In der 1. Klasse Waldviertel hat sich USV WFLG Raxendorf im Heimspiel gegen USC Hartl Haus Echsenbach mit 3:0 durchgesetzt. Nach einem kampfbetonten ersten Durchgang ohne Tore legten die Gastgeber direkt nach der Pause den Grundstein für den Sieg. Trainer Michael Böhm machte vor allem das frühe 1:0, einen verschossenen Elfmeter und den unbedingten Willen seiner Mannschaft als entscheidende Punkte aus.

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Ein Selbstläufer war dieser Heimsieg für Raxendorf über weite Strecken nicht, vor allem in der Anfangsphase nicht. Böhm sah seine Mannschaft zunächst mit Arbeit beschäftigt und sprach offen an, dass die Gäste besser in die Partie gekommen waren. „Hartl Haus hat ganz gut in die Partie gestartet. Da haben wir am Anfang einiges an Glück gehabt“, sagte der Trainer. Dazu passte auch seine Einordnung des Spiels, das aus seiner Sicht von Beginn an sehr intensiv geführt wurde. „Es war generell ein sehr kampfbetontes Spiel für beide Seiten, mit sehr vielen Zweikämpfen“, hielt Böhm fest. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft im Lauf der ersten Hälfte besser hineinfand, selbst zu Möglichkeiten kam und sich Schritt für Schritt stabilisierte. Das torlose 0:0 zur Pause war für ihn daher kein schmeichelhaftes Zwischenresultat, sondern ein Spielstand, mit dem seine Elf nach dieser Entwicklung leben konnte. „Bis zur Halbzeit war das 0:0 dann eigentlich okay“, sagte Böhm.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel dann in jene Richtung, die am Ende auch das klare Ergebnis brachte. Böhm nannte den Beginn der zweiten Hälfte ausdrücklich als Knackpunkt: „Ausschlaggebend waren das frühe 1:0 nach der Pause und der verschossene Elfmeter.“ Den ersten Treffer erzielte Stefan Engelhart in der 58. Minute nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf, so schilderte es der Raxendorf-Trainer. Nur vier Minuten später legten die Gastgeber nach, und auch dieser Treffer passte ins Bild einer Mannschaft, die nun deutlich entschlossener auftrat. Das 2:0 durch Lukas Bayerl war laut Böhm „schön rausgespielt über mehrere Stationen“, also kein Zufallsprodukt, sondern die logische Fortsetzung der starken Phase nach dem Führungstor. Als Echsenbach dann auch einen gegen Raxendorf gegebenen Elfmeter nicht nutzen konnte, blieb das Momentum endgültig bei den Hausherren. In der 80. Minute machte Martin Jurina alles klar, nachdem er nach einem Einwurf im Strafraum zum Abschluss kam und auf 3:0 stellte.
Für Böhm lag der Grund für den Heimsieg am Ende weniger in einzelnen schönen Aktionen als in der Haltung seiner Mannschaft. „Der Kampfgeist und der Wille, das Spiel unbedingt zu gewinnen“, nannte er als das, was bei seinem Team an diesem Nachmittag besonders gut funktioniert habe. Dass dieses Urteil Gewicht hat, liegt auch daran, dass er den Gegner keineswegs kleiner machte. „Hartl Haus ist ein sehr guter Gegner, sehr aggressiv und gut am Ball. Sie haben uns alles abverlangt“, sagte Böhm. Umso mehr wertete er es, dass Raxendorf gerade in einem engen und körperbetonten Spiel nach der Pause so konsequent nachlegte. Auch rund um die Spielleitung sah der Trainer keinen großen Aufreger. „Der Schiedsrichter hat im Großen und Ganzen sehr souverän gepfiffen“, meinte er, selbst den Elfmeter gegen seine Mannschaft ordnete er als vertretbar ein. Mit dem 3:0 hält sich Raxendorf nach zehn Runden mit 17 Punkten auf Rang drei, während Echsenbach bei 15 Zählern bleibt. Es war also nicht nur ein deutlicher Heimsieg, sondern auch ein Erfolg, der die Worte des Trainers über Willen und Kampf sehr gut widerspiegelt.