Nach dem Auftritt seiner Mannschaft wirkte Daniel Glaser gelöst: Der Trainer von SV Kirchberg/Walde sprach von einem verdienten Abend gegen Heidenreichstein und hob vor allem die klare Steigerung nach der Pause hervor. "Das 3:0 ist ein gerechtes Ergebnis. Die erste Halbzeit war ausgeglichen, nach der Pause waren wir klar besser", ordnete Glaser ein. Statt nackter Zahlen standen Eindrücke im Vordergrund: mehr Zugriff, mehr Offensive, mehr Konsequenz. Der Rahmen in der 1. Klasse Waldviertel war intensiv, doch Glaser lobte das Kollektiv trotz Ausfällen – und den Plan, den Schwung in die nächsten Aufgaben mitzunehmen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
In seiner Einordnung blieb Glaser deutlich: Der Gegner sei offensiv eher harmlos gewesen, die eigene Mannschaft habe nach der Pause spürbar zugelegt. Zur Halbzeit stand es 0:0, ehe unmittelbar nach dem Seitenwechsel die Weichen gestellt wurden. In Minute 53 verwandelte Bastian Weixelbraun vom Punkt zur 1:0-Führung – der Dosenöffner für die neu gewonnene Durchschlagskraft. Die Kontrolle kippte im zweiten Durchgang klar in Richtung Kirchberg, auch im Ballbesitz setzten die Gastgeber Akzente. Der Druck blieb hoch, die Angriffe wurden zielstrebiger, Heidenreichstein fand in vorderster Linie kaum Entlastung. Als die Gastgeber weiter nachsetzten, machte Manuel Kammerer mit einem Doppelpack in der 73. Minute zum 2:0 und in der 77. Minute zum 3:0 den Unterschied deutlich und sorgte für die endgültige Entscheidung. "Wir hätten noch ein, zwei Tore mehr machen können, aber sonst war alles gut", bilanzierte Glaser.
Das Duell war von einer robusten Gangart geprägt, mit zahlreichen Zweikämpfen und viel Körperkontakt. Glaser verwies auf eine Schlüsselentscheidung, die den Bann brach: "Der Elfmeter zum 1:0 war ein klarer Elfmeter." Insgesamt sei es ein körperbetontes Spiel gewesen; der Schiedsrichter hätte "bei der einen oder anderen Situation früh eine Karte ziehen können". Der klare Strafstoß gab Kirchberg spürbar Rückenwind und verstärkte jenen Trend, den der Trainer bereits zur Pause ausgemacht hatte: mehr Präsenz in den Duellen, mehr zweite Bälle, mehr Zielstrebigkeit Richtung Tor. Heidenreichstein kam nach dem Rückstand kaum noch zu gefährlichen Aktionen, während die Gastgeber das Tempo hochhielten und ihre Kontrolle ausbauten.
Über die Tagesleistung hinaus richtete Glaser den Fokus schnell auf das, was bleibt: Selbstvertrauen und ein belastbares Wir-Gefühl. "Wichtig ist, den Schwung jetzt mitzunehmen – auswärts gegen Waldhausen wollen wir Punkte holen und in der Tabelle weiter nach oben klettern." Besonders ins Gewicht fiel für ihn, dass die Mannschaft auch personelle Hürden weggesteckt hat: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft – auch aufgrund der Ausfälle, dass sie das Spiel so gut über die Bühne gebracht hat."