In der 1. Klasse Waldviertel musste sich der ESV Schwarzenau dem USC Schweiggers mit 1:2 geschlagen geben. Nach dem frühen Rückstand kämpften sich die Gastgeber zwar zum 1:1 zurück, standen am Ende aber ohne Punkte da. Obmann Andreas Dorr sprach danach von einem verkrampften Auftritt und meinte klar, dass seine Mannschaft ihre vorhandene Qualität derzeit nicht auf den Platz bringt.

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Für Schwarzenau begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 3. Minute brachte Thomas Steinbauer die Gäste mit 1:0 in Führung, und dieser frühe Treffer bestimmte eine erste Hälfte, in der die Gastgeber dem Rückstand hinterherlaufen mussten. Zur Pause stand es weiter 0:1, und Dorr beschrieb die Begegnung insgesamt als „ein sehr verkrampftes Spiel von beiden Mannschaften“. Erst im letzten Drittel der Partie kam neue Hoffnung auf, als Jozef Rejdovian in der 69. Minute den Ausgleich erzielte. Nach diesem 1:1 hatte Schwarzenau aus Sicht des Obmanns zumindest wieder mehr Zug im Spiel. „Wir haben das 1:1 erzielt und dann ein bissl mehr gedrückt“, sagte Dorr. Lange hielt diese Phase aber nicht an, denn in der 78. Minute stellte Jan Kosak auf 2:1 für Schweiggers. Genau dieses Tor war für Dorr der Knackpunkt: „Mit dem 2:1 durch Schweiggers war das eigentlich erledigt.“
Deutlich wurde Dorr vor allem in der Einordnung der eigenen Leistung. Er suchte die Gründe für die Niederlage nicht in einzelnen Nebenschauplätzen, sondern bei der Mannschaft selbst. „Wir bringen einfach derzeit die Qualität, die wir haben, nicht auf den Platz“, sagte der Schwarzenauer Obmann, und damit sprach er ein Problem an, das über die 90 Minuten dieses Spiels hinausgeht. Dazu kam für ihn, dass nicht nur spielerisch einiges fehlte, sondern auch im Einsatz nicht alles zusammenpasste. „Es hat vielleicht auch der letzte Kampfeswille gefehlt“, erklärte Dorr. Besonders hart fiel seine Einschätzung aus, als er den Gegner einordnete. „Der Gegner war nicht besonders stark, aber wir waren leider noch schwächer“, sagte er. Damit war auch klar, wie Dorr die Partie gesehen hat: nicht als Spiel, das an einem übermächtigen Gegner verloren ging, sondern als eine Begegnung, in der Schwarzenau zu wenig aus den eigenen Möglichkeiten machte.
Am Unparteiischen wollte Dorr die Niederlage ausdrücklich nicht festmachen. „Der Schiedsrichter hat keinen spielentscheidenden Fehler gemacht“, hielt er fest und nahm damit jede mögliche Ausrede sofort aus der Diskussion. Ein klein wenig Positives nahm er dennoch mit, weil seine Mannschaft sich nach dem Rückstand und auch nach dem 1:2 nicht völlig aufgab. „Man hat bis zum Schluss alles probiert, aber es war an diesem Tag einfach zu wenig, spielerisch wie auch kämpferisch“, sagte Dorr. Genau in diesem Satz steckt auch der Ausblick für die nächsten Wochen. Schwarzenau bleibt nach sieben Runden mit vier Punkten am Tabellenende, und aus Sicht des Obmanns geht es nun vor allem darum, dass die Mannschaft wieder freier auftritt. „Ich glaube, ein bissl Mut und Selbstvertrauen haben gefehlt“, meinte Dorr. Nach dem 1:2 gegen Schweiggers ist damit klar, wo Schwarzenau ansetzen muss, wenn der nächste Anlauf endlich wieder Punkte bringen soll.