In der 1. Klasse Waldviertel hat der USC Hartl Haus Echsenbach dem Tabellenführer USV Gastern lange Paroli geboten, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Beim 0:1 entschied erst der Treffer von Daniel Fasching in der 87. Minute eine enge Partie. Trainer Robert Leutgeb sprach danach von einer kämpferisch guten Leistung und meinte, ein Remis wäre aus seiner Sicht gerecht gewesen.

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So, wie Leutgeb das Spiel schilderte, teilte sich die Partie klar in zwei Halbzeiten. Vor der Pause hatte Gastern mehr vom Spiel, Echsenbach stand aber kompakt und ließ praktisch nichts zu. „Gastern war in der ersten Halbzeit spielbestimmend und wir haben gut verteidigt und keine Torchancen zugelassen“, sagte der Trainer. Das 0:0 zur Pause passte damit aus seiner Sicht zum Verlauf. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. Echsenbach wurde aktiver, war laut Leutgeb von der 50. Minute an bis weit in die Schlussphase hinein tonangebend und kam auch zu Abschlüssen. Vor allem Weitschüsse und ein paar Kopfbälle waren da, die Gastgeber belohnten sich dafür aber nicht. So blieb es lange beim 0:0, ehe Daniel Fasching in der 87. Minute doch noch den Gasterner Siegtreffer erzielte.
Dass die Partie am Ende doch kippte, machte Leutgeb ganz klar an der Entstehung des Gegentores fest. „Da müssen wir ein taktisches Foul machen oder ihn irgendwie zurückhalten“, sagte er über die Szene kurz vor dem 0:1. Aus seiner Sicht ließ Echsenbach den Angriff durch die Mitte zu, Gastern spielte nach einem Ballgewinn schnell nach vorne und kam dann doch noch zum Abschluss. Den Treffer selbst schilderte er als Schuss aus rund 20 Metern, der noch etwas abgerissen ins Kreuzeck ging. Gerade deshalb wog die Niederlage aus seiner Sicht doppelt schwer. „Sonst kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen“, betonte Leutgeb. Für ihn wäre ein Unentschieden verdient gewesen, weil seine Elf lange diszipliniert verteidigte und nach der Pause selbst die aktivere Mannschaft war.
Umso höher ordnete der Echsenbacher Trainer die eigene Leistung ein, weil die Voraussetzungen alles andere als einfach waren. Nach seinen Angaben fehlten fünf Stammkräfte, dazu standen drei U16-Spieler in seiner Mannschaft. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Leutgeb, der die jungen Kräfte ebenso hervorhob wie den Auftritt des gesamten Teams. Auch den Gegner ordnete er nüchtern ein: „Gastern hätte ich ein bisschen stärker eingeschätzt als heute. Aber sie haben glücklich gewonnen und stehen an erster Stelle. Dafür müssen wir ihnen gratulieren.“ Dass er trotz der Niederlage so klar blieb, passte auch zu seiner Einschätzung des Rahmens. Dem Schiedsrichter stellte Leutgeb ein sehr gutes Zeugnis aus. Nach sieben Runden hält Echsenbach bei 12 Punkten und hat gegen den Spitzenreiter gezeigt, dass es auch unter schwierigen personellen Umständen voll dagegenhalten kann.