In der 1. Klasse Waldviertel hat der SC Pfaffenschlag am Sonntag eine 1:2-Heimniederlage gegen USC Hartl Haus Echsenbach hinnehmen müssen. Zur Pause stand es noch 0:0, nach dem Führungstor der Gastgeber drehte Echsenbach die Partie in den letzten Minuten noch. Für Sektionsleiter Josef Baireder war vor allem der Ausgleich ausschlaggebend: "Da hat die Mannschaft Moral bewiesen und trotz Unterzahl nicht aufgegeben."

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Aus Sicht der Gäste war der Weg zu diesen drei Punkten allerdings alles andere als einfach. Baireder schilderte eine erste Hälfte, "Wir waren nicht ganz im Spiel wobei wir schon ein Tor hätten machen können", sagte er nach dem Abpfiff und machte auch einen Einschnitt im Spiel aus. Nach der Verletzung des Echsenbacher Kapitäns, der mit der Rettung ins Spital gebracht werden musste, sei Pfaffenschlag "etwas besser" gewesen. Dass es zur Pause trotzdem beim 0:0 blieb, hielt die Partie offen, auch wenn die Gäste in dieser Phase noch nicht so auftraten, wie sie sich das vorgestellt hatten.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann auch auf der Anzeigetafel einen klareren Verlauf. In der 62. Minute brachte Patrik Capka den SC Pfaffenschlag mit 1:0 in Führung, und genau dieses Gegentor wollte Baireder so nicht stehen lassen. "Das Tor dürfen wir so nicht bekommen." sagte er offen. Trotzdem war für ihn entscheidend, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel, sondern weiter an ihre Chance glaubte. Gerade dieser Aspekt gefiel ihm an diesem Nachmittag besonders. "Besonders gut war, dass trotz Rückstand wieder jeder für jeden gekämpft hat und trotz Unterzahl kein Unterschied zu sehen war", sagte Baireder. Damit beschrieb er genau das, was seine Elf in der Schlussphase noch einmal ins Spiel zurückbrachte.
Entscheidend wurde dann die Schlussphase, und auch da hatte Baireder eine ganz klare Szene im Kopf. "Der wichtigste Moment war der Ausgleich in der 80. Minute, danach wollten wir den Sieg noch mehr ", sagte der Echsenbacher Sektionsleiter. Offiziell fiel das 1:1 in der 82. Minute, als Jindrich Kucera für die Gäste traf. Drei Minuten später war die Partie dann komplett gedreht: Ein Eigentor von Manuel Meller brachte Echsenbach mit 2:1 in Führung. Baireder leitete daraus auch seine Bewertung des Resultats ab. "Dadurch finde ich, dass der Sieg dann letztendlich auch verdient war", meinte er.
Auch den Gegner wollte Baireder nach dem Spiel nicht kleinreden, seine Sicht auf die Kräfteverhältnisse formulierte er aber ebenso deutlich. "Der Gegner hat bestimmt nicht schlecht gespielt, wobei sie meistens nur auf Konter gespielt haben und wir eigentlich die bessere Mannschaft waren", sagte er. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen, die Schiedsrichterleistung sei für ihn "in Ordnung" gewesen. Über das Ergebnis hinaus richtete sich der Blick bei Echsenbach aber schon wieder auf das große Ganze. Baireder verwies darauf, dass seine Mannschaft erneut mit drei Spielern des Jahrgangs 2009 gestartet sei. "Ich denke, wir sind auf einem guten Weg mit unseren jungen Spielern und hoffen, dass es so weitergeht", sagte er. Gleichzeitig bleibt die Personallage angespannt, weil aktuell drei Spieler verletzt fehlen und nach dem Sonntag vor allem die Hoffnung mitschwingt, dass sich die Verletzung des Kapitäns nicht als schwerwiegend herausstellt. "Wir können noch nichts genaueres zu der Verletzung sagen, müssen erst die Untersuchungen abwarten." so Baireder.