Beim 1. Klasse Waldviertel-Rückblick von SV Waldhausen (NÖ) fällt das Fazit gemischt aus. Nach einem starken Start ins Frühjahr reichte es am Ende mit 29 Punkten zu Rang zwölf und damit zum Klassenerhalt. Martin Maier betont, dass ein Bruch in Gastern den Lauf stoppte. Gleichzeitig richtet der Verein den Blick schon nach vorne, weil man mit weniger Verletzungssorgen wieder „voll mitspielen“ will.

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Die Saisonkurve von Waldhausen erzählt viel über den Verlauf dieser Spielzeit. In der Tabelle lag die Mannschaft zwischendurch tief hinten, arbeitete sich im Frühjahr aber wieder nach vorne und schloss die Meisterschaft schließlich auf Platz zwölf ab. Genau diesen Teil der Saison hebt Martin Maier im Gespräch auch hervor. „Wir sind super in die Rückrunde gestartet“, sagt er und spricht damit eine Phase an, in der Waldhausen sichtbar Boden gutmachen konnte. Dass am Ende dennoch vor allem der Klassenerhalt im Mittelpunkt stand, erklärt der Funktionär mit einem klaren Wendepunkt. „In Gastern ist unser Lauf gebrochen“, ordnet Maier ein. Für Waldhausen blieb damit ein Finish, in dem es nicht mehr darum ging, nach oben zu schauen, sondern die Klasse abzusichern. Das ist gelungen, auch wenn die letzten fünf Partien mit drei Niederlagen, einem Remis und dem abschließenden 4:1-Sieg bei USV Brand-Nagelberg gezeigt haben, dass die Saison bis zuletzt wechselhaft geblieben ist.
Dass Waldhausen am Ende nicht mehr aus einem guten Frühjahr machen konnte, führt Maier in erster Linie auf die personelle Situation zurück. Der Blick nach vorne ist deshalb eng mit der Hoffnung verbunden, dass der Kader in der kommenden Saison wieder breiter und stabiler zur Verfügung steht. „Zum Glück haben wir die Klasse noch erhalten. Wir hoffen natürlich, dass die ganzen Verletzten zurückkommen, damit wir nächstes Jahr wieder voll mitspielen können“, sagt Maier. Konkret nannte er dabei zwei Personalien. Valentin Grabovac soll nach Möglichkeit schon in der Vorbereitung wieder ins Training einsteigen. Schwerer wiegt der Ausfall von Andreas Kolm, der noch länger fehlen wird. „Andreas Kolm fällt leider noch mindestens bis in den Winter aus“, sagt Maier. Gerade auf diesem Niveau ist so ein Ausfall nicht leicht aufzufangen, weil Erfahrung, Präsenz und Führungsqualität nicht einfach ersetzt werden können. Umso deutlicher wird, warum Waldhausen intern hofft, dass sich die personelle Lage in den nächsten Monaten entspannt.
Abseits der Verletzungen bleibt die Lage in Waldhausen auffallend ruhig. Maier konnte vermelden, dass es bislang keine Abgänge gibt. „Zum Glück haben wir keine Abgänge“, sagt er, und auch das ist für einen Verein in dieser Tabellenregion keine Selbstverständlichkeit. Bei möglichen Neuzugängen wollte sich der Waldhausen-Funktionär noch nicht festlegen, hier sei im Moment noch nichts spruchreif. Dafür bleibt das Umfeld unverändert. „Funktionäre und Trainer bleiben gleich“, erklärt Maier. Diese Kontinuität kann für Waldhausen ein Vorteil sein, weil damit keine neue Baustelle dazukommt und die Vorbereitung auf die kommende Saison auf einer klaren Basis beginnen kann. Interessant ist auch sein Blick auf die Liga insgesamt. Besonders beeindruckt hat ihn in den vergangenen Monaten SV Kirchberg/Walde. Dass Maier hier den Blick über den eigenen Verein hinaus richtet, zeigt, wie aufmerksam die Entwicklung in der Liga verfolgt wird. Bei Waldhausen selbst ist die Marschrichtung jedenfalls klar: Die Saison ist mit dem Klassenerhalt sauber zu Ende gebracht worden, nun soll mit mehr gesunden Spielern und derselben personellen Linie im Umfeld wieder ein Schritt nach vorne gelingen.