Deutliche Worte von Manuel Haider nach dem Auswärtsspiel seines SCU Koller Nondorf beim USC Schweiggers in der 1. Klasse Waldviertel. Das Duell endete 1:1 (Torschützen: Matej Ríha und Michael Peherstorfer), doch für den Trainer rückte eine aus seiner Sicht spielentscheidende Szene in den Mittelpunkt. Haider fühlt sich klar benachteiligt und hält fest, dass der Gastgeber über weite Strecken kaum Gefahr ausstrahlte. Zugleich lobt er die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Elf und ärgert sich darüber, dass mehrere Großchancen ungenutzt blieben. Unter dem Strich bleibt Frust über eine strittige Entscheidung – und das Gefühl, trotz allem die bessere Mannschaft gestellt zu haben.

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Haider macht keinen Hehl aus seiner Sicht auf die Schlüsselszene: „Schweiggers schafft es in 90 Minuten nicht, sich eine einzige Torchance aus dem Spiel herauszuspielen und bekommt dann vom Schiedsrichter ein Tor geschenkt (Torschütze: Michael Peherstorfer), das mehr als zweimal Abseits war.” Die Wortwahl unterstreicht die Schärfe seiner Kritik und seine Überzeugung, dass der Gegentreffer nicht hätte zählen dürfen. Inhaltlich bleibt Haider dabei: Aus seiner Perspektive fehlte den Gastgebern über die gesamte Spielzeit die klare Chance aus dem Spiel heraus, während eine falsche Abseitsentscheidung das Kräfteverhältnis auf dem Platz aushebelte. Dass diese Einschätzung unmittelbar nach dem Abpfiff kommt, erklärt die emotionale Tonlage – sie markiert den Stimmungsrahmen dieses Abends.
Unabhängig von der strittigen Szene ordnet der Trainer die Leistung seines Teams als sehr solide ein, moniert aber die fehlende Effizienz: „Wir haben vieles richtig gemacht. Wir haben 90 Minuten keine Torchancen zugelassen, uns einige Großchancen erarbeitet, aber die Tore nicht gemacht. Das müssen wir uns heute ankreiden – normalerweise genügt ein 1:0 auch zum Gewinnen.” Dass am Ende ein 1:1 steht, passt für ihn nicht zum Spielgefühl.
Personelle Auszeichnungen vermeidet Haider bewusst: „Es ist wie jede Woche so, dass wir über die Teamleistung kommen.” Dem Gegner zollt er Respekt, ordnet dessen Performance aber unter die eigene ein: „Ich finde, dass sie es im Großen und Ganzen gut gemacht haben und wir durchaus Probleme hatten, uns Torchancen herauszuspielen. Aber am Ende des Tages waren wir trotzdem die bessere Mannschaft.” Zur personellen Situation bleibt er pragmatisch: „Wir haben ein paar Langzeitverletzte. Das ist eh nichts Neues.” Nondorf nimmt aus dem 1:1 somit viel Ärger über eine aus Trainersicht entscheidende Entscheidung mit – zugleich aber auch Zuversicht aus einer kompakten Gesamtleistung und dem Vertrauen in die eigene Geschlossenheit für die nächsten Aufgaben.