Spielberichte

„Meine Mannschaft wollte den Sieg mehr“ – Kirchberg/Walde antwortet nach dem 1:1 stark

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SV Kirchberg/Walde
SC St. Martin

In der 1. Klasse Waldviertel hat sich SV Kirchberg/Walde am Samstag mit 3:1 gegen SC St. Martin durchgesetzt. Nach einer über weite Strecken offenen Partie lagen die Gastgeber zur Pause vorne, kassierten nach dem Seitenwechsel zwar rasch den Ausgleich, fanden dann aber die richtige Antwort. Trainer Daniel Glaser machte den Unterschied klar fest: „Ich finde, dass meine Mannschaft den Sieg mehr wollte.“

Fußball liegt im Tornetz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Aus einer offenen Anfangsphase wird ein 1:0

Glaser erlebte zunächst ein Spiel, das sich nicht früh in eine Richtung bewegte. „Es war anfangs eher ausgeglichen, mit guten Ballphasen auf beiden Seiten“, sagte der Kirchberger Trainer. Phasenweise habe seine Mannschaft mehr vom Spiel gehabt, dann wieder St. Martin. Ganz unzufrieden war er mit dieser Anfangsphase trotzdem nicht, weil Kirchberg/Walde bei Eckbällen und bei den besseren Möglichkeiten leichte Vorteile hatte. Diese leichte Überlegenheit zahlte sich in der 36. Minute aus, als Oleh Kvych das 1:0 machte. Mehr Zählbares kam bis zur Pause nicht mehr dazu, also gingen die Gastgeber mit einer knappen, aber aus Glasers Sicht verdienten Führung in die Kabine.

Nach dem Ausgleich antwortet Seidl

Nach dem Seitenwechsel wurde es für die Hausherren aber sofort unangenehm. Kirchberg/Walde kam laut Glaser nicht gut aus der Pause, und genau das nutzte St. Martin. „Wir haben den Anfang leider ein wenig verschlafen und dann relativ schnell den Ausgleich bekommen“, sagte der Trainer rückblickend. In der 51. Minute stellte Manuel Kaineder auf 1:1, Glaser sprach in dieser Szene von einem Stellungsfehler. Danach, so sein Eindruck, plätscherte die Partie für kurze Zeit dahin. Entscheidend war deshalb, dass seine Mannschaft das Spiel nicht aus der Hand gab, sondern sich wieder fing. „Wir haben dann eigentlich das Spiel wieder in den Griff bekommen“, sagte Glaser, und genau in dieser Phase kippte die Begegnung erneut auf die Seite von Kirchberg/Walde.

Ein schneller Angriff bringt die Partie wieder auf Kirchberger Seite

Der Schlüssel dazu war das 2:1 durch Marco Seidl in der 61. Minute, das Glaser auch im Nachhinein als den entscheidenden Moment des Nachmittags bezeichnete. „Der Zeitpunkt der Tore war heute wichtig. Das 2:1 von Marco Seidl hat das Spiel wieder auf unsere Seite gedreht“, erklärte der Coach. Besonders gefiel ihm dabei die Entstehung. St. Martin war im Angriff, Kirchberg/Walde arbeitete laut Glaser defensiv sehr gut und schaltete nach dem Ballgewinn sofort um. „Wir haben mit maximal zwei Kontakten die Tiefe gesucht, sind mit zwei, drei sehr guten Pässen schnell in die gegnerische Hälfte gekommen“, schilderte er. Den Abschluss löste Seidl dann stark: noch ein Haken nach innen, dann der Schuss mit rechts ins kurze Eck. Für Glaser war das nicht nur ein schönes Tor, sondern genau die Aktion, die seiner Mannschaft wieder die Kontrolle gab.

Raffetzeder setzt den Schlusspunkt, Glaser bleibt rundum zufrieden

Mit der neuerlichen Führung im Rücken hatte Kirchberg/Walde die Partie laut Glaser danach weitgehend im Griff. Er sprach nur noch von einzelnen Situationen für den Gegner und davon, dass seine Mannschaft von den Chancen her „nicht wirklich was zugelassen“ habe. In der 87. Minute fiel dann auch die Entscheidung: Fabian Raffetzeder traf mit einem Freistoß zum 3:1. „Den Treffer gönne ich Fabian natürlich sehr. Der Gegner war heute seine ehemalige Mannschaft“, sagte Glaser, der insgesamt von einem verdienten Heimsieg sprach. Zum Gesamtbild passte für ihn, dass seine Mannschaft St. Martin so vorfand, wie sie es erwartet hatte. „Wir haben das sehr gut umgesetzt und den Gegner großteils im Griff gehabt“, meinte der Trainer, auch wenn er offen einräumte, dass es spielerisch nicht der beste Auftritt seiner Elf war. Das lag auch an den Bedingungen, denn der starke Wind machte hohe Bälle schwer einschätzbar, und im letzten Drittel fehlte öfter der letzte Pass. Den entscheidenden Unterschied sah Glaser trotzdem klar im Willen: „In gewissen Momenten waren wir den Schritt aggressiver gegen den Ball und auch mit dem Ball.“ Entsprechend zufrieden fiel auch sein Schlusswort aus: „Wichtig sind die drei Punkte, der Heimsieg und weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Das war das Minimalziel.“ Mit acht Punkten aus vier Runden bleibt Kirchberg/Walde ohne Niederlage und liegt aktuell auf Rang zwei. Gerade wegen einiger Ausfälle zeigte sich der Coach nach Schlusspfiff „megastolz“ auf seine Jungs und sprach von einer Mannschaft, die auf einem guten Weg ist.

1. Klasse Waldviertel: Kirchberg/Walde : St. Martin - 3:1 (1:0)

  • 87
    Fabian Raffetzeder 3:1
  • 61
    Marco Seidl 2:1
  • 51
    Manuel Kaineder 1:1
  • 36
    Oleh Kvych 1:0