in Folge knapp daneben schossen. Schwarzenau lauerte vor allem bei ruhenden Bällen: "Bei Standards war eher Schwarzenau gefährlicher, allerdings nicht zu 100 Prozent zwingend."
"Es war zwar umkämpft, aber fair. Der Schiedsrichter hat das im Großen und Ganzen ohne spielentscheidende Situationen gut gepfiffen", so Fasching. Die Platzverhältnisse entsprachen der Jahreszeit: kein idealer Rasen, viel Intensität, aber jederzeit fair – auch von den Zuschauerrängen. Mut macht der Blick nach vorn: "Wir hatten drei Ausfälle und haben sie super kompensiert. Jeder, der gespielt hat, hat seine Leistung gebracht. Erwähnenswert ist definitiv das kurzzeit Debüt von den erst 15-jährigen Elias Steiger den wir kurz vor Ende für den ebenfalls sehr gut spielenden 16-jährigen Fabian Pany brachten. Wenn wir Einsatz und Kampfbereitschaft wie gegen Schwarzenau wieder abrufen und eine bessere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor beweisen, ist nächste Woche sicher etwas möglich."