In der 1. Klasse Waldviertel hat der SV Albrechtsberg am Freitagabend gegen den ESV Schwarzenau mit 2:3 verloren. Aus Sicht der Gäste lag der Schlüssel zum Auswärtssieg im schnellen Comeback nach dem frühen Rückstand. Obmann Andreas Dorr sah vor allem den sofortigen Ausgleich, die taktische Disziplin nach der Pause und eine geschlossene kämpferische Leistung als Gründe dafür, dass Schwarzenau die drei Punkte aus Albrechtsberg mitnahm.

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Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Heimischen. Andreas Dorr machte keinen Hehl daraus, dass Schwarzenau in dieser Phase zunächst hinterherlief. "Die Anfangsminuten haben sicher Albrechtsberg gehört", sagte der Obmann. In der 13. Minute brachte Petr Matousek Albrechtsberg folgerichtig mit 1:0 in Führung. Für Dorr lag genau danach aber bereits einer der entscheidenden Momente dieses Abends. Nur zwei Minuten später stellte Dominik Koller auf 1:1, und dieser schnelle Ausgleich veränderte das Spiel aus Sicht der Gäste spürbar. "Sie sind verdient in Führung gegangen. Wir haben dann umgehend den Ausgleich erzielt", so Dorr. Bis zur Pause konnte Schwarzenau die Begegnung nach seiner Einschätzung ausgeglichen halten, was sich auch im 1:1-Halbzeitstand niederschlug.
Nach dem Seitenwechsel sah Dorr seine Mannschaft dann klar verbessert. "Aufgrund unserer taktischen Disziplin und dem kämpferischen Willen haben wir in der zweiten Hälfte ein bisschen mehr Spielanteile gehabt", erklärte er. Diese Phase schlug sich auch im Ergebnis nieder. In der 57. Minute brachte Georg Nigischer die Gäste mit 2:1 in Front. Dorr hob dieses Tor besonders hervor: "Das 2:1 war toll herausgespielt, der Pass in die Tiefe, und Georg Nigischer war dann eiskalt vorm Tor." Schwarzenau blieb danach am Drücker, belohnte sich aber zunächst nicht noch deutlicher. Laut Dorr wäre in dieser Phase sogar ein früheres 3:1 oder 4:1 möglich gewesen. Das 1:3 fiel schließlich in der 80. Minute durch Thomas Hahn, der in einer bereits etwas verfahrenen Situation noch einmal an den Ball kam und ihn über die Linie spitzelte.
Ganz erledigt war die Sache damit allerdings noch nicht. In der 83. Minute verkürzte Lukas Kania für Albrechtsberg auf 2:3 und brachte damit noch einmal Spannung in die Schlussphase. Dorr schilderte diese letzten Minuten offen und ohne jede Schönfärberei. "Zum Schluss ist Albrechtsberg wieder stärker geworden. Sie haben alles nach vorne geworfen, und wir haben uns in den letzten Minuten ein bisschen zu tief hinten reingestellt", sagte er. Dass seine Mannschaft den Vorsprung trotzdem über die Zeit brachte, passte für ihn zur gesamten Leistung. "Es war wieder eine tolle kämpferische Leistung", meinte der Schwarzenauer Obmann. Dazu komme, dass "die Abstimmung im Mittelfeld immer besser wird" und man "hinten auch schon besser" stehe. So war der Auswärtssieg für die Gäste nicht nur eine Frage der Tore, sondern auch eine Folge einer stabileren zweiten Halbzeit.
Dorr sah den Unterschied zwischen beiden Teams weniger in einzelnen Szenen als in der Gesamtanlage seiner Elf. "Wir sind sehr gut gestanden", sagte er, und er hatte auch den Eindruck, dass Albrechtsberg "zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr mit dem Elan aus der Kabine gekommen ist wie am Anfang". Den Gastgebern sprach er dennoch klar Qualität zu. Sie seien "ein gutes Kollektiv", hätten "starke Individualisten" und seien "bis zum Schluss torgefährlich" geblieben. Diskussionen wollte er daneben nicht aufmachen: Den Schiedsrichter sah Dorr über das ganze Spiel hinweg als "gut", eine umstrittene Szene sei aus seiner Position nicht klar zu beurteilen gewesen. Für Schwarzenau bleibt nach diesem 3:2 vor allem eine Erkenntnis hängen, die Dorr auch als Ausblick verstand: "Es war eine geschlossen gute Mannschaftsleistung unsererseits. Wenn sich jeder voll reinhaut, werden wir noch etliche Punkte sammeln." Nur bei der Chancenverwertung sieht er noch Luft nach oben: "Wenn wir die Torchancen noch ein bisschen effizienter nutzen, dann sind wir auf einem guten Weg."