In der 1. Klasse Waldviertel hat SV Waldhausen (NÖ) gegen SC St. Martin 1:1 gespielt. Für Christopher Bruckner fühlte sich der Punkt nach einem sehr wechselhaften Abend verdient an, auch wenn SC St. Martin eigentlich auf den ersten Sieg aus war. Nach schwierigem Beginn, dem Rückstand durch Martin Rejman und dem Ausgleich kurz vor der Pause durch Vojtech Mares wurde die Partie aus Sicht des Trainers vor allem durch den Ausschluss und mehrere strittige Entscheidungen geprägt.

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Christopher Bruckner sah eine Anfangsphase, in der SC St. Martin zunächst überhaupt nicht richtig in die Partie kam. „Wir hatten wieder Probleme, ins Spiel zu finden“, sagte der Trainer und beschrieb damit genau das, womit seine Mannschaft zu kämpfen hatte. SV Waldhausen (NÖ) habe in den ersten Minuten Vorteile gehabt, viel mit langen Bällen gearbeitet und danach extrem aggressiv auf den zweiten Ball gespielt. Genau dort, so Bruckner, habe SC St. Martin große Probleme gehabt. Der Rückstand in der 16. Minute durch Martin Rejman passte für ihn daher ins Bild, weil seine Mannschaft in dieser Phase nur schwer Zugriff bekam und sich erst nach und nach aus dieser unangenehmen Lage befreien konnte.
Danach änderte sich das Bild aus Sicht von Christopher Bruckner aber deutlich. SC St. Martin wurde besser, kam mehr ins Spiel und hatte laut seinem Trainer schon vor der Pause zwei oder drei richtig gute Möglichkeiten. Der Ausgleich in der 44. Minute durch Vojtech Mares fiel für ihn deshalb nicht zufällig, sondern „verdientermaßen“, wie er es formulierte. Auch nach dem Seitenwechsel sah Bruckner seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team. „Wir waren eigentlich schon spielbestimmend“, sagte er, auch wenn die ganz klaren Torchancen zunächst gefehlt hätten. Viel Ballbesitz allein reichte ihm aber nicht. Auf dem kleineren Platz habe SC St. Martin zu wenig Profit daraus geschlagen und es zu selten geschafft, mehr über die Seite zu kommen und mehr Bälle in den Strafraum zu bringen. Bis zu einem Abschluss von Patrick Kurzmann um die 60. oder 65. Minute herum fehlte aus seiner Sicht die letzte Durchschlagskraft.
Der Moment, der das Spiel aus Sicht des Trainers dann am stärksten veränderte, war die gelb-rote Karte gegen SC St. Martin. „Mit einem Mann weniger war es extrem schwierig für uns“, sagte Christopher Bruckner, der überzeugt war, dass seine Mannschaft in voller Besetzung noch weitere Möglichkeiten hätte kreieren können. Stattdessen verschob sich die Schlussphase deutlich. SC St. Martin musste mehr investieren, mehr arbeiten und vor allem dagegenhalten. Genau das hob der Trainer nach dem Schlusspfiff aber auch positiv hervor. „Die Leidenschaft und die Kampfbereitschaft, die uns letzte Woche wirklich gefehlt haben, waren heute da“, sagte er. Gerade nach dem Ausschluss habe seine Mannschaft „richtig Charakter gezeigt“ und geschlossen gekämpft. Auch weil SV Waldhausen (NÖ) in den letzten Minuten näher am Sieg gewesen sei, hatte Bruckner am Ende das Gefühl, dass sich SC St. Martin diesen Punkt mit viel Einsatz geholt hat.
Ein Thema ließ Christopher Bruckner nach dem Spiel dennoch nicht ganz los. Er sprach von zwei unglücklichen Abseitsentscheidungen gegen SC St. Martin, bei denen seine Mannschaft jeweils in eine sehr gute Situation gekommen wäre. Gleichzeitig hielt er aber auch fest, dass SV Waldhausen (NÖ) in der 92. oder 93. Minute nach seiner Einschätzung einen klaren Elfmeter hätte bekommen müssen. Den Unparteiischen wollte er deshalb nicht einseitig kritisieren. Ohne Assistenten seien solche Situationen schwer zu beurteilen, sagte er, nur die Linie sei für ihn über das ganze Spiel hinweg „nicht ganz klar“ gewesen. Unter dem Strich konnte Christopher Bruckner mit dem 1:1 leben: „Wenn man das ganze Spiel betrachtet, geht das X für beide in Ordnung.“ Dass der erste Dreier weiter auf sich warten lässt, verschwieg er nicht. SC St. Martin habe sich die drei Punkte fest vorgenommen, jetzt hoffe er, „dass es wieder besser wird und dass endlich der erste Dreier kommt“.