In der 1. Klasse Waldviertel hat USC Hartl Haus Echsenbach am Sonntag USV Kautzen mit 3:1 besiegt und sich in Runde neun wichtige Punkte geholt. Trainer Robert Leutgeb sah ein über weite Strecken sehr dominantes Heimspiel seiner Mannschaft, die mit zwei frühen Treffern den Ton angab. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht der starke Start, die gewonnenen Zweikämpfe und die größere Effizienz vor dem Tor.

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Für Robert Leutgeb war die Richtung der Partie schon in der Anfangsphase klar zu erkennen. „Wir haben die Platzwahl gewonnen und den Wind auf unserer Seite gehabt. Das war heute schon ein ausschlaggebender Punkt“, sagte der Echsenbacher Trainer nach dem Schlusspfiff. Noch wichtiger war aus seiner Sicht aber, wie seine Mannschaft in die Partie hineinging. Echsenbach war sofort präsent, ließ Kautzen kaum zur Entfaltung kommen und belohnte sich früh. Lukas Scheibelberger traf in der 9. Minute zum 1:0 und legte in der 14. Minute gleich das 2:0 nach. Leutgeb sprach von einem „sehr dominanten Spiel“, weil sein Team den Gegner zunächst „nicht ins Spiel kommen“ ließ. Den ersten Treffer schilderte er so: „Patrick Strohmayer hat auf Lukas Scheibelberger gespielt, etwa zwanzig Meter vor dem Tor. Der Verteidiger ist ein bisschen weggerutscht und Lukas hat sich das nicht nehmen lassen und mit links ins rechte untere Eck getroffen.“ Auch beim zweiten Tor habe sein Angreifer eine ganz ähnliche Situation genutzt, „einen kurzen Haken gemacht und ihn ins andere Eck versenkt“.
Ganz durchgezogen hat Echsenbach die starke Anfangsphase nach dem Doppelschlag allerdings nicht. „Dann haben wir ein bisschen zum Spielen aufgehört“, sagte Leutgeb offen. Kautzen kam dadurch besser hinein und verkürzte in der 22. Minute durch Daniel Kainz auf 2:1. Der Trainer ärgerte sich dabei ein wenig, weil diese Situation aus seiner Sicht „ein bisschen besser zu verteidigen“ gewesen wäre. Mit dem knappen Vorsprung ging es auch in die Pause. Dort sprach Leutgeb die nachlassende Phase an, und seine Mannschaft reagierte. „In der Halbzeit haben wir das angesprochen, und in der zweiten Halbzeit waren wir gegen den Wind noch stärker als sie“, erklärte er. Genau das war für ihn ein wichtiger Punkt, weil Echsenbach auch ohne die besseren Bedingungen weiter das aktivere Team blieb. Kautzen kam laut Leutgeb nur noch zu „ein, zwei Halbchancen“, während seine Elf das Spiel wieder besser kontrollierte. In der 56. Minute fiel dann die Entscheidung: Nico Strohmaier stellte auf 3:1. Für Leutgeb war das ein Treffer, der den Auftritt seiner Mannschaft gut zusammenfasste. „Das war eine super Kombination nach vorne über Jindrich Kucera, Valentin Höltl und Lukas Zukal. Lukas Zukal hat dann den Endpass auf Nico Strohmaier gespielt, und der hat ihn ins Eck reingehauen.“
Dass Lukas Scheibelberger mit seinen beiden frühen Treffern so stark im Mittelpunkt stand, kam für den Trainer nicht ganz zufällig. Leutgeb hatte vor dem Spiel umgestellt und ihn diesmal im Zentrum aufgeboten. „Ich habe Lukas Scheibelberger diesmal als Mittelstürmer spielen lassen, und Gott sei Dank hat er die ersten zwei Tore gemacht. Da bin ich überglücklich“, sagte der Coach. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung der Einzelleistung: „Er war heute der herausragende Spieler, obwohl die Mannschaftsleistung sehr gut war. Aber man muss ihn noch einmal herausheben.“ Gleichzeitig wollte Leutgeb den Sieg nicht nur an einem Namen festmachen. Für ihn lag der entscheidende Unterschied auch darin, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase spielerisch stark war und in den direkten Duellen sehr viel gewann. „Wir haben jeden Zweikampf gewonnen, waren spielerisch sehr gut in der Anfangsphase, haben dann ein bisschen den Faden verloren, ihn aber wieder gefunden“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner wie Kautzen, den Leutgeb als spielerisch stark und kampfkräftig beschrieb, war das für ihn ausschlaggebend. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht mit allem. „Luft nach oben gibt es weiter bei der Chancenauswertung. Wir haben sicher noch vier, fünf Hochkaräter gehabt, die wir nicht gemacht haben.“ Dazu komme, dass man „ein paar Situationen noch besser verteidigen“ müsse, um noch kompakter zu stehen.
Dass Leutgeb nach dem 2:1 nicht unruhig wurde, hatte auch mit den Erfahrungen aus dem Frühjahr zu tun. Damals hatte Echsenbach gegen Kautzen nach eigener 3:1-Führung noch 3:4 verloren. „Das war unser Weckruf, das habe ich auch noch einmal angesprochen“, erzählte der Trainer. Diesmal lief es anders, weil seine Mannschaft nach der kurzen wackligen Phase wieder klarer wurde und den Vorsprung nicht mehr aus der Hand gab. Entsprechend nüchtern, aber zufrieden fiel auch sein Gesamturteil aus: „Vor dem Tor waren wir effektiver, dazu war unsere spielerische und kämpferische Leistung heute besser als die von Kautzen.“ Dazu passte für ihn auch, dass es rund um die Partie ruhig blieb. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, sagte Leutgeb über das Gespann. Mit dem 3:1 zieht Echsenbach nach neun Runden auf 15 Punkte und bleibt in der oberen Tabellenhälfte gut dabei. Vor allem aber war es aus Sicht der Gastgeber ein Heimsieg, der genau so zustande kam, wie es sich der Trainer gewünscht hatte: mit gutem Start, klaren Antworten nach dem Gegentor und einem Auftritt, bei dem Kautzen nur selten wirklich ins Spiel fand.