In der 1. Klasse Waldviertel feierte der SV Kirchberg/Walde im direkten Duell im unteren Tabellendrittel gegen den ESV Schwarzenau einen 3:1-Heimsieg nach Rückstand. Zur Pause lag Kirchberg 0:1 hinten, drehte die Partie aber spät und holte drei extrem wichtige Punkte. Trainer Daniel Glaser sprach von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ und nannte den Auftritt „einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt“. Entscheidende Torschützen waren Oleh Kvych, Reinhard Kriendlhofer und Manuel Kammerer – alle drei trafen nach der Stunde und machten aus einem schweren Abend ein starkes Comeback.

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Kirchberg kam laut Coach Daniel Glaser gut rein und legte die nötige Schärfe an den Tag. „Es war das erwartete schwere Spiel zu Hause gegen den Tabellennachbarn. Es war ein Sechs-Punkte-Spiel für beide Mannschaften“, schilderte der Trainer und betonte, seine Elf sei „von Anfang an dabei“ gewesen. Aus seiner Sicht hätten die Gastgeber in dieser Phase „drei, vier sehr gute Chancen“ vorgefunden, um sogar „2:0 oder 3:0 in Führung zu gehen“. Stattdessen traf auf der anderen Seite in Minute 36 Schwarzenaus Tomas Filipek zum 0:1. Dieser Rückstand blieb bis zur Pause bestehen, der Zwischenstand zur Halbzeit lautete 0:1. „Das 0:1 war sicher eine spielentscheidende Situation. In dem Moment wussten wir, dass wir mehr machen müssen“, sagte Glaser rückblickend über den Einschnitt vor der Kabine.
Nach dem Seitenwechsel blieb Kirchberg am Drücker und suchte konsequent den Weg nach vorne. Glaser lobte den Auftritt seiner Mannschaft nach Wiederbeginn ausdrücklich: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Trotz des 0:1 sind wir aus der Kabine gekommen und haben von Anfang an versucht, das Spiel zu drehen.“ Der Lohn kam spät, aber verdient: In der 75. Minute besorgte Oleh Kvych das 1:1, und Glaser hob die Entstehung hervor: „Das 1:1 war eine super Einzelaktion von Oleh Kvych.“ Kirchberg ließ nicht locker und legte nach. In Minute 81 traf Reinhard Kriendlhofer zum 2:1, eingeleitet von einem feinen Querpass von Joel Nowak. „Das 2:1 war ein sehr guter Querpass von Joel Nowak, verwertet von Reinhard Kriendlhofer“, so der Trainer. Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute Manuel Kammerer per wuchtigem Kopfball zum 3:1. „Das 3:1 war ein super Kopfball von Manuel Kammerer“, freute sich Glaser, der Kampfgeist, Einstellung und Willen als Hauptgründe für den Turnaround nannte: „Das war heute der Schlüssel, um die drei Punkte zu holen.“
Bei aller Freude über den Heimsieg verlor Daniel Glaser auch den Gegner nicht aus dem Blick. „Schwarzenau hat phasenweise sehr gut Druck gemacht. Sie haben drei sehr gute tschechische Spieler, die offensiv immer präsent und gefährlich sind“, erklärte er. Gleichzeitig sah er sein Team über weite Strecken im Griff: „Phasenweise hatten wir das Spiel ganz klar unter Kontrolle.“ Diskussionsthemen gab es keine: „Heute hat alles gepasst, es gab aus meiner Sicht keine strittigen Situationen.“ Im unteren Tabellendrittel war es ein direktes Duell – Kirchberg hält nach Runde 19 bei 25 Punkten, Schwarzenau bei 20. Für Glaser hat der Sieg weit mehr Bedeutung als nur drei Zähler: „Wie schon gesagt: Das war für uns ein Sechs-Punkte-Spiel und ein ganz wichtiger Schritt für den Klassenerhalt. Für mich hatte das Spiel Finalcharakter – ganz, ganz wichtige Punkte und ein wichtiger Schritt für die Zukunft des ganzen Vereins.“