In der 1. Klasse Waldviertel hat der ESV Schwarzenau zum Auftakt gegen den SV Kirchberg/Walde ein 1:1 geholt. Nach dem 0:1 kurz vor der Pause lief die Heimelf lange einem Rückstand nach, ehe Christian Libic in der 85. Minute noch ausglich. Obmann Andreas Dorr sprach danach von einem späten und auch glücklichen Punktgewinn, hob aber ebenso hervor, dass seine Mannschaft trotz Umstellungen und wenig Offensivaktionen nie aufgegeben habe.

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Die Partie entwickelte sich zunächst so, wie es Andreas Dorr nach dem Schlusspfiff schilderte: SV Kirchberg/Walde hatte von Beginn an mehr vom Spiel und auch mehr Ballbesitz, ohne daraus in der ersten Hälfte viele zwingende Chancen zu machen. Gerade das war aus Sicht des ESV Schwarzenau ein wichtiger Punkt, weil die Heimelf nach einigen Ausfällen personell umbauen musste und in einem anderen System auflief. „Wir haben aufgrund einiger Ausfälle ein bisschen umgestellt und ein anderes System ausprobiert. Das haben wir eigentlich sehr gut gemacht“, sagte Dorr. Dass der Gegner trotzdem viel am Ball war, passte ins Bild, doch Schwarzenau schaffte es laut seinem Obmann, die Räume eng zu halten und dem favorisierten Gegner zunächst gut Paroli zu bieten. Dorr brachte es so auf den Punkt: „Wir haben den Gegner lange vom Tor fernhalten können.“
Obwohl Kirchberg über weite Strecken aktiver war, sah Dorr die besseren Möglichkeiten vor der Pause sogar aufseiten seiner Mannschaft. „Von den Chancen her hat Schwarzenau in der ersten Hälfte eigentlich bessere Chancen gehabt“, sagte er, auch wenn er gleichzeitig anerkennen musste, dass Kirchberg spielerisch mehr Anteile hatte. Der Nackenschlag kam dann unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als Bastian Weixelbraun in der 44. Minute das 0:1 für SV Kirchberg/Walde erzielte. Mit diesem Treffer ging es auch in die Halbzeit. Für Schwarzenau war das bitter, weil die Mannschaft bis dahin viel investiert hatte und in einem Spiel, in dem nicht alles glänzte, zumindest ordentlich dagegenhielt. Dorr sprach später davon, dass in der Offensive noch Luft nach oben sei: „Was natürlich gefehlt hat, waren ein bissl die Offensivaktionen. Da müssen wir uns sicher noch steigern.“
Nach der Pause wurde der Druck der Gäste größer. Dorr sagte, dass Kirchberg in der zweiten Halbzeit „drei oder vier hochkarätige Chancen“ hatte, das Spiel also durchaus früher hätte entscheiden können. Gerade in dieser Phase musste Schwarzenau viel arbeiten, läuferisch und kämpferisch dagegenhalten und sich auf die Defensive konzentrieren. Auch das hob der Obmann ausdrücklich hervor: „Ich finde, dass wir das läuferisch und kämpferisch sehr gut gemacht haben.“ Gleichzeitig versuchte seine Mannschaft immer wieder, selbst Lösungen mit dem Ball zu finden. „Wir haben versucht, größtenteils zu spielen, was nicht immer gelungen ist. Wir haben dann schon das eine oder andere Mal unser Glück über weite Bälle probiert“, erklärte Dorr. Dass der ESV Schwarzenau nach dem 0:1 trotzdem nicht auseinanderfiel, wurde in der Schlussphase belohnt: Christian Libic sorgte in der 85. Minute noch für das 1:1. „Wir haben nicht aufgesteckt nach dem 0:1-Rückstand und haben dann zwar spät und glücklich noch einen Punkt geholt“, sagte Dorr.
Der Punktgewinn zum Start war für den ESV Schwarzenau damit nicht nur wegen des späten Ausgleichs wichtig, sondern auch, weil er einige Rückschlüsse auf die eigene Mannschaft zuließ. Dorr ordnete den Gegner als stark ein und verwies dabei auch auf dessen Kaderbewegungen: „Der Gegner war sehr gut, muss man sagen. Das war aber auch zu erwarten aufgrund der Transfers, die sie getätigt haben.“ Umso höher bewertete er, dass seine Elf in der neuen Ordnung lange im Spiel blieb und sich bis zum Ende nicht hängen ließ. Auch mit der Leitung des Unparteiischen war er zufrieden: „Der Schiedsrichter war eigentlich sehr gut. Er hat eine klare Linie gehabt.“ So blieb unter dem Strich ein Auftakt, mit dem Schwarzenau leben kann: vor guter Kulisse, mit viel Arbeit gegen den Ball, mit einem Rückstand kurz vor der Pause und mit einem späten Treffer, der zumindest einen Zähler rettete. „Der Start war okay, es war eine tolle Kulisse vor vielen Zusehern“, sagte Dorr – und genau so dürfte dieser Abend aus Sicht der Heimelf in Erinnerung bleiben.