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„Das hohe Pressing war entscheidend“ – Markersdorf-Coach Hasenberger erklärt den 3:0-Auswärtssieg

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ASV Spratzern
USC Markersdorf

In der 1. Klasse West-Mitte hat ASV Ofenbinder Spratzern am Dienstagabend gegen USC Markersdorf mit 0:3 verloren. Für Trainer Christian Hasenberger war vor allem die erste Halbzeit der Schlüssel. Nach einer heiklen Anfangsphase übernahm seine Mannschaft die Kontrolle, setzte das geplante hohe Pressing gut um und legte mit drei Treffern schon vor der Pause den Grundstein für einen aus seiner Sicht verdienten Auswärtssieg.

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Frühe Spratzerner Chance, dann kippte das Spiel klar

Ganz sorgenfrei begann der Abend für Markersdorf laut Hasenberger allerdings nicht. „Am Anfang haben wir ein bisschen Glück gehabt. Da hat Spratzern eine Topchance gehabt. Da hätten wir 0:1 hinten sein können“, sagte der Trainer und sprach damit die Szene an, die für ihn im Rückblick einer der wenigen Momente war, in denen das Spiel in eine andere Richtung hätte laufen können. Genau diesen Punkt nannte er später auch noch einmal als mögliche Schlüsselszene. Dass Spratzern diese Möglichkeit nicht nutzte, war aus seiner Sicht wichtig. Danach habe seine Mannschaft aber sofort Zugriff bekommen. „Ab dann war die erste Halbzeit klar auf unserer Seite“, sagte Hasenberger, und das deckte sich auch mit dem Spielstand. Lukas Lahmer brachte die Gäste in der 9. Minute in Führung, Christopher Grilz legte in der 21. Minute nach und Fabian Köberl erhöhte bereits in der 27. Minute auf 3:0. Zur Pause war die Partie damit praktisch in die Richtung gelenkt, die sich die Gäste erarbeitet hatten.

Drei Tore als Folge des Plans im Pressing

Hasenberger machte nach dem Spiel sehr deutlich, worauf der Auftritt seiner Mannschaft aufgebaut war. „Wir wollten von Anfang an hoch pressen und das haben wir gut umgesetzt“, sagte der Markersdorf-Coach. Besonders die ersten 45 Minuten gefielen ihm, weil seine Elf genau das auf den Platz brachte, was man sich vorgenommen hatte. Im Mittelfeld sollte früh Druck gemacht werden, dazu wollte man den Gegner früh und hoch zu Ballverlusten zwingen. Genau daraus seien auch die Tore entstanden. „Wir haben zweimal den Ball gewonnen, über die Seiten gleich weitergeleitet, in die Mitte gespielt“, erklärte Hasenberger. Die ersten beiden Treffer seien „ganz gleich“ gefallen, beim dritten Tor sei die Anlage sehr ähnlich gewesen. Der Trainer fasste es einfach zusammen: „Hohes Pressing, Bälle gewonnen, Ball in die Mitte und die Tore gemacht.“ Damit war auch klar, wie der 3:0-Vorsprung zustande gekommen war. Markersdorf war nicht nur effektiv, sondern nach Aussage des Trainers auch die Mannschaft, die ihren Matchplan konsequent durchzog.

Nach der Pause ruhiger, aber ohne Gefahr

Weil die Gäste schon zur Halbzeit mit drei Toren vorne lagen, änderte sich nach dem Seitenwechsel der Charakter der Partie. Hasenberger sprach davon, dass die zweite Hälfte „ein bisschen dahinplätscherte“. Das klingt nicht spektakulär, erklärt aber ziemlich gut, warum es am Ende beim 3:0 blieb. Markersdorf blieb laut seinem Trainer jederzeit Herr der Lage und ließ nie das Gefühl aufkommen, dass das Spiel noch kippen könnte. „Wir sind nie in Gefahr gekommen, dass wir irgendwo ein Tor kriegen oder das Spiel sich drehen hätte können“, sagte er. Gleichzeitig sah er aber auch einen Punkt, der ihn trotz des klaren Auswärtssiegs nicht ganz zufrieden machte. „In der zweiten Halbzeit waren wir leider ein bisschen zu schlampig im letzten Drittel mit den Bällen. Sonst hätte das Spiel wahrscheinlich ein bisschen höher ausgehen können.“ Das war keine große Kritik, eher ein Hinweis darauf, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Insgesamt überwog für ihn aber klar die Zufriedenheit mit einem Spiel, das seine Mannschaft nach der frühen heiklen Phase gut kontrollierte.

Viel Lob für den Gegner und für den Unparteiischen

Neben der eigenen Leistung ordnete Hasenberger auch den Auftritt der Gastgeber und die Leitung des Spiels ein. Spratzern beschrieb er als läuferisch starke Mannschaft, die sich weiter noch Punkte holen werde. „Sie marschieren auf alles drauf“, sagte er und verwies darauf, dass ihm das schon in der Vorwoche aufgefallen sei. Gleichzeitig meinte er, dass den Spratzernern im Moment vielleicht einfach das Erlebnis fehle, einmal in Führung zu gehen und daraus Selbstvertrauen mitzunehmen. Gegen Markersdorf sei die Gegenwehr aber über 90 Minuten zu wenig gewesen. Sehr deutlich fiel auch sein Urteil über den Unparteiischen aus. „Schiedsrichterleistung top heute“, sagte Hasenberger. „Ich glaube, über neunzig Minuten keine einzige Fehlentscheidung.“ Für den Trainer passte damit an diesem Abend aus Markersdorfer Sicht fast alles zusammen. „Wir sind als verdienter Sieger heruntergegangen. Über neunzig Minuten klar die bessere Mannschaft, alles unter Kontrolle gehabt“, meinte er. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Runden steht Markersdorf stark da, und genau deshalb bezeichnete Hasenberger den Auswärtssieg auch als „wichtigen Sieg“ mit Blick auf das Heimspiel am Freitag.

1. Klasse West-Mitte: Spratzern : Markersdorf - 0:3 (0:3)

  • 27
    Fabian Köberl 0:3
  • 21
    Christopher Grilz 0:2
  • 9
    Lukas Lahmer 0:1