In der 1. Klasse Waldviertel hat SV Albrechtsberg am Samstag auswärts beim SC St. Martin einen 2:0-Sieg eingefahren und damit die Tabellenführung verteidigt. Trainer Stefan Erlebach sprach trotz einer nur "mittelmäßigen Leistung" von einem verdienten Erfolg, weil seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, defensiv wieder kaum etwas zuließ und nach dem wichtigen 1:0 die Partie sauber auf ihre Seite brachte.

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Erlebach sah seine Mannschaft vom Anpfiff weg als das aktivere Team. "Über neunzig Minuten gesehen haben wir mit einer mittelmäßigen Leistung einen verdienten Sieg eingefahren", sagte der Albrechtsberg-Trainer nach der Partie. Vor allem in der ersten Hälfte habe seine Elf das Spiel bestimmt und sich auch sehr gute Möglichkeiten erarbeitet. Dass es zur Pause nur bei einem knappen Vorsprung blieb, hatte aus seiner Sicht auch mit dem St. Martiner Torwart zu tun, der "ein paar Mal sehr gut gehalten" habe. Der Treffer zum 1:0 fiel in Minute 24 dann nach einem Fehler der Gastgeber im Aufbau. Ein Fehlpass landete bei Pavel Kucharcuk, der laut Erlebach cool blieb und die Einladung annahm. "Da hat uns der Gegner zum Toreschießen eingeladen", sagte der Trainer. Genau dieses Tor sei "ganz wichtig" gewesen, weil es seinem Team in einer insgesamt kontrollierten ersten Halbzeit auch den Ertrag brachte.
Nach dem Seitenwechsel kam St. Martin nach Einschätzung des Albrechtsberg-Coachs zwar etwas besser in die Partie, wirklich gefährlich wurde es aus seiner Sicht aber nicht. "In der zweiten Hälfte ist St. Martin ein bissl besser aufgekommen, hat aber eigentlich keine nennenswerten Torchancen gehabt", ordnete Erlebach die Phase nach der Pause ein. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft nach der Führung nicht nachließ und defensiv wieder sehr geschlossen auftrat. "Wir sind hinten wieder kompakt gestanden, das dritte Mal zu null gespielt. Das zeigt schon Klasse in der Defensive", betonte er. Gerade dieser stabile Auftritt sei momentan ein wichtiger Faktor, weil der Gegner nur sehr wenig Torgefahr entwickelte. Mit dem 2:0 in der 69. Minute war die Richtung endgültig klar. Ein Eigentor von Andreas Wandl baute den Vorsprung aus und gab den Gästen die nötige Ruhe für die Schlussphase.
Ganz ohne Kritik wollte Erlebach den Auftritt seiner Mannschaft aber nicht stehen lassen. "Das Aufbauspiel war wieder gut", sagte er, und auch insgesamt habe Albrechtsberg an diesem Tag "mehr Klasse" gehabt als der Gegner. Gleichzeitig störte ihn, dass die Partie nicht schon viel früher entschieden wurde. Nach seiner Einschätzung waren genug Chancen da, dass seine Mannschaft "vier bis fünf Tore schießen" müsse. Dass das nicht gelang, sei "ein bissl schade" gewesen, weil man den Sack damit früher hätte zumachen können. Auch für den Gegner fand der Trainer dennoch respektvolle Worte. St. Martin habe einen sehr guten Torwart gehabt und in der Innenverteidigung immer wieder versucht, kontrolliert aufzubauen. "Das haben sie gut gemacht, aber sie sind dann nicht wirklich gefährlich geworden", meinte Erlebach. Zufrieden war er außerdem mit der Leitung des Unparteiischen: "Er hat eine klare Linie gehabt." Unterm Strich stand damit ein verdienter 2:0-Auswärtssieg, mit dem Albrechtsberg nach sieben Runden bei 16 Punkten hält und an der Spitze bleibt.