In der 1. Klasse Waldviertel trennte sich der FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein vom USC Hartl Haus Echsenbach mit 1:1. Nach einem frühen Rückstand kamen die Gastgeber nach der Pause zurück und holten sich verdient einen Punkt. Sektionsleiter Stv. Christian Domini fasste die Partie so zusammen: „Ein gerechtes Unentschieden gegen eine spielerisch starke und kampfstarke Mannschaft.“ Sein Eindruck zog sich durch den gesamten Nachmittag: ein Duell auf Augenhöhe, in dem keine Seite klar näher am Sieg war.

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Der Start gehörte den Gästen: Bereits in Minute 12 nutzte der USC Hartl Haus Echsenbach seine erste große Gelegenheit und ging durch Valentin Höltl mit 0:1 in Führung. Heidenreichstein brauchte einen Moment, um den Rückschlag zu verdauen, hielt dann aber immer besser dagegen. Zur Pause stand es 0:1, womit die Hausherren in der zweiten Hälfte gefordert waren. Nach gut einer Stunde kamen sie zurück: In der 68. Minute stellte Radim Koutny auf 1:1 – der verdiente Lohn für die Arbeit nach dem Seitenwechsel. Danach blieb es eng, ohne dass eine Mannschaft den entscheidenden Punch setzte. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, betonte Christian Domini, „und am Ende ein gerechtes Unentschieden.“ Auch auf die Frage, wer näher am Sieg war, blieb seine Antwort klar: „Niemand – es war ein gerechtes Unentschieden.“
Was Heidenreichstein an diesem Nachmittag stark machte, war für den Sektionsleiter eindeutig: „Der Kampfgeist, der Wille, wenn wir in Rückstand geraten – das muss man der Mannschaft zugutehalten.“ Gerade in einer Phase, die Domini selbst als schwierig beschreibt, zeigte das Team die richtige Reaktion. „Es ist eine schwere Situation gerade, aber die Mannschaft klebt zusammen“, sagte er und hob damit den Zusammenhalt hervor, der nach dem frühen 0:1 sichtbar wurde und schließlich im Ausgleich von Radim Koutny mündete. Gleichzeitig fehlte der Heimmannschaft die letzte Durchschlagskraft. Domini brachte es knapp auf den Punkt: „Uns fehlt leider unser verletzter Goalgetter.“ Genau diese Lücke war spürbar – viel Einsatz, viel Arbeit gegen den Ball, aber vor dem Tor eben nicht die gewohnte Wucht. Umso höher zu bewerten ist der Punktgewinn nach einem Rückstand.
Den Gegner ordnete Domini mit Respekt ein: „Eine sehr kampfstarke Mannschaft mit guten Individualspielern.“ Dieses Bild passte auch zum Spiel: Echsenbach setzte im richtigen Moment Nadelstiche, verteidigte engagiert und verlangte Heidenreichstein über neunzig Minuten alles ab. Unzufrieden zeigte sich der Sektionsleiter hingegen mit der Leitung an der Pfeife: „Schiedsrichter Anderl war für mich ein Spielleiter, der die Partie über neunzig Minuten auf beiden Seiten nicht im Griff hatte.“ Am Ergebnis rüttelte das freilich nicht. In der Tabelle steht Echsenbach nach 19 Runden mit 28 Punkten im oberen Mittelfeld, Heidenreichstein hält bei 17 Zählern auf Rang 13. Der Zähler tut den Gastgebern gut, weil er in einer schwierigen Phase Stabilität gibt.