Nach dem Auswärtsspiel seines SV Kirchberg/Walde bei USV Gastern ordnete Trainer Daniel Glaser die 90 Minuten nüchtern ein: phasenweise offen, Chancen auf beiden Seiten – am Ende stand ein 0:3 aus Kirchberger Sicht. Im Duell der 1. Klasse Waldviertel lobte er die Defensivstärke und das schnelle Umschalten der Gastgeber, haderte mit verpassten Abschlüssen und einem aus seiner Sicht strittigen Standard – und blickte trotz Enttäuschung nach vorn.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
„Der Spielverlauf war im Endeffekt gerecht“, sagte Daniel Glaser. Seine Analyse: Die Kontrolle wechselte mehrfach – mal hatte Gastern mehr Ballbesitz, mal Kirchberg/Walde. Das 0:1 hielt die Partie lange offen, mit dem 0:2 war die Entscheidung gefallen. In Hälfte eins verzeichnete Gastern ein Chancenplus, ließ aber Möglichkeiten liegen; nach der Pause erspielte sich Kirchberg/Walde ebenfalls gute Gelegenheiten, doch der letzte Pass und die Konsequenz im Abschluss fehlten. Taktisch gelangen ordentliche Ballbesitzphasen, phasenweise agierte man jedoch zu oft mit langen Bällen – damit gingen wichtige Spielanteile verloren.
Die Chronologie unterstreicht diese Sicht: In Minute 42 traf Philipp Biedermann zum 0:1. Nach der Pause blieb es eng, ehe USV Gastern in der 85. Minute durch Lukas Adam auf 0:2 stellte; kurz darauf setzte Stefan Deimel in der 89. den Schlusspunkt zum 0:3. Auffällig war für Glaser die Zielstrebigkeit der Gastgeber im Umschalten: defensiv stabil, dann schnell von hinten nach vorne. Aus seiner Sicht fiel zudem ein Treffer nach einem strittigen Freistoß. Kirchberg/Walde brachte die guten Ansätze zu selten bis in den Abschluss.
Personell plagen den SV Kirchberg/Walde derzeit zwei, drei angeschlagene beziehungsweise verletzte Spieler. Glaser zog dabei eine klare Linie zwischen Ergebnis und Gefühl, mehr drin gehabt zu haben: „Auch wenn das Resultat deutlich ausfiel – mit ein wenig Glück wäre ein X möglich gewesen. Auswärts wäre das optimal gewesen.“ Der Blick geht nach vorne: „Wir müssen das Spiel rasch abhaken und weiterarbeiten. Kopf hoch – in zwei Tagen steht bereits die nächste Partie an. Nächste Woche wartet ein direkter Konkurrent aus der hinteren Tabellenhälfte, da sind Punkte Pflicht.“