In der 1. Klasse Waldviertel hat sich SV Albrechtsberg am Samstagabend mit 2:0 gegen 1. SV Appel Vitis durchgesetzt. Trainer Stefan Erlebach sah zunächst eine offene Partie, ehe seine Mannschaft mehr Kontrolle übernahm und sich noch vor der Pause entscheidend absetzte. Vor allem das 2:0 unmittelbar vor dem Seitenwechsel war für ihn jener Moment, der den Gästen den Weg zurück ins Spiel praktisch verbaute.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Der Beginn war nach Erlebachs Einschätzung noch nicht eindeutig verteilt. "In der ersten halben Stunde gab es Chancen auf beiden Seiten", sagte der Trainer und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der sich noch kein klarer Vorteil erkennen ließ. Albrechtsberg hatte früh eine gute Möglichkeit durch Lukas Kania, der mit dem Kopf aber nicht ins Tor traf. Auf der anderen Seite musste auch der Torhüter der Gastgeber gleich eingreifen und eine gute Chance der Gäste entschärfen. Erst danach gewann Albrechtsberg mehr Zugriff auf das Spiel. Erlebach formulierte es so: "Wir waren dann doch spielbestimmend, haben mehr fürs Spiel gemacht." Diese Phase brachte dann auch die Führung. In der 17. Minute wurde ein Abschluss der Heimischen abgefälscht, sprang an die Latte und Pavel Kucharcuk stand richtig, um den Ball zum 1:0 einzuköpfen. Für den Trainer passte dieser Treffer gut zum Verlauf, weil seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits mehr vom Spiel hatte.
Mit dem 1:0 im Rücken blieb Albrechtsberg weiter das aktivere Team, und genau daraus entstand auch jene Szene, die Erlebach nach dem Spiel besonders hervorhob. "Das 2:0 kurz vor der Pause war ganz wichtig. Da war es für Vitis schwer, noch einmal ins Spiel zurückzukommen", sagte er. Gemeint war der Treffer von Lukas Kania in der 44. Minute. Der Offensivspieler brach laut Trainer über die linke Seite durch, startete noch vor der eigenen Hälfte seine Aktion und schloss diese stark zum 2:0 ab. Damit bekam eine zuerst offene Partie unmittelbar vor dem Seitenwechsel eine klare Richtung. Statt mit einem knappen Vorsprung in die Kabine zu gehen, hatte Albrechtsberg plötzlich zwei Tore Polster. Erlebach nannte genau diese Situation den Schlüsselmoment des Abends. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste zwar, noch einmal Druck aufzubauen, am Spielstand änderte das aber nichts mehr. Der Coach sprach davon, dass seine Mannschaft das Spiel danach "ganz trocken nach Hause gespielt" habe.
Ein wesentlicher Grund für den Heimsieg war aus Sicht des Trainers die Defensivarbeit seiner Mannschaft. "Es freut mich irrsinnig, dass wir das zweite Mal jetzt zu null gespielt haben", sagte Erlebach und machte deutlich, dass ihn nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art des Auftritts zufriedenstellte. Albrechtsberg stand hinten stabil, ließ insgesamt nur wenig zu und gab Vitis nach seinen Worten in der zweiten Halbzeit überhaupt keine nennenswerte Torchance mehr. "Wir verteidigen momentan sehr gut und sehr kompakt", so der Coach. Auch den Gegner ordnete er differenziert ein. Er sprach Vitis die Qualität nicht ab, meinte aber zugleich, dass das Fehlen von Dominik Sibal zu spüren gewesen sei. Überraschend fand Erlebach vor allem, dass die Gäste über weite Strecken fast nur mit hohen Bällen nach vorne arbeiteten. Darin steckte mit den schnellen Spielern zwar immer eine gewisse Gefahr, Albrechtsberg habe diese Situationen aber gut verteidigt und insgesamt sauber gelöst.
Am Ende stand damit ein Heimsieg, den Erlebach ohne Zögern als verdient einordnete. Seine Mannschaft übernahm nach offenem Beginn die Kontrolle, nutzte die beiden entscheidenden Momente vor der Pause und ließ danach kaum noch etwas anbrennen. Viel Gesprächsstoff abseits des Ergebnisses gab es laut dem Trainer nicht, strittige Szenen habe es keine gegeben. Umso mehr stellte er den mannschaftlichen Auftritt in den Mittelpunkt. "Ich kann meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Ich bin irrsinnig froh, dass wir die drei Punkte holen und wir im ersten Drittel dabei sind", sagte Erlebach. Dazu komme eine gute Stimmung im Team, was man aktuell auch auf dem Platz sehe. Mit 13 Punkten aus sechs Spielen steht Albrechtsberg nach dieser Runde an der Spitze der Tabelle. Der Auftritt gegen Vitis passte genau zu diesem Zwischenstand: hinten sehr stabil, vor der Pause effektiv und nach dem Wechsel souverän genug, um nichts mehr anbrennen zu lassen.