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"Das Verpasste abhaken und positiv nach vorn schauen": Nondorf zieht nach dem Relegations-Aus wieder an einem Strang

SCU Koller Nondorf

Beim 1. Klasse Waldviertel-Zweiten SCU Koller Nondorf ist der verpasste Aufstieg nach der Relegation noch nicht ganz vergessen. Trotzdem überwiegt laut Sektionsleiter Stefan Dürnitzhofer das Positive. Nach einem starken Herbst, einem schwierigeren Frühjahr und dem Ende auf Rang zwei sei die Richtung für die kommende Zeit klar. "Wir müssen das Verpasste abhaken und positiv nach vorn schauen", sagt er.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Ein Herbst an der Spitze, dann wurde es schwieriger

Der Rückblick auf die Saison fällt in Nondorf insgesamt ordentlich aus, auch wenn am Ende der ganz große Schritt nach oben ausgeblieben ist. Dürnitzhofer spricht von einem starken ersten Teil der Meisterschaft und verweist damit auf eine Entwicklung, die sich auch in der Tabelle klar gezeigt hat. Nach dem 10. Platz in der ersten Runde arbeitete sich Nondorf rasch nach vorne, stand ab Runde vier an der Spitze und hielt sich über weite Strecken des Herbstes ganz vorne. Erst später wurde das Rennen enger, am Ende blieb mit 47 Punkten Rang zwei. Der Sektionsleiter formuliert es so: "Wir haben einen super Herbst gespielt und viele Punkte geholt. Im Frühjahr sind wir leider ein bissl zurückgefallen, vor allem wegen Verletzungen und Ausfällen. Aber wir haben noch das Bestmögliche daraus gemacht." Genau darin liegt auch seine Kernaussage. Nondorf verlor im Frühjahr etwas an Konstanz, blieb aber in der Spitzengruppe und rettete damit die Chance auf die Relegation.

Die Relegation blieb als letzter Eindruck hängen

Dass diese Saison in Nondorf trotzdem nicht als Enttäuschung abgestempelt wird, hängt auch mit dem Schlussspurt in der Liga zusammen. In den letzten Runden zeigte die Mannschaft noch einmal gute Leistungen, wie es Dürnitzhofer selbst betont. Nach dem 3:3 gegen USV Gastern und der Niederlage gegen Heidenreichstein folgten zum Abschluss drei Siege, darunter Erfolge gegen SV Waldhausen, ESV Schwarzenau und Amaliendorf-Aalf. Der zweite Platz war damit abgesichert. Der prägendste Moment des gesamten Saisonfinales bleibt für Dürnitzhofer aber die Relegation. "Wir haben das Hinspiel 2:0 gewonnen, aber der Gegner hat im Rückspiel wirklich Gas gegeben. Wir haben zu Hause 0:5 verloren, und der Gegner hat große Moral bewiesen. Da hat man gesehen, was alles möglich ist", sagt er. Gerade diese beiden Spiele fassen die Saison aus Nondorfer Sicht gut zusammen: viel möglich, lange ganz vorne dabei, aber am Ende hat es für den Aufstieg in die Gebietsliga nicht gereicht.

Gute Stimmung, überschaubare Baustellen und ein klarer Kurs

Trotz dieses Rückschlags beschreibt Dürnitzhofer die Lage im Verein als stabil. "Die Stimmung ist sehr gut", sagt er, und er begründet das nicht nur mit dem Tabellenplatz. Für ihn ist entscheidend, dass Nondorf mit vielen Spielern aus den eigenen Reihen eine starke Saison hingelegt hat. Das verpasste Ziel habe zwar einen Dämpfer gebracht, mehr aber auch nicht. "Aufgrund des Nichterreichens der Gebietsliga war es ein kleiner Dämpfer, aber wir schauen voraus. Im Herbst wird wieder an einem Strang gezogen und es geht weiter." Personell ist die Lage ebenfalls ruhig. Schwerverletzte gibt es aktuell nicht, Klemens Forstner soll im Sommer wieder zurückkommen, kleinere Blessuren gibt es wie in jeder Mannschaft. Dazu kommen zwei Abgänge mit Alexander Bruckner und Michael Bruckner, außerdem drei Neuzugänge. Im Betreuerteam oder im Umfeld gibt es keine Veränderungen. Einen einzelnen Spieler will Dürnitzhofer bewusst nicht herausheben. "Die ganze Mannschaft hat gut auf die Verletzungen reagiert. Gegen Ende der Saison haben wir sehr gute Leistungen gesehen, aber das war eine Sache der gesamten Mannschaft." Auch für die Vorbereitung ist die Vorgabe schlicht, aber klar: "Miteinander an einem Strang ziehen, gut trainieren, nach vorne schauen und die verpasste Relegation abhaken."