In der 1. Klasse Waldviertel hat USV WFLG Raxendorf am Freitagabend gegen USC Schweiggers mit 4:1 gewonnen und sich den Erfolg laut Trainer Michael Böhm schon früh erarbeitet. Die Gastgeber gingen rasch in Führung, legten bis zur Pause nach und hatten die Partie nach dem 3:0 über weite Strecken im Griff. Böhm sprach von mehr Biss, mehr Laufbereitschaft und einer geschlossenen Teamleistung.

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Raxendorf war von Beginn an das aktivere Team und belohnte sich bereits in der 7. Minute. Michal Matus brachte einen Eckball zur Mitte, Jakub Kosorin setzte den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz und gab der Partie damit sofort die Richtung. Auch danach blieben die Gastgeber am Drücker und waren weiter das gefährlichere Team. In der 26. Minute fiel das 2:0 erneut nach einem ruhenden Ball: Nach einer zunächst abgewehrten Ecke flankte Stefan Engelhart noch einmal retour, Roland Gerebenits verlängerte per Kopf und Kosorin war wieder zur Stelle. Böhm gefiel vor allem, dass seine Mannschaft früh Zugriff bekam. "Wir haben ganz gut angefangen. Wir waren besser im Spiel und hatten ein Chancenplus", sagte der Trainer nach dem 2:0-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis Raxendorf auch den letzten Zweifel beseitigte. In der 53. Minute schnürte Kosorin seinen Dreierpack und machte nach Einschätzung seines Trainers damit den Deckel auf die Partie. "Nach dem 3:0 war das Spiel erledigt", sagte Böhm und hob diesen Treffer noch einmal besonders hervor: "Kosorin hat mit dem linken Fuß von der Seite ein super Tor geschossen." Nur sechs Minuten später legte Stefan Engelhart das 4:0 nach. Der Anschlusstreffer von Thomas Steinbauer in der 76. Minute änderte am klaren Verlauf nichts mehr. "Wir waren in den Zweikämpfen bissiger und hatten mehr Laufbereitschaft", erklärte Böhm. "Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und das hat man von Anfang an gesehen."
Besonders zufrieden war Böhm damit, wie geschlossen seine Mannschaft auftrat. "Der Teamgeist und der Zusammenhalt waren ausschlaggebend. Alle haben von Anfang bis zum Schluss für den Sieg gekämpft", sagte er nach dem Schlusspfiff. Ganz ohne Kritik wollte er den Abend aber nicht abhaken. Nach seiner Einschätzung hätte der Erfolg noch deutlicher ausfallen können, weil Raxendorf mehrere Möglichkeiten liegen ließ. "Wir müssen die vielen Chancen noch besser nutzen, dann gewinnst du so ein Spiel noch höher", meinte der Trainer. Auch im weiteren Spielverlauf fordert er von seiner Mannschaft mehr Ruhe. Hinten dürfe man nicht schusselig werden, vielmehr müsse man in Druckphasen des Gegners sauber herausspielen und ruhig bleiben. Mit der Leistung des Schiedsrichters war Böhm im Großen und Ganzen einverstanden, auch wenn ihm beim Stand von 4:0 ein aus seiner Sicht klarer Elfmeter für seine Elf fehlte.
Unter dem Strich blieb damit ein Heimsieg, den Böhm vor allem über die Art und Weise erklärt. Mehr Biss, mehr Laufarbeit und eine geschlossene Teamleistung waren für ihn die Punkte, die dieses 4:1 getragen haben. Dass Schweiggers in der Nachspielzeit nach der Roten Karte gegen Patrick Bruckner noch einen Feldspieler verlor, fiel da kaum noch ins Gewicht. Für Raxendorf ist der Erfolg in Runde fünf dennoch mehr als nur ein gutes Ergebnis an einem Abend. Die Mannschaft hält nun bei sieben Punkten und nimmt aus dem klaren Sieg zugleich mit, woran weiter gearbeitet werden muss: vor dem Tor noch konsequenter sein und in heiklen Phasen noch ruhiger bleiben. Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und Anspruch war bei Böhm nach dem Spiel deutlich herauszuhören.