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„Wir haben uns schnell an die Liga angepasst“ – Glaser sieht Kirchberg/Walde mit breiterem Kader bereit

SV Kirchberg/Walde

In der 1. Klasse Waldviertel hat sich der SV Kirchberg/Walde nach Einschätzung von Trainer Daniel Glaser schneller zurechtgefunden, als man es von einem jungen Team vielleicht erwarten durfte. Rang acht mit 35 Punkten, eine bewegte Saison und fünf Neuzugänge bilden die Ausgangslage. Der Coach spricht von einer gelungenen Anpassung an Tempo und Körperlichkeit – und hofft für den Sommer vor allem auf einen fitten Kader.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schnell in der Liga angekommen

Glaser zieht insgesamt einen positiven Schlussstrich unter die abgelaufene Saison. Vor allem die Art, wie sich seine Mannschaft an das Niveau der Liga gewöhnt hat, bleibt ihm in guter Erinnerung. „Wir haben uns in der Liga relativ schnell angepasst, körperlich dagegengehalten und bei der Spielgeschwindigkeit nicht nur mitgehalten, sondern gegen starke Mannschaften sehr gut performt“, sagt der Trainer. Diese Einschätzung passt auch zum Verlauf der Saison, die für Kirchberg/Walde zwar nicht geradlinig, am Ende aber ordentlich verlief. Zwischenzeitlich rutschte die Mannschaft bis auf Rang 13 ab, arbeitete sich dann aber wieder nach vorne und schloss die Spielzeit mit 35 Punkten auf Platz acht ab. Gerade das Finish mit Siegen gegen USC Schweiggers, USV Brand-Nagelberg und SV Albrechtsberg zeigte noch einmal, dass in dieser Mannschaft einiges steckt.

Junges Team, sichtbare Entwicklung

Dass nicht jede Phase reibungslos verlaufen ist, verschweigt Glaser dabei nicht. Für ihn war über weite Strecken klar zu sehen, dass in Kirchberg/Walde eine junge Mannschaft auf dem Platz stand. „Natürlich hat man gemerkt, dass wir noch eine sehr junge Mannschaft haben, vor allem bei gewissen Spielständen“, sagt er. Gerade in solchen Momenten habe sein Team noch Lernschritte vor sich, insgesamt überwiegt für ihn aber klar der positive Eindruck. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ Einzelne Spieler wollte Glaser dabei bewusst nicht hervorheben. „Ich möchte keine einzelnen Spieler nennen, weil ich mit der gesamten Mannschaftsleistung zufrieden war“, erklärt er. Mehrere Akteure hätten Verantwortung übernommen, viele hätten sich weiterentwickelt und Fortschritte gemacht. Genau dort will der Trainer auch in den kommenden Monaten ansetzen. Dazu passt auch seine Einschätzung zur Liga insgesamt: Einen Verein, der ihn besonders beeindruckt habe, wollte er nicht herausstreichen, weil für ihn nahezu jeder Klub seine Höhen und Tiefen hatte.

Ein Abgang, fünf Neue und mehr Möglichkeiten im Kader

Personell gibt es im Sommer dennoch Bewegung. Mit Michal Niederle verliert Kirchberg/Walde einen Spieler aus dem offensiven Mittelfeld, der auf der Zehnerposition eingesetzt wurde. Gleichzeitig verbreitert der Verein den Kader deutlich. Glaser nennt mit Florian Weixelbraun einen offensiv variabel einsetzbaren Neuzugang, dazu kommt mit Marius Wandl ein weiterer Spieler mit offensiver Ausrichtung. Im Tor erhält die Mannschaft mit Tomas Hrebejk Verstärkung, der laut Glaser aus Tschechien nach Kirchberg/Walde wechselt. Außerdem wurden Fabian Raffetzeder, ebenfalls für offensive Aufgaben, und Julian Strohmayer neu präsentiert. Für den Trainer ist genau diese Breite ein wichtiger Punkt mit Blick auf die neue Saison. „Wir haben jetzt eine sehr gute Kaderbreite“, sagt Glaser. Er verbindet damit auch mehr Ruhe für den Alltag: „Jetzt ist es nicht so schlimm, wenn einmal ein gelbgesperrter Spieler fehlt, weil wir sehr breit und sehr gut aufgestellt sind.“

Der Blick geht schon klar nach vorne

Entscheidend wird aus Glasers Sicht nun sein, dass die Mannschaft gesund in die Vorbereitung geht. Zum Ende der Saison habe es angeschlagene Spieler gegeben, doch der Trainer blickt in diesem Punkt optimistisch nach vorne. „Ich hoffe, dass alle Spieler zum Vorbereitungsstart fit werden und wir dann aus dem Vollen schöpfen können“, sagt er. Genau das wäre für ihn eine wichtige Grundlage, um an die positiven Ansätze anzuknüpfen. Neben dem Sport verweist Glaser auch auf die Entwicklung im Umfeld des Vereins. Ob Infrastruktur oder Verköstigung rund um den Platz: „Der Verein ist auf einem sehr guten Weg“, sagt er, auch wenn manches Zeit brauche und finanziell sauber geplant werden müsse. Für die neue Saison formuliert der Trainer seine Hoffnung klar. Wenn die neuen Spieler gut integriert werden, die Mannschaft fit bleibt und der Zusammenhalt erhalten wird, dann soll es für Kirchberg/Walde wieder nach vorne gehen. „Dann können wir in der neuen Saison wieder angreifen und eine super Saison spielen“, sagt Glaser.