Zum Auftakt in der 1. Klasse Waldviertel hat sich USV WFLG Raxendorf mit 4:2 gegen SC Pfaffenschlag durchgesetzt. Trainer Michael Böhm sah dabei eine Partie mit klaren Schwankungen: einen starken Beginn seiner Mannschaft, zwei Gegentore nach Fehlern und danach eine deutliche Steigerung. Für ihn lag der Unterschied am Ende vor allem in der Reaktion seines Teams: „Wir haben den Sieg mehr gewollt.“

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Aus Sicht von Michael Böhm kam der USV WFLG Raxendorf gut in das Spiel und war in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. „Wir waren die erste Viertelstunde klar tonangebend“, sagte der Trainer, und genau in diese Phase fiel auch die Führung. In der 13. Minute brachte Michal Matus den USV WFLG Raxendorf mit 1:0 voran. Böhm schilderte die Entstehung so, dass Jakub Kosorin und Michal Matus beim ersten Treffer entscheidend beteiligt waren. Danach verlor der USV WFLG Raxendorf aber kurz den Zugriff. Böhm sprach offen von zwei Fehlern, die SC Pfaffenschlag zurück in die Partie brachten. Tomas Batrla nutzte das in der 28. und 31. Minute mit einem Doppelpack zum 1:1 und 1:2. Dass der USV WFLG Raxendorf noch vor der Pause zum 2:2 kam, wertete Böhm als ganz wichtigen Moment. Roland Gerebenits traf in der 45. Minute, laut Trainer nach einem Eckball. „Gott sei Dank haben wir mit dem Pausenpfiff das 2:2 gemacht“, sagte Michael Böhm, und genau damit war das Spiel zur Halbzeit wieder völlig offen.
Der zweite Durchgang lief dann deutlich mehr in die Richtung des USV WFLG Raxendorf. Michael Böhm formulierte es ohne Umschweife: „Nach der Pause waren wir dann klar besser.“ Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem weiteren Spielverlauf, denn der USV WFLG Raxendorf belohnte sich in dieser Phase rasch. In der 60. Minute stellte Michal Matus auf 3:2 und schnürte damit seinen Doppelpack. Auch bei diesem Treffer verwies Böhm wieder auf das Zusammenspiel mit Jakub Kosorin. Nur vier Minuten später legte der USV WFLG Raxendorf nach und kam zum 4:2. Martin Jurina sorgte für die Vorentscheidung, eingeleitet wurde die Aktion nach den Worten des Trainers durch eine Flanke von Alexander Kerbler. Danach habe Martin Jurina „im Alleingang drei Leute ausgespielt und dann den Ball hineingehauen“. Für Böhm war das kein Zufall, sondern Ausdruck dessen, was seine Mannschaft an diesem Abend offensiv auszeichnete. Auf die Frage nach dem entscheidenden Faktor für den Sieg antwortete er knapp, aber eindeutig: „Die individuelle Klasse der Legionäre.“
Trotz der vier erzielten Tore wollte Michael Böhm den Auftritt nicht einfach nur abfeiern. Gerade die Phase vor der Pause und die beiden Gegentreffer blieben für ihn ein klares Thema. „Wir müssen hinten kompakter stehen, dann kriegen wir die zwei Gegentore nicht“, sagte der Trainer, der damit den wichtigsten Ansatzpunkt für die kommenden Wochen schon mitlieferte. Gleichzeitig hob er den Einsatz seiner Mannschaft hervor und blieb bei seiner Linie: „Der Einsatzwille und die individuelle Klasse der Legionäre sind einfach unumstritten.“ Auch für SC Pfaffenschlag fand Michael Böhm anerkennende Worte. Vor allem Tomas Batrla, der beide Tore erzielte, sei „jederzeit gefährlich und immer für ein Tor gut“ gewesen. Darüber hinaus lobte er auch die Nummer 16 im Mittelfeld des Gegners. Eine Diskussion gab es aus seiner Sicht nur bei einem nicht gegebenen Treffer. „Der Ball war im Tor. Der Schiedsrichter hat es nicht gesehen“, meinte Michael Böhm, schob aber sofort nach, dass der Unparteiische das Spiel „sehr gut geleitet“ habe. Unter dem Strich blieb für den USV WFLG Raxendorf zum Start in die neue Saison ein 4:2, das Michael Böhm vor allem so zusammenfasste: „Wir waren dann spielerisch einfach besser als der Gegner.“ Genau aus dieser Mischung aus Offensivqualität und einer klaren Ansage an die eigene Defensive nimmt der USV WFLG Raxendorf die ersten drei Punkte mit.