In der 1. Klasse Waldviertel hat UFC Arbesbach am Samstag gegen SV Albrechtsberg mit 0:2 verloren. Entscheidend war ein Doppelschlag vor der Pause, der die Partie aus Sicht von Trainer Stefan Eichhorn kippte. Der Arbesbacher Coach sprach danach von einem Spiel auf Augenhöhe in der Anfangsphase, ordnete die Begegnung aber auch als vielleicht schwächsten Auftritt seiner Mannschaft in den ersten fünf Runden ein.

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Stefan Eichhorn hatte den Start seiner Mannschaft zunächst noch positiv gesehen. "Die ersten fünfzehn Minuten haben wir wieder unsere Chancen gehabt. Wir haben das mutig versucht", sagte der Arbesbacher Trainer direkt nach dem Schlusspfiff. Genau deshalb ärgerte ihn der weitere Verlauf umso mehr. Bis zur Mitte der ersten Hälfte sah er seine Mannschaft durchaus auf Augenhöhe, ehe das Spiel in der 25. und 26. Minute plötzlich in eine ganz andere Richtung lief. Zuerst brachte Pavel Kucharcuk die Gäste mit 1:0 in Führung, nur wenig später legte Martin Teufel das 2:0 nach. Für Eichhorn war diese kurze Phase auch im Rückblick der klare Wendepunkt. "Wir haben das Spiel in zwei Minuten aus der Hand gegeben", sagte er. Mit diesem Doppelschlag war Albrechtsberg schon zur Pause klar vorne, und Arbesbach lief dem Rückstand danach den Rest des Abends hinterher.
Besonders offen sprach Eichhorn über die Entstehung der beiden Gegentreffer. "Einmal haben wir den Ball im Spielaufbau im Zentrum verloren, beim zweiten Mal war ein Fehler in der Innenverteidigung dabei", erklärte er. Einzelne Spieler wollte er deswegen aber ausdrücklich nicht herausheben. "Ich würde da jetzt keinen kritisieren, weil das zu unserem Lernprozess gehört", stellte der Arbesbacher Trainer klar. Für ihn zeigt genau so ein Abend, wie eng der Spielraum auf diesem Niveau ist. "Man sieht, dass eine Liga höher fast jeder Fehler bestraft wird", sagte Eichhorn. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt. Albrechtsberg habe "einen guten Mix in der Mannschaft", verfüge vorne über "sehr starke Legionäre" und habe den Vorsprung danach "taktisch gut fertig gespielt". Aus seiner Sicht machten die Gäste nach dem 2:0 "nur das Nötigste", zogen sich etwas tiefer zurück und verteidigten die Führung sauber bis zum Ende.
Dass Arbesbach nach fünf Runden weiter im unteren Tabellenbereich steckt, erklärt Eichhorn nicht mit fehlender Einstellung, sondern mit jenen kleinen Unterschieden, die sich derzeit immer wieder bemerkbar machen. "Uns fehlen vielleicht ein, zwei gestandene Spieler, die Ruhe und Ordnung reinbringen und auch einmal ein Spiel entscheiden", meinte er. Andere Teams hätten solche Entscheidungsspieler, oft auch Legionäre, die Woche für Woche Partien auf ihre Seite ziehen. Arbesbach habe sich aber bewusst dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen und den jungen Spielern zu vertrauen. "Da bezahlen wir am Anfang unser Lehrgeld. Es fehlt nicht viel, es ist ganz wenig, aber Woche für Woche sind es kleine Nuancen, wegen denen wir die Spiele schlussendlich nicht gewinnen", sagte Eichhorn. Trotz der Niederlage blieb sein Blick auf die eigene Mannschaft nicht nur kritisch. "Das ist ein super Kern und ein gutes Team. Qualität ist da", betonte er. Wenn ein paar Stellschrauben greifen, sei das für ihn "definitiv eine Mannschaft, die in die Liga hingehört". Ausreden suchte er keine, auch nicht beim Unparteiischen. "Der Schiedsrichter war okay", sagte Eichhorn. Damit bleibt für die Arbesbacher die gleiche Aufgabe wie in den vergangenen Wochen: Ärmel hochkrempeln, den Lernprozess annehmen und weiter um jeden Punkt fighten, während Albrechtsberg mit nun zehn Zählern in der Spitzengruppe bleibt.