In der 1. Klasse West-Mitte hat der USC Markersdorf den FC Kapelln am Freitagabend mit 5:1 besiegt. Das klare Ergebnis erzählt aber nur die zweite Hälfte, denn bis zur Pause tat sich Markersdorf schwer und kam nur auf 1:1. Trainer Christian Hasenberger sprach danach von zwei komplett unterschiedlichen Auftritten seiner Mannschaft und nannte den Elfmeter unmittelbar nach Wiederbeginn als entscheidenden Moment.

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Wer nur auf das Endergebnis schaut, würde leicht übersehen, wie unerquicklich die Anfangsphase für die Gastgeber verlief. Kapelln ging in der 15. Minute durch Simon Barta mit 1:0 in Führung und bestätigte damit genau jenen Eindruck, den Hasenberger später schilderte. „In der ersten Halbzeit waren wir ganz schlecht, weit unterlegen“, sagte der Markersdorf-Trainer. Er blieb in seiner Analyse deutlich und zählte auch gleich auf, woran es haperte: „Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen, im Läuferischen, im Kämpferischen und im Zweikampfverhalten.“ Dass Fabian Köberl in der 21. Minute zum 1:1 ausglich, hielt Markersdorf zwar im Spiel, änderte für den Trainer aber nichts am Gesamtbild dieser ersten 45 Minuten. Zur Pause stand es zwar wieder ausgeglichen, zufrieden war auf Seiten der Hausherren damit aber niemand.
Nach der Pause bekam die Partie dann ein völlig anderes Gesicht. Schon in der 49. Minute brachte Christopher Grilz die Gastgeber mit dem 2:1 in Führung, und genau diesen Treffer bezeichnete Hasenberger als Schlüsselszene. „Der Elfmeter gleich nach der Pause war natürlich extrem wichtig. Von da an haben wir ins Spielen angefangen, das war sicher der ausschlaggebende Moment“, sagte er. Mehr brauchte Markersdorf offenbar gar nicht, um Sicherheit und Rhythmus zu finden. Was vor der Pause noch schwerfällig wirkte, lief nun deutlich besser. Hasenberger sprach von einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft „bestimmend“ war. Das zeigte sich auch am Spielstand, denn Kapelln konnte das 1:2 nicht mehr korrigieren und Markersdorf blieb in dieser Phase klar am Drücker.
Die Entscheidung fiel dann mit zunehmender Spielzeit klar aus. Lukas Lahmer stellte in der 70. Minute auf 3:1 und legte in der 83. Minute das 4:1 nach, ehe Christopher Grilz nur drei Minuten später mit seinem zweiten Treffer auch noch den 5:1-Endstand besorgte. Hasenberger hob gerade diese Phase hervor und meinte, dass „das dritte, vierte und fünfte Tor sehr schön gespielt waren“. So wurde aus einer Partie, in der Markersdorf zunächst klar Probleme hatte, am Ende doch noch ein deutlicher Heimsieg. Für die Markersdorfer bedeutet das nach vier Runden neun Punkte und weiterhin einen Platz in der Spitzengruppe der Liga. Der offene Ton des Trainers zeigte allerdings auch, dass bei allem Lob für die starke zweite Hälfte die schwache erste nicht einfach unter den Tisch fällt.